Kavaj Dallas für das iPhone 6

Dallas IMit jedem Kauf eines neuen iPhones stellt sich mir die gleiche Frage: Kaufe ich eine Hülle? Wenn ja, welche Hülle will ich? Das iPhone 6 ist mein drittes iPhone, bisher hatte ich fast ausschließlich Hüllen, die nur die Rückseite bedeckt haben. Mit dem neuen iPhone wollte ich dann jedoch auch eine neue Hülle ausprobieren und habe mich für Dallas von Kavaj entschieden. Die Marke dürfte dem ein oder andere Leser bekannt sein, bereits 2012 habe ich über die iPad-Hülle mit dem Namen Hamburg geschrieben. Mit dieser Hülle war ich damals sehr zufrieden, entsprechend hoch waren auch die Erwartungen an die neue iPhone-Hülle. Preislich erschien mir die Hülle mit 30€ noch im Rahmen, trotzdem gehört sie nicht zu den ganz günstigen Hüllen, einen gewissen Anspruch an die Qualität hatte ich entsprechend.

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Mit dem iPhone unterwegs, Teil 2: Der Kenu Airframe+

Airframe+ I

Wie erwähnt war der Bericht über den Finn der Auftakt zu einer Serie über iPhone-Zubehör und -Apps, die sich ideal für Reisen und Aufenthalte außerhalb der eigenen vier Wände eignen. Den zweiten Teil der Serie bildet wieder eine Halterung für Apples Mobiltelefon, der Airframe+ von Kenu befestigt das iPhone jedoch nicht am Fahrrad sondern im Auto und deckt damit einen zweiten Bereich ab, in dem die passive Nutzung des Handys durchaus sinnvoll sein kann.

Positive Berichte über den Airframe gab es seit einigen Jahren, deswegen stand dieses Zubehör-Teil für mich definitiv auf der Liste der Produkte, die ich gerne testen würde. Trotz der variablen Größe der ersten Version hatte ich Bedenken, dass diese mit neuen iPhone-Versionen nicht kompatibel sein könnten, was sich bei Gerüchten um Geräte mit bis zu 5,5″ durchaus bestätigt. Auch bei Kenu ist der Trend zu größeren Geräten jedoch nicht unbemerkt geblieben, im Sommer stellte Kenu deswegen den Airframe+ vor, der sich um Geräte mit bis zu 6″-Bildschirmen kümmert und so auch für die nächsten iPhone-Generationen gerüstet sein sollte.

Airframe+ II

Der Airframe bringt zwei große Vorteile mit sich, die bei anderen Halterungen für Autos nicht immer gegeben sind: Einerseits ist die Montage problemlos in fast allen Autos möglich und die Nutzung beschränkt sich nicht auf ein bestimmtes Handy-Modell sondern kann mit allen Smartphones bis zu 6″ genutzt werden.

Mit der Beschreibung der eigentlichen Halterung, die den Airframe mit den Lüftungslamellen des Autos verbindet habe ich meine Probleme, in wenigen Worten zusammengefasst befinden sich auf der Rückseite des Airframes vier Knubbel, die sich um die Lamellen der Lüftung schließen und so ein verrutschen oder herunterfallen des Airframes verhindern. Das System ist durchdacht und funktioniert in meinen Tests sehr gut, wenn die Halterung einmal vernünftig befestigt ist. Wichtig dabei ist, die Knubbel nicht zwischen die Lamellen geschoben werden, sondern die Lamellen richtig umschließen, da die Halterung sonst nicht ideal befestigt ist und leicht verrutschen kann.

Ein weiterer Vorteil der Knubbel-Befestigung ist, dass der Airframe rückstandslos zu entfernen ist und nicht, wie eine Saugnapfhalterung, komische Flecken an der Windschutzscheibe hinterlässt, ein Einsatz in Mietwagen ist also problemlos und ohne nachfolgende Grundreinigung möglich.

Das zweite Merkmal des Airframes ist die Universalität im Bezug auf die verwendbaren Geräte. Das Einspannen des Geräts erfolgt, indem man es gegen die rechte Seite der Halterung drückt und sie damit auseinanderzieht, bis das Gerät hineinpasst. Auch diese Montage erfolgte in meinen Tests problemlos, teilweise fühlte sich das Handy jedoch ein klein wenig locker an, als es in der Halterung war, was dazu geführt hat, dass es nicht ideal zu benutzen war.

Ein Problem, dass ich bei der Nutzung des Airframes bemerkt habe, ist die Tiefe der Halterung. Die Klammern, die das Handy außen umschließen sind 0,7 inch (1.8cm) lang, selbst das iPhone 4s jedoch nur 9,3mm tief, was dazu führt, dass diese nach vorne deutlich über das Display überstehen und das Antippen von Elemente am äußeren Bildschirmrand (zum Beispiel die Leiste zum schnellen Springen zwischen Buchstaben im Adressbuch) auf Höhe der Klammern stark erschweren. Der Grund dafür liegt darin, dass der Airframe auch Smartphones mit Hüllen aufnehmen kann und deswegen die Tiefe benötigt; ich persönlich nutze mein iPhone jedoch in den meisten Fällen ohne Hülle und fand diesen Aspekt deshalb etwas störend.

Trotz zweier kleiner Probleme fällt das Fazit über den Airframe+ positiv aus. 30$ (zuzüglich Versand) für die Plus-Version finde ich fair, wenn man sich die Vorteile des Airframes anschaut. Vor allem die universellen Einsatzmöglichkeiten finde ich extrem positiv, der Kauf einer neuen Halterung mit jeder neuen iPhone-Generation fällt damit weg und auch für neue Autos braucht man keine neue Halterung.

Mit dem iPhone unterwegs, Teil 1: Der Finn

Finn II

Die Zahl der Pakete, die hier in der „Redaktion“ eintrifft, ist in den letzten Wochen enorm gestiegen, in vielen Fällen passen Zusendungen verschiedener Hersteller in einen Themenbereich, weswegen ich mich dazu entschieden habe, thematisch passende Zubehörteile entweder in einem Artikel oder in einer Serie abzuarbeiten. Den Anfang einer längeren Review-Reihe, teils nur Text und Fotos, teils mit Video, macht der Finn, eine Fahrradhalterung für das iPhone.

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Aurora Camera Bag – Die Kameratasche mit Solar

Aurora Camera Bag 1

Eigentlich sollte man denken, dass der Markt für Kamerataschen bereits gesättigt ist, die Zahl der Hersteller ist enorm, es gibt aber auch immer wieder interessante neue Ideen, mit denen Hersteller in den Markt einzusteigen versuchen. Eine dieser Ideen ist die Aurora Camera Bag von A-Solar, einem Unternehmen, dass sich auf Produkte mit Solar-Integration spezialisiert hat. Neben externen Akkus mit Solarpanel stellt die Firma eben auch die Aurora Camera Bag her. In den letzten zwei Monaten habe ich die Tasche während meiner Fotoausflüge benutzt, meine Gedanken dazu gibt es in diesem Artikel.

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Für drahtlose Musik: Gear4 HouseParty Rise Wireless

Gear4-Houseparty-Rise3

Arbeiten ohne Musik? Für mich unmöglich. Egal ob ich einen Artikel schreibe, ein paar Zeilen Code tippe, Fotos bearbeite oder ein Video schneide, ich brauche Musik. Aktuell sorgt für diese Musik das HouseParty Rise Wireless von Gear4. Das Soundsystem verbindet sich über Bluetooth mit dem iPhone und erlaubt es deswegen, das iPhone während der Wiedergabe uneingeschränkt zu benutzen.

Design

Das HouseParty Rise Wireless ist vom Design her eher schlicht und unauffällig, das aber in einem positiven Sinne. Das Gerät ist relativ klein, passt dadurch gut auf den Schreibtisch und fällt nicht störend auf. Ein Lautsprecher überzieht fast die gesamte Vorderseite, am oberen Rand befindet sich ein kleines Display mit der aktuellen Uhrzeit und Informationen zur verwendeten Audio-Quelle.

Auf der Oberseite befindet sich ein Rad für die Lautstärke und an den Rändern Tasten, mit denen neue Geräte verbunden, die Wiedergabe kontrolliert, ein Wecker gestellt und die Audio-Quelle geändert werden kann.

Trotz der primären Verbindung über Bluetooth bietet das HouseParty Rise Wireless auch die Möglichkeit, ein Gerät über ein AUX-Kabel anzuschließen, ein entsprechender Einganz dafür befindet sich auf der Rückseite. Daneben ist  noch ein USB-Anschluss, über den Geräte geladen werden können.

Gear4-Houseparty-Rise1

Klang

Der Klang des HouseParty Rise Wireless ist gut, wie bei einem offiziellen Preis von 129$ zu erwarten kann er jedoch nicht mit teuren (und größeren) Anlagen mithalten. Für die Beschallung im Büro, die nur für eine angenehme Arbeitsatmosphäre sorgen, soll ist die Qualität jedoch absolut ausreichend.

Bluetooth-Verbindung

Die Verbindung der Bluetooth-Geräte erfolgt problemlos und sehr einfach, um ein neues Gerät zu verbinden hält man den Bluetooth-Button auf der Oberseite lange gedrückt und wählt auf dem Gerät den entsprechenden Eintrag aus. Sobald die Verbindung einmal steht wählen iOS-Geräte das HouseParty Rise Wireless als Audioausgabegerät und sendet ab sofort sowohl Musik als auch alle Systemtöne per Bluetooth an den Lautsprecher.

Die Übertragung der Musik hatte in meinen Tests immer wenige Sekunden Latenz, pausierte man die Wiedergabe am iPhone spielte die Anlage noch knapp 2 Sekunden weiter. Gleiches gilt für Lautstärkeänderungen direkt am Gerät, die erst nach einer Sekunde einen Effekt zeigten. Wird das HouseParty Rise Wireless für ein paar Minuten nicht verwendet geht es automatisch in den Stand-By und weckt erst bei erneuter Ausgabe von Tönen per Bluetooth wieder auf. Das Problem daran: Startet man die Wiedergabe nach ein paar Minuten Pause erneut dauert es, wie oben erwähnt, erst ein oder zwei Sekunden bis die Anlage Musik spielt. An sich kein großes Problem, teilweise aber etwas nervig.

Aus unbekannten Gründen trat in meinen Tests teilweise ein extremes Rauschen während der Audiowiedergabe über Bluetooth auf. Behoben werden konnte es nur mit einem Neustart der Anlage oder durch Bewegung des iPhones. Ob der Fehler nur bei meinem Testgerät auftritt kann ich nicht genau sagen, das Rauschen ist aber sehr nervig. Sollte sich hier etwas ergeben, werde ich es nachreichen.

Gear4-Houseparty-Rise4

Fazit

Das HouseParty Rise Wireless ist eine tolle Anlage für alle, die nicht unbedingt an Kabel gebunden sein wollen und die nicht wahnsinnig audiophil sind. Vor allem das Rauschen während der Wiedergabe hat mich immer wieder gestört und ist für mich nicht zu erklären. Aktuell kostet das HouseParty Rise Wireless bei Amazon rund 55€, für relativ wenig Geld bekommt man also ein gutes Audiosystem.

Im Test: Der Fläzbag für iPhone, iPad und Co.

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Während meiner Arbeit an neuen Artikeln, der Suche nach neuen Themen oder dem entspannten Surfen im Web hat es sich auf meinem heimischen Schreibtisch in den letzten Monaten etabliert, dass ich neben dem Hauptbildschirm, meinem MacBook, noch ein zweites Gerät mit zusätzlichen Informationen wie meiner Twitter-Timeline, einer aktuellen RSS-Übersicht und anderen nützlichen Kleinigkeiten, die meine Arbeit erleichtern könnten, nutze. Für diese zusätzlichen Informationen sorgt Statusboard, das Thema heute ist aber nicht die App sondern die Halterung meines iPads. Aktuell nutze ich für diese Aufgabe einen Fläzbag von Team & Marke.

In einem Satz kann man den Fläzbag als Sitzsack für Gadgets bezeichnen. Der Stoffsack ist mit kleinen Kunststoffkugeln gefüllt, die sich dem Gegenstand, den man auflegt anpassen. Durch leichtes Drücken auf den Sack lässt die Position sich anpassen und je nach Bedarf leicht verändern. Durch die flexible Füllung steht der Fläzbag problemlos auf unebenen Unterlagen oder kleineren Gegenständen wie Stiften oder USB-Sticks, die auf jedem Schreibtisch herumliegen dürften, dadurch funktioniert der Fläzbag aber auch gut auf dem Schoß und ist so zum Beispiel auf der Couch oder im Bett nutzbar. Teilweise wirken die Kunststoffkugeln im Fläzbag etwas zu leicht und geben schwereren Gegenständen wie einem iPad schnell und vielleicht ein bisschen zu stark nach, die Position muss dann nachträglich angepasst werden.

Der Fläzbag ist aus einem dünnen Stoff hergestellt, die Augen und die Zähne sind aus dickerem Filz. Insgesamt wirken die Nähte gut verarbeitet und sehr hochwertig, auf eine Wäsche in der Waschmaschine würde ich trotzdem nach Möglichkeit verzichten.

Fazit: Ich bin mit dem Fläzbag sehr zufrieden. Das Design gefällt mir gut, ist aber trotz des Gesichts nicht zu aufdringlich, das iPad überdeckt den Aufdruck zudem komplett, falls zu gegebenen Anlässen ein schlichter Look notwendig sein sollte. Den Fläzbag gibt es für den seriösen Anwender auch ohne Gesicht, dann entweder einfarbig oder mit Muster. Das Material des Sacks ist hochwertig und gut verarbeitet, der dicke Filz sorgt für einen zusätzlich positiven Eindruck. Der Preis von 40€ für die Standard-Ausführung und 50€ für die limitierten Auflagebn finde ich fair, Informationen zum Produktionsstandort gibt es nicht, zumindest das Design und erste Entwürfe wurden aber in Deutschland gemacht.

Triggertrap Mobile – Die DSLR mit dem iPhone kontrollieren

Die Standard-Funktionen einer DSLR sind bereits enorm, aber warum sollte man diese nicht noch mehr erweitern wollen, wenn das möglich ist? Im Zusammenspiel mit dem iPhone macht das der Triggertrap Mobile Dongle möglich. Das Zubehörteil findet man bei Amazon in verschiedenen Versionen, die mit Nikon- und Canon-DSLRs kompatibel sind und zusammen mit einem Verbindungskabel zur Kamera rund 30€ zu Buche schlagen. Achten solltet ihr beim Kauf lediglich darauf, dass ihr die zweite Version (V2) kauft, da die erste große Probleme mit der Lautstärkebeschränkung der EU-iPhones hatte.

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Um den Dongle zu betreiben, bedarf es der Triggertrap App, die mit allen Funktionen 4,49€ kostet, eine Version mit den Grundfunktionen ist kostenlos im App Store zu haben. Kompatibel ist die App jedoch nicht nur mit dem Dongle und einer verbundenen Kamera, sie kann auch die interne Kamera des iPhones auslösen und fast alle Funktionen damit nutzen.

Die grundlegendste Funktion der App ist es, einfach nur den Auslöser der Kamera zu betätigen. Dazu ist nur ein einziger Tipp auf das Display nötig. Interessant ist diese sehr primitive Funktion zum Beispiel bei Langzeitbelichtungen mit Graufiltern, wo jede Bewegung der Kamera verhindert werden muss, damit die Bilder scharf werden. In diesem Standard-Modus, der nur den Auslöser betätigt ist es außerdem möglich, mit der Kamera eine Serienaufnahme zu starten, indem man den Software-Auslöser antippt und solange hält, bis die Serienaufnahme beendet werden soll, alternativ tippt man den Auslöser-Button im „T“-Modus einmal an, um die Aufnahme zu starten und tippt erneut, um sie zu beenden. Die letzte Option ist die Aufnahme im manuellen Modus, wie man ihn von Spiegelreflexkameras kennt, in der Triggertrap-App auf dem iPhone kann die Belichtungszeit manuell gewählt werden, die restlichen Einstellungen müssen in der Kamera getätigt werden. Einstellbar ist hier jedoch leider nur eine Belichtungszeit zwischen 1/60 Sekunde und 60 Minuten, Einstellungen, die zwar für Langzeitbelichtungen perfekt sind, die sich im Alltag aber sonst kaum bewähren, zumindest Stufen bis zu 1/200 Sekunde wären toll.

Dadurch, dass das iPhone jedoch im Gegensatz zu normalen Kameras über deutlich mehr Sensoren verfügt, enthält die App auch ganz besondere Möglichkeiten, die Aufnahme auszulösen: Hierzu gehört zum Beispiel der „Knall“-Modus, in dem das iPhone auf Geräusche lauscht und bei Lärm über einer Grenze, die selber wählbar ist, ein Foto auslöst. Als Alternative dazu kann das iPhone auch auf Bewegung des Untergrunds reagieren und dann bei einer bestimmten Stärke die Kamera anschubsen.

Triggertrap mit Graufilter

Interessant finde ich jedoch vor allem die verschiedenen Möglichkeiten der Zeitrafferfotografie, die mit der App und dem Dongle möglich sind. Neben dem „normalen“ Zeitraffer, in dem einfach nur die Anzahl der Fotos in einer bestimmten Zeit eingestellt wird, beherrscht die App auch drei weitere Modi, die jeweils für bestimmte Situationen sehr gut geeignet sind und ihren Job extrem gut und zuverlässig machen. Zum Einen wäre da der „TimeWarp“-Modus, der die Bilder nicht mit einem gleichen Abstand aufnimmt, sondern entweder zu Beginn oder zum Ende der Reihe mehr Fotos macht. Dadurch ist es möglich, die Zeit zu Beginn oder Ende des Videos schneller bzw. langsamer laufen zu lassen. Gewählt werden muss dazu nur die Zahl der Fotos und die Dauer der Aufnahme sowie der Zeitpunkt, zu dem die Geschwindigkeit der Bilderreihe erhöht werden soll. Außerdem kann die Stärke der Erhöhung gewählt werden, ein Graph auf der rechten Seite des Bildschirms zeigt dabei, welchen Unterschied es zwischen Sinus, quadratisch, kubisch, quartisch und quintisch gibt. Von den verschiedenen Zeitraffer-Modi dürfte der TimeWarp-Modus der sein, der am meisten Testdurchläufe benötigt, bis die Ergebnisse gut aussehen, dadurch lassen sich jedoch ein paar tolle Effekte realisieren. Des Weiteren gibt es in der App noch den „DistanceLapse“-Modus, der den GPS-Sensor des iPhones ausnutzt und jeweils nach einer bestimmten Zeit ein Foto auslöst. Hat man die Fotos dann am Mac zusammengesetzt, erhält man ein Video von einer Reise, das den Anschein hat, man hätte sich die gesamte Zeit in gleichbleibender Geschwindigkeit fortbewegt. Interessant wäre hier die Möglichkeit, mit einer Desktop-App ein Video zu generieren, die die GPS-Koordinaten berücksichtigt, die die Triggertrap-App ausgeben könnte, und daraus ein Video erstellt, dass einmal die Zeitrafferaufnahme beinhaltet und zudem in einer der Ecken eine Landkarte einblendet, die die aktuelle Position des Videos anzeigt. Zu guter Letzt hat die App noch einen Modus, der vor allem bei Sonnenauf- und untergängen extrem sinnvoll ist, der es nämlich erlaubt, Anfangs- und Endbelichtungszeit der Aufnahmenreihe einzustellen und dadurch die schwindende bzw. mehr werdende Helligkeit durch geringere bzw. höhere Belichtungszeiten ausgleicht und so ein Zeitraffervideo erstellt, das keine Probleme mit unterschiedlichen Lichtsituationen hat.

Um die aufgenommenen Fotos in einem Video zusammenzubauen, nutze ich am Mac das Programm Timelapse Assembler, die Freeware leistet gute Arbeit und ist mit ihren Einstellungsmöglichkeiten gut zu nutzen.

Sonnenuntergang Timelapse

Zu den genannten Modi kommen in der App aber noch unzählige andere, die zum Beispiel bei erkannten Gesichtern auslösen oder Langzeitbelichtungen mit HDR ermöglichen oder auf Magnete reagieren.

Alles in allem ist der Triggertrap Mobile Dongle ein sehr nettes Zubehör, das bei keinem ambitionierten Hobby-Fotografen fehlen sollte. Sieht man jedoch einmal von den Funktionen ab und schaut sich nur die iPhone-Applikation an, wird dieser Eindruck etwas getrübt. Obwohl das Interface auf den ersten Blick ganz nett aussieht, ist es an vielen Stellen kompliziert zu bedienen, was die Nutzung unnötig verkomplizierz. Außerdem habe ich immer wieder mit Abstürzen des Programms zu kämpfen, die nicht unbedingt hilfreich sind, wenn man ein paar Fotos damit aufnehmen möchte. Und auch die deutsche Übersetzung ist leider eher schlecht als recht, zu viele nicht-übersetzte Wörter erwecken nicht den Eindruck, als wären dort Profis am Werk gewesen, eine Option, die gesamte App auf englisch umzustellen wäre schön. Trotzdem kann man den Triggertrap und die App relativ gut nutzen, vor allem die Ergebnisse lassen über diese Problem hinwegschauen.

3D auf dem iPhone – Der Eassee 3D-Rahmen im Test

3D auf dem iPhone? Klingt reizvoll, und auch die 39,90€, die Arktis in Deutschland für den 3D-Rahmen der Firma Eassee verlangt, wären bei einem guten Produkt zu entbehren. Die Emotionen muss ich jedoch leider etwas bremsen, die Gründe dafür findet ihr in meinem Test.

Qualität + Design:

Von der Qualität her braucht der 3D-Rahmen sich nicht zu verstecken. Die Aluminium-Konstruktion mit der eingelassenen Folie, die den 3D-Effekt erzeugen soll, und den Aussparungen für sämtliche iPhone-Buttons und -Sensoren ist gut verarbeitet und sieht relativ schick aus. Dadurch, dass der Rahmen jedoch auf die Vorderseite des iPhones aufgesteckt wird, wird das Gerät rund 5mm dicker, was man in der Haptik negativ merkt. Da der Rahmen jedoch eine lockere Konstruktion ist, die man nicht immer am iPhone hat, stört der Zugewinn im Alltag kaum, weil er einfach zuhause liegt.

Nutzung:

Der Anbau an das iPhone erfolgt relativ problemlos. Der Rahmen passt gut an die Kante, die beim iPhone zwischen Displayglas und Alurahmen vorhanden ist, etwas Gewalt erfordert es jedoch, alle Ecken gleichmäßig in die vorgesehene Position zu bringen. Auch der Abbau ist problemlos möglich, man greift den Rahmen einfach am Rand und zieht ihn nach oben ab.

Ein großes Problem bei der Nutzung stellen jedoch die Inhalte dar, die nahezu nicht vorhanden sind. Die offizielle Seite listet drei Applikationen (PicassoCam, PicassoMovie und Pic3D-II Player), die alle kostenlos im App Store zu haben sind, jedoch kaum eigene Inhalte mitbringen und nicht mal auf eine Sammlung verfügbarer 3D-Videos und -Bilder aus dem Internet verweisen, sondern nur Bilder und Videos aus Youtube etc. anzeigen können. Hat man hier passende Inhalte gefunden und kopiert die URL in eine Anwendungen, stürzt diese erstmal ab und muss neugestartet werden, damit die URL hinzugefügt werden kann. Hat man das entsprechende Video in der App dann geöffnet, muss erstmal gepuffert werden, was jedoch nur ein paar Sekunden dauert. Danach startet das Video und zeigt genau nichts.

Nach ein paar Tests mit verschiedenen Bildern und Videos zeigte sich zwar ein schwacher 3D-Effekt, wirkliche Begeisterung konnte er bei mir jedoch nicht auslösen. Das lag einerseits daran, dass die beiden Bilder, die das Video zeigte trotz der Folie nie komplett übereinander lagen, sondern immer zwei Bilder zu sehen waren und zum anderen, dass die Qualität der verfügbaren Medien so miserabel war, dass der 3D-Effekt sich nicht wirklich hervortun konnte.

Fazit:

Trotz der großartigen Idee, 3D-Videos und -Bilder endlich auf das iPhone zu bringen, kann ich vorerst nicht zum Kauf des 3D-Rahmens raten. Meine Tests zeigten verwaschenes Bild ohne richtigen dreidimensionalen Effekt und auch der Preis von 39,90€ ist nicht ohne. Vielleicht gibt es in Zukunft eine überarbeitete und bessere Version des Rahmens, der dann einen richtigen 3D-Effekt bringt, bis dahin empfehle ich, mit dem Kauf lieber zu warten.

 

Proporta TurboCharger Pocket – Kleiner iPhone-Akku im Test

Dass der iPhone-Akku wahrlich keine Wunderwerke vollbringen kann, was seine Laufzeit angeht, dürfte weitgehend bekannt sein. Doch teilweise kommt der Zeitpunkt, zu dem sich die Reserve verabschiedet extrem ungünstig. Muss man noch telefonieren oder eine wichtige SMS schreiben, bedarf es dringend eines vollen Akkus, doch es ist keine Steckdose in Sicht.

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Genau die ersetzt Proportas TurboCharger Pocket. Der kleine Akku hat die Größe einer Kreditkarte, ist etwas dicker und passt so locker in jeden Geldbeutel. Geladen wird der Akku über ein USB-Kabel, das am besten mit Apples USB-Steckdosen-Adapter funktioniert. Um das iPhone zu laden zieht man einfach auf der Rückseite das Kabel aus dem Akku und steckt es, unter Verwendung des mitgelieferten Mini-USB/Dock-Adapter, an das iPhone. Danach schaltet man den Akku über den kleinen Schalter an der Oberseite an und das iPhone lädt.

Durch die geringe Größe hat der Akku natürlich nicht die Dauer und Laufzeit, wie es die großen Modelle haben. Trotzdem reicht er durchaus als Lösung, wenn man das iPhone dringend noch braucht, den Akku kann man einfach immer dabei haben. Das iPhone 4S schafft er mit einer Akkuladung 20 – 30% zu füllen, während der Tests wurde es teilweise kurz benutzt.

Zu kaufen gibt es den TurboCharger Pocket direkt bei Proporta für 14,95€.