Twitterrific 5 – Der iOS-Twitter-Client meiner Wahl

Twitterrific 5 Dock

Nachdem Tweetbot seit nun anderthalb Jahren der Twitter-Client meiner Wahl auf dem iPhone ist, vor zehn Monaten wurde die iPad-Anpassung auch dort der Client meiner Wahl und seit knapp einem Monat bin ich auf dem MacBook Nutzer der App aus dem Hause der Tapbots. Zumindest auf dem iPhone ist nach dieser langen Zeit mal wieder der richtige Punkt für ein bisschen App-Frischfleisch gekommen, Twitterrific 5 bietet sich da quasi an, um mal wieder frischen Wind in die schlaffen Twitter-Segel zu bringen. Die Universal-App in ihrer neusten Version ist ein totaler Remake gegenüber der alten Version und auch gegenüber anderen Apps, die bis zum Release bei mir im Einsatz waren. Continue reading Twitterrific 5 – Der iOS-Twitter-Client meiner Wahl

Triggertrap Mobile – Die DSLR mit dem iPhone kontrollieren

Die Standard-Funktionen einer DSLR sind bereits enorm, aber warum sollte man diese nicht noch mehr erweitern wollen, wenn das möglich ist? Im Zusammenspiel mit dem iPhone macht das der Triggertrap Mobile Dongle möglich. Das Zubehörteil findet man bei Amazon in verschiedenen Versionen, die mit Nikon- und Canon-DSLRs kompatibel sind und zusammen mit einem Verbindungskabel zur Kamera rund 30€ zu Buche schlagen. Achten solltet ihr beim Kauf lediglich darauf, dass ihr die zweite Version (V2) kauft, da die erste große Probleme mit der Lautstärkebeschränkung der EU-iPhones hatte.

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Um den Dongle zu betreiben, bedarf es der Triggertrap App, die mit allen Funktionen 4,49€ kostet, eine Version mit den Grundfunktionen ist kostenlos im App Store zu haben. Kompatibel ist die App jedoch nicht nur mit dem Dongle und einer verbundenen Kamera, sie kann auch die interne Kamera des iPhones auslösen und fast alle Funktionen damit nutzen.

Die grundlegendste Funktion der App ist es, einfach nur den Auslöser der Kamera zu betätigen. Dazu ist nur ein einziger Tipp auf das Display nötig. Interessant ist diese sehr primitive Funktion zum Beispiel bei Langzeitbelichtungen mit Graufiltern, wo jede Bewegung der Kamera verhindert werden muss, damit die Bilder scharf werden. In diesem Standard-Modus, der nur den Auslöser betätigt ist es außerdem möglich, mit der Kamera eine Serienaufnahme zu starten, indem man den Software-Auslöser antippt und solange hält, bis die Serienaufnahme beendet werden soll, alternativ tippt man den Auslöser-Button im „T“-Modus einmal an, um die Aufnahme zu starten und tippt erneut, um sie zu beenden. Die letzte Option ist die Aufnahme im manuellen Modus, wie man ihn von Spiegelreflexkameras kennt, in der Triggertrap-App auf dem iPhone kann die Belichtungszeit manuell gewählt werden, die restlichen Einstellungen müssen in der Kamera getätigt werden. Einstellbar ist hier jedoch leider nur eine Belichtungszeit zwischen 1/60 Sekunde und 60 Minuten, Einstellungen, die zwar für Langzeitbelichtungen perfekt sind, die sich im Alltag aber sonst kaum bewähren, zumindest Stufen bis zu 1/200 Sekunde wären toll.

Dadurch, dass das iPhone jedoch im Gegensatz zu normalen Kameras über deutlich mehr Sensoren verfügt, enthält die App auch ganz besondere Möglichkeiten, die Aufnahme auszulösen: Hierzu gehört zum Beispiel der „Knall“-Modus, in dem das iPhone auf Geräusche lauscht und bei Lärm über einer Grenze, die selber wählbar ist, ein Foto auslöst. Als Alternative dazu kann das iPhone auch auf Bewegung des Untergrunds reagieren und dann bei einer bestimmten Stärke die Kamera anschubsen.

Triggertrap mit Graufilter

Interessant finde ich jedoch vor allem die verschiedenen Möglichkeiten der Zeitrafferfotografie, die mit der App und dem Dongle möglich sind. Neben dem „normalen“ Zeitraffer, in dem einfach nur die Anzahl der Fotos in einer bestimmten Zeit eingestellt wird, beherrscht die App auch drei weitere Modi, die jeweils für bestimmte Situationen sehr gut geeignet sind und ihren Job extrem gut und zuverlässig machen. Zum Einen wäre da der „TimeWarp“-Modus, der die Bilder nicht mit einem gleichen Abstand aufnimmt, sondern entweder zu Beginn oder zum Ende der Reihe mehr Fotos macht. Dadurch ist es möglich, die Zeit zu Beginn oder Ende des Videos schneller bzw. langsamer laufen zu lassen. Gewählt werden muss dazu nur die Zahl der Fotos und die Dauer der Aufnahme sowie der Zeitpunkt, zu dem die Geschwindigkeit der Bilderreihe erhöht werden soll. Außerdem kann die Stärke der Erhöhung gewählt werden, ein Graph auf der rechten Seite des Bildschirms zeigt dabei, welchen Unterschied es zwischen Sinus, quadratisch, kubisch, quartisch und quintisch gibt. Von den verschiedenen Zeitraffer-Modi dürfte der TimeWarp-Modus der sein, der am meisten Testdurchläufe benötigt, bis die Ergebnisse gut aussehen, dadurch lassen sich jedoch ein paar tolle Effekte realisieren. Des Weiteren gibt es in der App noch den „DistanceLapse“-Modus, der den GPS-Sensor des iPhones ausnutzt und jeweils nach einer bestimmten Zeit ein Foto auslöst. Hat man die Fotos dann am Mac zusammengesetzt, erhält man ein Video von einer Reise, das den Anschein hat, man hätte sich die gesamte Zeit in gleichbleibender Geschwindigkeit fortbewegt. Interessant wäre hier die Möglichkeit, mit einer Desktop-App ein Video zu generieren, die die GPS-Koordinaten berücksichtigt, die die Triggertrap-App ausgeben könnte, und daraus ein Video erstellt, dass einmal die Zeitrafferaufnahme beinhaltet und zudem in einer der Ecken eine Landkarte einblendet, die die aktuelle Position des Videos anzeigt. Zu guter Letzt hat die App noch einen Modus, der vor allem bei Sonnenauf- und untergängen extrem sinnvoll ist, der es nämlich erlaubt, Anfangs- und Endbelichtungszeit der Aufnahmenreihe einzustellen und dadurch die schwindende bzw. mehr werdende Helligkeit durch geringere bzw. höhere Belichtungszeiten ausgleicht und so ein Zeitraffervideo erstellt, das keine Probleme mit unterschiedlichen Lichtsituationen hat.

Um die aufgenommenen Fotos in einem Video zusammenzubauen, nutze ich am Mac das Programm Timelapse Assembler, die Freeware leistet gute Arbeit und ist mit ihren Einstellungsmöglichkeiten gut zu nutzen.

Sonnenuntergang Timelapse

Zu den genannten Modi kommen in der App aber noch unzählige andere, die zum Beispiel bei erkannten Gesichtern auslösen oder Langzeitbelichtungen mit HDR ermöglichen oder auf Magnete reagieren.

Alles in allem ist der Triggertrap Mobile Dongle ein sehr nettes Zubehör, das bei keinem ambitionierten Hobby-Fotografen fehlen sollte. Sieht man jedoch einmal von den Funktionen ab und schaut sich nur die iPhone-Applikation an, wird dieser Eindruck etwas getrübt. Obwohl das Interface auf den ersten Blick ganz nett aussieht, ist es an vielen Stellen kompliziert zu bedienen, was die Nutzung unnötig verkomplizierz. Außerdem habe ich immer wieder mit Abstürzen des Programms zu kämpfen, die nicht unbedingt hilfreich sind, wenn man ein paar Fotos damit aufnehmen möchte. Und auch die deutsche Übersetzung ist leider eher schlecht als recht, zu viele nicht-übersetzte Wörter erwecken nicht den Eindruck, als wären dort Profis am Werk gewesen, eine Option, die gesamte App auf englisch umzustellen wäre schön. Trotzdem kann man den Triggertrap und die App relativ gut nutzen, vor allem die Ergebnisse lassen über diese Problem hinwegschauen.

Printopia: AirPrint für alle

Als Apple Ende 2010 AirPrint vorstellte, hoffte ich auf einen großen Durchbruch und viele neue Drucker, die diese Technik unterstützen würden. Auf diese Geräte warte ich leider immer noch, in einer Preisklasse von rund 100€ sind zwar ein paar Geräte von HP verfügbar, aber warum sollte man Geld für einen neuen Drucker ausgeben, wenn es auch viel einfacher geht? Genau diesen Schritt zur Einfachheit zu günstigerem Preis geht Printopia für den Mac. Zum Preis von 19,95 Dollar steht die Software auf der Website des Entwicklers zum Download bereit.

Einstellungen Übersicht

Im Mac App store ist sie aus einem ganz einfachen Grund nicht verfügbar: Um das AirPrint-Protokoll zu emulieren und die verschiedenen Dienste für alle AirPrint-Geräte zur Verfügung zu stellen, passiert nach der Installation ein bisschen Tuning, außerdem nutzt die App Apples Protokoll, das offiziell nicht komplett zur Verfügung steht.

Nach der Installation findet sich Printopia ausschließlich in den Systemeinstellungen des Macs wieder, weder im Programm-Ordern, noch im Launchpad ist ein entsprechender Eintrag vorhanden. Öffnet man die Systemeinstellungen von Printopia, sieht man, dass dort bereits drei Einträge vorhanden sind. Mitgeliefert wird die Möglichkeit, die gedruckte Datei als PDF auf der Macintosh HD zu speichern, sie als PDF in die Dropbox abzulegen oder sie direkt an Evernote zu senden. Ein Klick auf das Plus in der linken Ecke gibt die Möglichkeit, eine neue Aktion zu erstellen, die dann als AirPrint-Drucker im lokalen Netzwerk freigegeben wird. Diese neue Aktion kann daraus bestehen, dass ein PDF auf der lokalen Platte gespeichert wird oder direkt an eine Applikation bzw. per Mail gesendet werden kann. Klickt man doppelt auf eine vorhandene Aktion, können der Name und der Speicherort geändert werden, außerdem kann man ein Passwort vergeben.

IPhone AirPrint

Neben den Standard-Aktionen können in Printopia in Zusammenarbeit mit dem Automator aber auch komplexere Arbeitsabläufe realisiert werden. So legt man die PDFs zum Beispiel in einen speziellen Ordner ab, aus dem sie dann per Automator direkt an einen Server gesendet werden. Denkbar wäre auch der Ablauf, PDFs in einem vorgegebenen Ordner zu speichern, aus diesen PDFs dann mit dem Automator Bilder der einzelnen Seiten generieren zu lassen und diese dann zu iPhoto zu importieren. Der Fantasie sind bei der Gestaltung der Arbeitsabläufe keine Grenzen gesetzt, solange die eigenen Fähigkeiten eine Umsetzung der Ideen mit Printopia und Automator erlauben. Kompatibel sind diese Rezepte einmal mit allen AirPrint-Geräten, wie iPhones, iPads und Macs, die sich im gleichen Netzwerk befinden, aber auch der Mac, auf dem der Printopia-Server läuft, kann Dateien ab sofort aus allen Apps mit den vorhandenen Tasks drucken und so als PDF speichern oder direkt in Evernote öffnen.

Safari Mac II

Kompatibel ist Printopia jedoch nicht nur mit dateibasierten Workflows, auch vorhandene Drucker lassen sich über den Mac als AirPrint-Drucker in das Netzwerk einbinden. Solange der Mac also angeschaltet und nicht gesperrt mit dem lokalen Netzwerk und dem Drucker verbunden ist, kann man von jedem anderen Mac und iOS-Gerät per AirPrint direkt mit dem Drucker drucken.

PDF Print

Für 19,95 Dollar ist Printopia mit Sicherheit nicht die günstigste Mac-Applikation, mit den vielen Funktionen gehört sie aber zu den Apps, die ich in meinem Alltag nicht mehr missen möchte. Der einfache Weg, PDFs direkt vom iPhone oder iPad an den Mac zu senden, fehlt in iOS und OS X weiterhin komplett und die vielen möglichen Arbeitsabläufe ergänzen die tägliche Arbeit nahezu perfekt. Ideal für alle Anwender ist dabei vor allem, dass man sich nicht auf Standard-Rezepte beschränken muss, sondern, auch mit Hilfe des Automators, eigene Rezepte erstellen kann, die bei den eigenen Aufgaben benötigt werden.

About Love, Hate and the other ones

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Zum Beginn der neuen Woche werfen wir einen Blick auf den Titel „About Love, Hate and the other ones“ (0,89€, iPhone-only) aus dem Hause Black Pants Games. Die Figuren des Spiels, Love, Hate und „die anderen“, steuern per Tipp durch verschiedene Level und versuchen am Ende eines jeden Levels den roten Schalter zu erreichen, der sie in den nächsten Aufgabenbereich befördert. Dazu laufen besitzt jede der Hauptfiguren eine Fähigkeit, die „die Anderen“ entweder vertreibt oder näher heranholt. Love säuselt dazu ein „I love you“, Hate ruft „I hate you“ aus. Mit diesen kleinen Attacken füllen „die Anderen“ dann kleine Lücken oder bilden Treppen, die zum Ziel führen.

3D auf dem iPhone – Der Eassee 3D-Rahmen im Test

3D auf dem iPhone? Klingt reizvoll, und auch die 39,90€, die Arktis in Deutschland für den 3D-Rahmen der Firma Eassee verlangt, wären bei einem guten Produkt zu entbehren. Die Emotionen muss ich jedoch leider etwas bremsen, die Gründe dafür findet ihr in meinem Test.

Qualität + Design:

Von der Qualität her braucht der 3D-Rahmen sich nicht zu verstecken. Die Aluminium-Konstruktion mit der eingelassenen Folie, die den 3D-Effekt erzeugen soll, und den Aussparungen für sämtliche iPhone-Buttons und -Sensoren ist gut verarbeitet und sieht relativ schick aus. Dadurch, dass der Rahmen jedoch auf die Vorderseite des iPhones aufgesteckt wird, wird das Gerät rund 5mm dicker, was man in der Haptik negativ merkt. Da der Rahmen jedoch eine lockere Konstruktion ist, die man nicht immer am iPhone hat, stört der Zugewinn im Alltag kaum, weil er einfach zuhause liegt.

Nutzung:

Der Anbau an das iPhone erfolgt relativ problemlos. Der Rahmen passt gut an die Kante, die beim iPhone zwischen Displayglas und Alurahmen vorhanden ist, etwas Gewalt erfordert es jedoch, alle Ecken gleichmäßig in die vorgesehene Position zu bringen. Auch der Abbau ist problemlos möglich, man greift den Rahmen einfach am Rand und zieht ihn nach oben ab.

Ein großes Problem bei der Nutzung stellen jedoch die Inhalte dar, die nahezu nicht vorhanden sind. Die offizielle Seite listet drei Applikationen (PicassoCam, PicassoMovie und Pic3D-II Player), die alle kostenlos im App Store zu haben sind, jedoch kaum eigene Inhalte mitbringen und nicht mal auf eine Sammlung verfügbarer 3D-Videos und -Bilder aus dem Internet verweisen, sondern nur Bilder und Videos aus Youtube etc. anzeigen können. Hat man hier passende Inhalte gefunden und kopiert die URL in eine Anwendungen, stürzt diese erstmal ab und muss neugestartet werden, damit die URL hinzugefügt werden kann. Hat man das entsprechende Video in der App dann geöffnet, muss erstmal gepuffert werden, was jedoch nur ein paar Sekunden dauert. Danach startet das Video und zeigt genau nichts.

Nach ein paar Tests mit verschiedenen Bildern und Videos zeigte sich zwar ein schwacher 3D-Effekt, wirkliche Begeisterung konnte er bei mir jedoch nicht auslösen. Das lag einerseits daran, dass die beiden Bilder, die das Video zeigte trotz der Folie nie komplett übereinander lagen, sondern immer zwei Bilder zu sehen waren und zum anderen, dass die Qualität der verfügbaren Medien so miserabel war, dass der 3D-Effekt sich nicht wirklich hervortun konnte.

Fazit:

Trotz der großartigen Idee, 3D-Videos und -Bilder endlich auf das iPhone zu bringen, kann ich vorerst nicht zum Kauf des 3D-Rahmens raten. Meine Tests zeigten verwaschenes Bild ohne richtigen dreidimensionalen Effekt und auch der Preis von 39,90€ ist nicht ohne. Vielleicht gibt es in Zukunft eine überarbeitete und bessere Version des Rahmens, der dann einen richtigen 3D-Effekt bringt, bis dahin empfehle ich, mit dem Kauf lieber zu warten.

 

iOS 6 macht Panoramas (+Video)


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iOS 6 ist raus, die großen Neuerungen habe ich in zwei Videos zusammengefasst. Eine weitere Neuerung ist jedoch Apples Panorama-Funktion, der wir uns in diesem Video widmen wollen. Verfügbar ab dem iPhone 4S macht das iPhone damit direkt aus der Kamera-App Panoramas mit einer Maximals-Auflösung von bis zu 28 Megapixel, dazu muss das iPhone nur im Kreis bewegt werden, den Rest macht die Software für euch. Im Video zeige ich euch im Detail, wie ihr das Panorama erstellt und vergleiche das Ergebnis mit ein paar Applikationen aus dem App Store.

Alle Bilder in voller Auflösung:

iOS 6 – 14,9 Megapixel
360 Panorama – 1,3 Megapixel
Autostitch – 15,2 Megapixel

Proporta TurboCharger Pocket – Kleiner iPhone-Akku im Test

Dass der iPhone-Akku wahrlich keine Wunderwerke vollbringen kann, was seine Laufzeit angeht, dürfte weitgehend bekannt sein. Doch teilweise kommt der Zeitpunkt, zu dem sich die Reserve verabschiedet extrem ungünstig. Muss man noch telefonieren oder eine wichtige SMS schreiben, bedarf es dringend eines vollen Akkus, doch es ist keine Steckdose in Sicht.

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Genau die ersetzt Proportas TurboCharger Pocket. Der kleine Akku hat die Größe einer Kreditkarte, ist etwas dicker und passt so locker in jeden Geldbeutel. Geladen wird der Akku über ein USB-Kabel, das am besten mit Apples USB-Steckdosen-Adapter funktioniert. Um das iPhone zu laden zieht man einfach auf der Rückseite das Kabel aus dem Akku und steckt es, unter Verwendung des mitgelieferten Mini-USB/Dock-Adapter, an das iPhone. Danach schaltet man den Akku über den kleinen Schalter an der Oberseite an und das iPhone lädt.

Durch die geringe Größe hat der Akku natürlich nicht die Dauer und Laufzeit, wie es die großen Modelle haben. Trotzdem reicht er durchaus als Lösung, wenn man das iPhone dringend noch braucht, den Akku kann man einfach immer dabei haben. Das iPhone 4S schafft er mit einer Akkuladung 20 – 30% zu füllen, während der Tests wurde es teilweise kurz benutzt.

Zu kaufen gibt es den TurboCharger Pocket direkt bei Proporta für 14,95€.

Das iPhone wird zum Kartenspiel: „Lost Cities“ für iPhone angespielt

Immer wieder gibt es auf dem iPhone oder dem iPad Spiele, die mich über längere Zeit fesseln und mir jede freie Minute rauben, die ich nicht für die Schule oder den Blog verwende. Mit Lost Cities ist den Coding Monkeys genau das gelungen. Nach Brettspiel-Vorlage von Reiner Knizia hat das Entwicklerteam aus München die iPhone-App entwickelt und damit einen Suchtfaktor geschaffen.

Lost Cities I - AppTestsss.de
Lost Cities Spielbrett

Auf dem Gerät oder im Internet spielt man bei Lost Cities gegen den Computer bzw. Game Center-Gegner und versucht diese, mit geschickten Zahlenkombinationen möglichst deutlich an die Wand zu spielen. Gegenstand des Spiels ist es Spielbrett mit fünf Reihen in jeweils einer Farbe, sowie die Spielkarten. Diese zeigen entweder eine Zahl oder eine Münze in einer bestimmten Farbe. Mit den Zahlen muss man versuchen, die Reihen zu füllen, dazu können sie in aufsteigender Reihenfolge auf dem Spielfeld platziert werden. Trotzdem bringt nicht jede Reihe direkt bei der ersten Karte Gewinn, zu Beginn zählt sie 20 Minuspunkte, die erst nach und nach mit Karten heruntergespielt werden müssen. Legt man eine Münzkarte in eine Reihe, in der noch keine Karte liegt, zählen alle gelegten Karten doppelt, zu Beginn verdoppeln sich jedoch auch die -20 Startpunkte.

Was zuerst kompliziert klingt ist nach einer gespielten Runde und dem tollen Tutorial, das sowohl in Sprachform, wie auch als Text, vorliegt nicht mehr ganz so schwer, je mehr Runden man spielt, desto mehr Taktik eignet man sich an. Spannend werden die Partien aber vor allem, wenn man sie gegen Freunde aus dem Game Center spielt. Dazu kann man sich einmal mit einer Person verabreden und gezielt ein Spiel mit ihr anfangen, sollte man aber keine Personen kennen, die Lost Cities besitzen, kann man per Game Center auch einen zufälligen Gegner suchen lassen.

Lost Cities II - AppTestsss.de
Lost Cities Ergebnis

Neben einer großartigen Umsetzung des Brettspiels gefällt vor allem die detailreiche grafische Gestaltung. Der Holztisch erfreut mit einer schicken Maserung, die Karten bewegen sich sehr realistisch und machen in ihrer Gestaltung mehr her als lieblos programmierte Billig-Games. Vor allem die Integration des GameCenters und Twitter rundet das Erlebnis jedoch entscheidend ab. Spielt man online gegen einen Freund, kann man das Ergebnis über Twitter in die Welt hinausposaunen und so sich oder den Gegner vor allen Followern blamieren, mit einer Partie dürfte trotzdem aber auch für alle Seiten Spaß verbunden sein, denn den bringt das Spiel allemal.

Big Jambox: Jawbones großer Bluetooth-Lautsprecher

Schickes Design, guter Klang und viele Zusatzfunktionen. Alles Merkmale, die die Jambox von Jawbone in ihrer ersten Generation ausgezeichnet haben. Damals noch in einer relativ kleinen Ausführung brachte die Box neuen Wind in den Markt der Bluetooth-Lautsprecher. Knapp ein Jahr später erscheint ein ähnlicher Lautsprecher von der selben Firma, nur eine Nummer größer.

Jambox Family

Vom Design her hat jedoch auch die zweite Version nichts eingebüst. Bereits beim Öffnen des Kartons ist man begeistert. Der Lautsprecher sieht einfach unglaublich schick aus. Verfügbar ist er in drei Farbvariationen, die jedoch auch ein anderes Muster einschließen (s. oben), als Testexemplar erhielt ich die weiße Version mit einem relativ schlichten Muster. Das Muster ist auf den Seiten zu finden, aus denen bei Benutzung der Klang kommt, die also als Lautsprecher dienen, die anderen Seiten sind weiß. Auf der Oberseite befinden sich die Hauptkontrollelemente. Neben einer Play-Taste sowie zwei Buttons zum Ändern der Lautstärke finden sich dort auch Knöpfe, mit denen zum nächsten bzw. dem vorigen Titel gesprungen werden kann. Highlight ist jedoch ein kleiner Knopf mit einem aufgedruckten „J“. Hält man dieser länger (>10 Sekunden) gedrückt, startet die Jambox den Sprachassistenten des iPhones, ab dem iPhone 4S also Siri. Auf der Unterseite der Jambox befinden sich Standfüße aus Gummi, die einen sicheren und rutschfesten Stand ermöglichen. Auf einer der kleinen Seiten befinden sich weitere Buttons und Anschlüsse zur Steuerung der Jambox.

Zur Verbindung mit dem iPhone bzw. dem iPad nutzt die Big Jambox Bluetooth. Eine weitere Besonderheit an Jawbones Bluetooth Lautsprecher ist, dass er Teile von Apples Bluetooth Headset-Protokoll spricht und es so möglich ist, den aktuellen Akkustand auf dem iPhone einsehen zu können. Er wird mit einem kleinen Headset-Symbol in der Statusbar neben dem iPhone-Akku angezeigt. Auch mit mehreren Geräten kann der Lautsprecher umgehen. So nimmt er zum Beispiel sowohl ein iPhone wie auch ein iPad als Pairing-Partner entgegen und entscheidet je nach Wiedergabe, den Ton welches Geräts er wiedergibt. Den täglichen Einsatz erleichtert das enorm, so kann mit dem iPad auf der Jambox Tagesschau geschaut werden, während des iPhone weiterhin verbunden ist und nach den Nachrichten wieder Musik abspielt.

Seinen Zweck erfüllt auch das eingebaute Mikrofon. Startet man darüber Siri auf dem iPhone, werden alle Sätze an den Lautsprecher übertragen, für Antworten nutzt der Lautsprecher dann jedoch sein eigenes Mikrofon. Zu Schätzen weiß man das jedoch erst, wenn man den Lautsprecher in einem anderen Raum betrieben hat, als das iPhone liegt. Dadurch, dass man nicht mehr auf das Mikrofon des iPhones angewiesen ist, sondern es nur als Auswertungsgerät der Sprache fungiert, ist auch diese Nutzung problemlos möglich.

Auch in Sachen Klang braucht sich die große Jambox nicht hinter ihrem kleinen Bruder zu verstecken, sondern kann ihre Größe voll nutzen. Musik klingt genial, Bässe kommen gut rüber und auch Höhen klingen satt. Will man mit dem Lautsprecher einen ganzen Garten beschallen, stellt auch das kein Problem dar, die Maximallautstärke kann sich sehen hören lassen. Dadurch, dass der komplette Sound jedoch in das Gehäuse gezwängt wurde, ist ein richtiges Stereoerlebnis nicht möglich, dazu fehlt der Platz im Gehäuse oder sogar der zweite Lautsprecher. Für ein richtig gutes Sound-Erlebnis sollte man also dringend darauf achten, dass der Lautsprecher direkt vor einem steht und mit der großen Seite mit der Aufschrift „Jawbone“ auf den Hörer zeigt.

Fazit:

Jawbones große Jambox ist ein unglaublich toller Lautsprecher. Der Klang ist sehr gut und bietet neben den „normalen“ Funktionen einige Zusätze, wie zum Beispiel die Akkuanzeige am iPhone und die Möglichkeit, Siri darüber zu starten und mit dem eingebauten Mikrofon zu nutzen. Auch der Akku ist nicht zu verachten, im Betrieb macht er gut 10 Stunden mit, nach 30 Minuten ohne Verbindung schaltet sich die Box automatisch ab. Sehen muss man jedoch auch den Preis, mit 300€ ist der Lautsprecher jedoch nicht besonders günstig und wird nicht „einfach mal so“ gekauft.

Verfügbar ist der Lautsprecher bei Amazon, auch die kleine Version gibt es dort.

Textastic for iPhone: Code-Editor jetzt auch in kleiner Version erhältlich

Markdown - Textastic for iPhone - AppTestsss.de
Markdown in Textastic auf dem iPhone (Code links; Preview rechts)

In meinem Alltag hat das iPad meinen Computer fast komplett ersetzt, nur für große Aufgaben wie Bildbearbeitung oder Design setze ich mich noch an den Schreibtisch, sonst arbeite ich fast komplett mobil auf dem iPad. Mit Textastic (7,99€; iPad-only) ist das auch im Kontext (Web-)Entwicklung problemlos möglich, trotzdem hatte ich teilweise Situationen, in denen ich nur mein iPhone dabei hatte und gerne die ein oder andere Zeile Code geschrieben hätte, weil die Zeit da war. Geschehen ist das dann immer in der Notiz-App, mangels Syntax-Highlighting und FTP-/ Dropbox-Support sah der Code jedoch danach entsprechend aus und musste auf dem iPad teils nochmal neu geschrieben bzw. überarbeitet werden, Zeit hatte ich dadurch nicht gewonnen. Mit dem heutigen Tage ändert sich das, denn Textastic ist jetzt endlich auch als (separate) iPhone-App zu haben. Für den Einstigspreis von 3,99€ (später 7,99€) präsentiert sie sich in einem ähnlichen Interface, wie man es bereits von der iPad-App kennt und zu schätzen weiß.

Um zu Beginn die ersten Dateien in die App zu bekommen, die bearbeitet werden können, verbindet man sich per FTP mit einem Server, auf dem eine, bereits aktive, Seite liegt und lädt dort die Dateien herunter, alternativ ist auch eine Verbindung über Dropbox möglich, so können Dateien auch bearbeitet werden, ohne dass sie bereits im Internet einsehbar sind und auf einem Server liegen. Danach können alle Daten bearbeitet bzw. angezeigt werden, für die Feststellung der verschiedenen Syntaxen nutzt Textastic die Dateiendung, wenn eure Datei also Beispiel.php heißt, dürft ihr standardmäßig nicht auf eine Markdown-Syntax hoffen, manuell kann das Highlighting aber in den Dateiinformationen angepasst werden, Beispiel.php kann theoretisch also doch Markdown highlighten. Der Upload auf den Server bzw. in die Dropbox erfolgt wie gewohnt über den Pfeil in der rechten Ecke. Solltet ihr eine Datei, die auf einem Server liegt, auf einem anderen Gerät bearbeiten, könnt ihr auch über diesen Pfeil die neuste Version vom Server/ aus der Dropbox laden und dann an dieser weiterarbeiten.