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(M)ein erstes Jahr mit Siri

Zum ersten Geburtstag möchte ich ein großes Lob in Richtung Apple aussprechen. Ich verbringe seit Marktstart quasi jedem Tag mit meinem iPhone 4S und bin immer noch restlos begeistert. Auch nach einem Jahr liegt das Handy im schicken Alu-Glas-Design noch gut in der Hand und das iPhone ist immer noch mehr als ein Alltagsgegenstand. „Schuld“ daran ist jedoch nicht nur die Hardware, vor allem die Software macht das iPhone zu dem, was es aktuell ist und hebt es von anderen Smartphones ab. Das größte Feature im iPhone 4S war natürlich Siri, die neue, digitale Assistentin, die das iPhone in der fünften Generation um eine gute Spracherkennung ergänzte und heute seinen ersten Geburtstag feiert.

Während sich die deutschen Funktionen zu Beginn noch sehr bedeckt hielten und nicht unbedingt der Knaller waren, machte Siri in Amerika von Beginn an ordentlich Dampf. Mit einem kurzen Satz spuckte sie Restaurants in der Umgebung aus, fand zuverlässig zum nächsten Museum und konnte, dank Wolfram Alpha, sogar alle Informationen zum durchschnittlichen Verkehrsaufkommen in New York liefern. Was auf den ersten Blick eher wie eine Funktion klingt, mit der man zu Beginn fünf Minuten Spaß hat, entpuppt sich nach einem Jahr als beste Funktion des iPhones.

Noch nie war es so einfach, einen Termin in den Kalender einzutragen oder sich an den Einkauf erinnern zu lassen, wenn man abends nach Hause kam. Noch nie war eine kurze SMS so schnell getippt versendet und noch nie war ein Tweet so schnell geschrieben. Siri hat meine Nutzung des iPhones total geändert. Statt wie noch zu Zeiten meines iPhone 3G, dem iPhone, das durch mein iPhone 4S abgelöst wurde, eine Nachricht in der dafür vorgesehenen Anwendung zu tippen, erfolgt das jetzt schnell und unkompliziert mit Siri. Dazu muss ich das iPhone nicht aus seiner Dockingstation am Schreibtisch nehmen, sondern es kann dort stehen bleiben und ich kann währenddessen weiter meinen Computer/ das iPad nutzen.

Doch die Nutzung war nicht immer problemlos: Vor allem in den ersten Monaten war es so, dass Siri kaum zum Einsatz kam, weil es einfach kaum einen Satz verstand, den ich bedacht deutlich ausgesprochen und direkt in das Mikrofon gesagt hatte. Leute erhielten unverständliche Nachrichten und statt mich an die Milch zu erinnern, klingelte eine halbe Stunde später der Wecker. Erst nach gut drei Monaten, als ich Siri eine zweite Chance gab, stellte sich Erfolg ein. Da die Erkennung der Sprachkommandos komplett über Server läuft, ist es für Apple kein Problem, ohne große Updates neue Funktionen hinzuzufügen und die aktuellen Funktionen zu überarbeiteten und zu verbessern. Genau das war nach gut drei Monaten deutlich erkennbar. Siri erkannte meine Kommandos besser und lernte merklich mit jedem Wort, dass ich bei dem erkannten Text verbesserte.

Vor allem mit iOS 6 kam dann auch für uns deutsche Nutzer endlich ein großer Mehrwert zu den vorhandenen Funktionen hinzu. Endlich kann Siri nach Orten suchen und Routen zu bestimmten Plätzen starten. Man kann Siri nach Sportergebnissen fragen und sich gute Filme mit Schauspieler XY empfehlen lassen oder eine App starten. Alles tolle neue Funktionen, die sich im Alltag bewähren.

Trotzdem hat Apple auch immer noch mit großen Serverproblemen zu kämpfen, wenn neue Geräte-Generationen auf den Markt kommen. Vor einem Jahr reagierte Siri zwei Tage lang fast gar nicht, als die große Masse am 15./16. Oktober ihre neuen iPhones ausprobierte und auch in diesem Jahr scheiterten nahezu alle Anfragen rund um den 21. September und führten zu Entschuldigungen seitens Siri. Wir werden sehen, wie sich der iPod Touch 5G-Start auswirkt. Und genau hier zeigt sich auch, dass Siri leider auf eine Internetverbindung ausgelegt ist. Apples vorheriger Sprachassistent funktionierte komplett auf dem Gerät, hatte dafür aber kaum gute Ergebnisse. Mir ist weiterhin nicht klar, warum Apple für Offline-Anfragen kein Fallback auf den alten Assistenten bietet, der zumindest Leute anrufen, die Uhrzeit ansagen und Wiedergabelisten abspielen kann. Eventuell wird hier noch nachgebessert, ich halte es jedoch eher für unwahrscheinlich. Und das, wo es bei dem neuen iPod touch und dem neuen iPad so wichtig wäre, denn mit iOS 6 versorgt Apple mit diesen beiden Geräten erstmal Produkte mit Siri, die theoretisch nicht ständig eine Internetverbindung über UMTS/ LTE aufbauen können.

Trotzdem fällt mein Fazit nach einem Jahr mit Siri durchaus positiv aus, die Assitentin erkennt nahezu alle meine Anfragen und reagiert mit der gewünschten Antwort. In einem Punkt könnte Apple in Deutschland eventuell noch nachbessern: Mir fehlt Wolfram Alpha als Suchmaschine. Selbst wenn meine Suchanfragen nur 1:1 ins englische übersetzt werden, wäre die Lösung in Ordnung. Spannend wäre auch eine Wikipedia-Integration, die dann deutlich mehr Sprachen unterstützen würde und uns eventuell in iOS 7 oder vielleicht sogar schon iOS 6.1 begrüßen könnte.

iOS 6 soll Siri auf das iPad bringen

Siri war die größte Neuerung des iPhone 4S und wird immer noch (berechtigt) als Kaufargument vermarktet. Zur Veröffentlichung des neuen iPads rankten sich bereist viele Gerüchte rund um die Integration der Assistentin in das größere der Apple-Geräte, zur Vorstellung kam dann jedoch „nur“ die Diktierfunktion. Wie 9to5mac nun aber berichtet und aus einer vertrauenswürdigen Quelle erfahren haben will, soll die nächste Version von iOS, wahrscheinlich bezeichnet mit Nummer 6, nun auch auf dem iPad die volle Funktionalität bringen.

Siri […] brings all of its iPhone 4S features to the iPad, except for the phone-related commands. Music playback, iMessaging, Calendar managing, Reminders, Weather, Maps integration, E-mailing, Notes, Contacts searching, Safari integration, Wolfram-Alpha searching, and more are all present.

Denkbar und reizend ist die Idee auf jeden Fall, ob Apple sich aber dazu durchringen kann, auch das große Display mit allen Funktionen auszustatten, halte ich für fraglich. Was außerdem nicht sicher ist, ob Siri bei Erreichen des iPads nur auf der aktuellsten Generation zum Einsatz kommt oder auch das iPad 2 unterstützt wird.

Zwei neue iPhone 4S-Werbungen mit John Malkovich

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Nach Samuel L Jackson und Zooey Deschanel bewirbt nun auch John Malkovich Apples digitalen Assistenten. Neben einer kurzen philosophischen Disskusion mit einer langen Antwort seitens Siri, bewirbt der Schauspieler auch ein paar produktive Funktionen und demonstriert damit gut den Alltagseinsatz.

Im Einsatz ist die Assistentin hier noch immer jeden Tag und das in der deutschen Spracheinstellung. Zwar vermisse ich dort immer noch die ortbasierte Suche von POIs, ich bin aber optimistisch, dass wir auf der diesjährigen WWDC das ein oder andere neue Feature in diese Richtung sehen werden.

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Zwei neue iPhone-Werbung bewerben Siri


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Zwei neue iPhone-Werbungen aus dem Hause AT&T bewerben nicht nur Apples Smartphone sondern auch Siri. Beide sind sehr gelungen und lassen die Assistentin in einem sehr guten Licht dastehen. Die meisten der gezeigten Funktionen sind auch in Deutschland nutzbar, die Integration von Karten aus eigener Entwicklung oder auch von Google lässt weiter auf sich warten, meine Hoffnungen ruhen hier auf iOS 6.


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Spracherkennung und ihr Problem mit Akzenten…

 DirektSiri

Spracherkennungssoftware hat bekanntermaßen Probleme mit Akzenten, auch das Englisch der Schotten macht da keine Ausnahme. Nachdem Apple mit iOS 5.0.1 einige Probleme beim Diktieren mit Australischem Englisch behoben hat, bleiben die Schotten weiter außen vor. Der oben eingebettete Werbespot nimmt diesen Akzent und Apples Spracherkennung auf die Schippe und ist mindestens genauso empfehlenswert wie das Video unten…

 DirektElevator

Video-Vergleich #2: Siri vs TellMe

Vor gut einer Woche hatte ich bereits über einen Videovergleich von Apples Siri und Windows Phones TellMe berichtet. In einem zweiten Video wird erneut Apples Assistentin mit dem Gegenpart Microsofts verglichen, der Test ist jedoch (laut Titel) deutlich fairer.
 
Wie jedoch schon Test #1 zeigt auch das neue Video, dass Siri die naso vorn hat. TellMe katapultiert den Nutzer nach jeder Anfrage direkt in den Browser, Siri behält das hübsche Interface bei und zeigt Ergebnisse in gewohnt angenehmer Aufmachung. Bei Websuchen, denen man vorher eindeutig den Content Bilder zuweist, schwächeln beide noch ein bisschen, TellMe verstand jedoch das Wort Budapest deutlich besser. Wer also ständig nach Bilder oder Nachrichten dieser Stadt sucht, sollte lieber zum Windows Phone greifen…