AppTestsss

News, Berichte und Videos rund um Apple, iPhone, iPad und Mac

AppTestsss -

Apple hat ein Qualitätsproblem

Marco Arment

“It just works” was never completely true, but I don’t think the list of qualifiers and asterisks has ever been longer. We now need to treat Apple’s OS and application releases with the same extreme skepticism and trepidation that conservative Windows IT departments employ.

via Marco Arment

Die Kritik, die Entwickler Marco Arment (zuletzt bekannt durch Overcast) in der vergangenen Nacht ausgesprochen hat, ist notwendig, Gründe dafür sammelt – gewohnt zielsicher – Kollege Olma. Arment kritisiert keine einzelne Entscheidung der letzten Wochen oder Monate, er kritisiert den Zustand.

We don’t need major OS releases every year. We don’t need each OS release to have a huge list of new features.

Die Schuldfrage ist an dieser Stelle nicht angebracht, weil sie schlichtweg nicht zielführend ist. Trotzdem hat Marco recht: Nicht jede neue iOS-Version muss 100 neue Features haben, viel sinnvoller erscheint eine Aufteilung wie zu Zeiten von iOS 4: Die ganz großen Dinge in Version 4.0 und dann, gestaffelt über ein Jahr, weitere 4.1, 4.2, 4.3-Releases, die weitere Funktionen mitbringen. Diesen Weg geht Apple aktuell nur sehr eingeschränkt: iOS 7 war riesig, die folgenden 7.x-Veröffentlichungen änderten jedoch nur noch Kleinigkeiten. iOS 8 ist definitiv nicht fehlerlos, versucht jedoch ein wenig, den Trend zurückzudrehen – mit iOS 8.1 kam unter anderem Apple Pay, iOS 8.2 bringt Unterstützung für die Apple Watch mit. Dennoch war auch iOS 8.0 mit Funktionen vollgepackt, die bereits einzeln sehr umfangreich sind, zusammen jedoch einen wahnsinnigen Haufen an Funktionen bilden, der verteilt über mehrere Monate und Veröffentlichungen eventuell deutlich weniger fehlerbehaftet gewesen wäre.

Trotzdem muss Apple sich in der Zukunft um Fehler kümmern, die zweifelsohne vorhanden sind. Aktuell fühlt die Politik der Updates sich eher nach Quantität an, was nicht toll funktioniert – iOS 8.0.1 ist nur eins der Beispiele.

(Nicht nur) ich sehe in dem Zustand, den Marco anprangert, ein sehr großes Problem für die Entwicklung von Apple. Kritik aus den eigenen Reihen kann sehr wertvoll sein, wenn sie sinnvoll für Verbesserungen verwendet wird – die richtigen Schlüsse aus der Kritik und den Problemen muss nun Apple ziehen. In der Vergangenheit ist das bereits gelungen, ich bin optimistisch, dass Apple auch in diesem Fall die Lösungen findet, die nötig ist, um die Krise zu bewältigen.

Macoun 2014

Am vergangenen Wochenende war in Frankfurt wieder Macoun. Die größte deutschsprachige iOS- und OS X-Entwicklerkonferenz fand zum siebten Mal im Haus der Jugend statt, mit dabei in diesem Jahr knapp 400 interessierte iOS- und OS X-Entwickler aus sieben Ländern, die sich Talks zu verschiedensten Themen rund um die App-Entwicklung auf den beiden Plattformen anhören wollten.

Für mich war es die erste Macoun, mit dem Blog hatte ich sogar zwei Gründe, aus denen ich nach Frankfurt gefahren bin: Einerseits mein persönliches Interesse an iOS (und OS X)-Entwicklung, in die ich mit Swift im Sommer wieder intensiver eingestiegen bin, andererseits natürlich auch ein Interesse an neuen Bekanntschaften und Informationen für den Blog.

Neben vielen unglaublich netten Kontakten konnte ich von der Macoun aber auch viele nützliche Informationen mitnehmen, die mehr oder weniger direkt in App-Ideen fließen. Teilweise waren Vorträge aber auch einfach interessant, um Code von anderen Entwicklern zu sehen und ihre Erfahrungen mit Problemen zu hören, auch wenn diese nicht direkt mit dem eigenen Projekt oder der eigenen Idee zusammenhingen.

Entstanden sind am Wochenende einige kürzere Videos, mit denen ich versucht habe, die Stimmung während der Konferenz einzufangen und einen kleinen Eindruck von der Veranstaltung zu vermitteln, das Ergebnis sind 95 Sekunden Video und dazu etwas Musik von Ghost_k.

Meine ersten iPhone 6-Impressionen

IPhone 6 IV

Den vergangenen Freitag habe ich trotz iPhone-Auslieferung in Köln auf der Photokina verbracht, mein iPhone wurde dennoch geliefert und konnte auch zugestellt werden, seit knapp 36 Stunden nutze ich nun also mein iPhone 6 (nicht-Plus) und wollte, wie angekündigt, mal ein paar Gedanken und Eindrücke – hauptsächlich zum Bildschirm – notieren und mit Bildern untermalen, bevor ich in der nächsten Woche dann einen detaillierten Bericht schreibe und noch mehr Gedanken auf Video quatsche.

Weiterlesen

Ausgedruckt und ausprobiert: Zwei iPhone 6-Modelle

Header

Die neuen iPhones sind so nah, man kann ihren Atem förmlich riechen. In zwei Tagen wissen wir offiziell, welche Geräte uns im nächsten Jahr auf Schritt und Tritt begleiten werden, entsprechende Gerüchte lesen wir seit Monaten. Das Ergebnis dieser Gerüchte sind zwei iPhones mit 4,7″ und 5,5″ und einem flacheren Gehäuse. Unklarheiten gibt es eigentlich nur noch bei der Frage nach dem Innenleben der Geräte, deswegen habe ich mich entschieden, einen ersten Blick auf das Gehäuse und das Aussehen zu werfen. Grundlage dieser Betrachtung sind zwei Modelle, die ich mit einem 3D-Drucker gedruckt habe, entsprechende Vorlage waren diese 3D-Skizzen.

Weiterlesen

iOS 8: Ideen und Wünsche

WWDC14 Sidebar Mini-600

Zeitlich ist dieser Artikel mal wieder nah an der Grenze zu zu spät, immerhin wissen wir in gut drei Tagen bereits, was iOS 8 kann (und nicht kann). Trotzdem versuche ich mich an einer Zusammenfassung meiner Ideen und Wünsche für das neue System, das uns über das nächste Jahr auf allen mobilen Geräten begleiten wird. Einige der Ideen hatte ich bereits im letzten Jahr auf meiner iOS 7-Wunschliste festgehalten, einige andere finden sich auch auf der Liste von Federico Viticci und wurden von mir von dort – mit kleinen Anmerkungen – übernommen.

Weiterlesen

Der falsche Schritt: Das iPhone 5c mit 8GB

iphone5c8gb

Gestern startete Apple ein 50€ günstigeres iPhone 5c mit 8GB und macht damit einen Schritt, den ich als Signal in die falsche Richtung sehe. Über das iPhone 5c gab es bereits zum Start einige Diskussionen, da das neue Modell nicht so günstig war, wie es einige Analysten1 erwartet hatten. Mit dem 8GB-Modell scheint Apple zu erkennen, dass das 5c einigen Kunden immer noch zu teuer ist oder sie durchaus bereit sind, 100€ mehr für ein 5s zu zahlen, ein günstigeres Modell ist also ein konsequenter Schritt, die Umsetzung ist jedoch nicht glaubwürdig sondern unklug.

Machen wir uns nichts vor, Speicher kostet heutzutage quasi nichts mehr, der Preis, den Apple für das Upgrade von 16 auf 32 beziehungsweise 32 auf 64 GB verlangt, ist unverständlich2. Außerdem dürfte relativ klar sein, dass Apps über die letzten Jahre immer größer geworden und selbst 16GB-Speicher mit Fotos, Videos und Musik relativ schnell belegt sind. Für Apple wäre – meiner Meinung nach – der konsequentere und kundenfreundlichere Schritt gewesen, ein iPhone 5c mit 64GB einzuführen und die Preisstufen nach unten zu korrigieren3, aber nicht, ein günstigeres Modell einzuführen, das nur 8GB-Speicher hat.

Perhaps there is a segment of the market that just wants a new model iPhone, but won’t do very much with it. Maybe a new-model iPhone is a status symbol to them. Maybe they like the ease of use of iOS. But either way, they have very modest needs: they stick with the on-board apps, load up a few music albums, take a modest number of photos. Maybe for them, 8GB is enough.

via 9to5mac

Mit dieser These kann Ben Lovejoy durchaus Recht haben, trotzdem setzt Apple damit ein falsches Zeichen. Ich persönlich hoffe seit mehreren Jahren darauf, dass die 16GB-Version des iPhones von Apple fallengelassen wird und stattdessen das 32GB-Modell das Einstiegs-iPhone ist, weil ich persönlich selbst bei 16GB schnell an die Grenzen des Speichers stoße.

Ob der neue Schritt viele Kunden zufrieden stellen kann, wird sich in den nächsten Monaten zeigen, ich persönlich bin der Meinung, dass Apple damit ein falsches Zeichen setzt, das die Entwicklung des Unternehmens nicht voranbringt, sondern unverständliche Sparzwänge umsetzt und den Kunden damit mehr als nötig schadet.


  1. Meine Meinung zu dieser Art von Beruf dürfte bekannt sein, das iPhone 5c hat diese Ansicht in weiten Teilen erneut bestätigt.  

  2. Theoretisch könnte Apple problemlos mit einem 64GB-Modell einsteigen und iPhones mit 128GB und 256GB als Alternative anbieten, ohne deutliche Verluste in der Marge hinnehmen zu müssen, trotzdem werden weiterhin 8 und 16GB-iPhones verkauft, zum Nachteil des Kunden.  

  3. Hätte Apple statt des 8GB 5c den Preis des 16GB-Modells auf 549€ gesenkt, für das 32GB-Modell noch 599€ verlangt und eine 64GB-Version für 699€ eingeführt, hätte man das Problem deutlich kundenfreundlicher und angenehmer lösen können.  

Ideen zu neuer Dateiverwaltung unter iOS 7

Decades of computing have shown that the filesystem is the single most complicated aspect of managing documents for the majority of users.

[…]

iCloud’s promise is powerful, and file management should be easier, but “Open In” is not the solution.

Federico Viticci, MacStories.net

Vier Tage vor Beginn der WWDC möchte ich einen Punkt aus meiner iOS 7-Wunschliste erneut aufgreifen: Die Dateiverwaltung unter iOS und das Potential, das ich für iOS 7 dort sehe. Warum genau diesen Punkt und keinen der anderen? Dateiverwaltung ist in der aktuellen Form, meiner Meinung nach, nicht mehr unbedingt zeitgemäß und könnte überarbeitet werden. In der Wunschliste hatte ich bereits den MacStories-Artikel „Open In Is Not The Solution“ verlinkt, dieser bringt zumindest das Problem sehr gut auf den Punkt. Anhand eines Fotos erklärt Kollege Viticci dort sehr treffend, wie aus einem Bild ganz schnell vier verschiedene Dateien auf unterschiedlichen Geräten werden, die nicht mehr vernünftig synchronisiert werden können. Ähnlich ergeht es mir mit geschriebenen Texten. In letzter Zeit schreibe ich viele Artikel als Markdown auf dem iPad, je nach Bedarf und Zeit jedoch in unterschiedlichen Apps. Der Austausch meines Textes erfolgt im besten Fall noch per Dropbox, in den meisten Fällen jedoch über „Open In“. Das Ergebnis: Ein Text liegt in drei Apps in drei unterschiedlichen Versionen vor, ein Abgleich ist unmöglich. Schreibe ich beim nächsten Mal in der falschen App an einer alten Version weiter habe ich ein Problem, da eine Version dann den Anfang und den Mittelteil, die andere aber das Ende enthält, der Abgleich wird noch schwerer.

Ergebnis meiner Überlegungen zu dem Thema war, dass iOS einen öffentlichen Ablageplatz für Dateien benötigt, auf den alle Apps zugreifen und vor allem schreiben können. Sobald ich also beginne einen Text zu schreiben, wird dieser, auf Wunsch, nicht mehr in der App, sondern an einem „öffentlichen“ (sprich: systemweit-zugänglichen) Ort abgelegt. Nachdem der Nutzer einer App erlaubt hat, auf diesen Ort und Dateien in diesem Ort zuzugreifen, kann die App alle Dateien im öffentlichen „Hub“ (so nenne ich diesen Ort im Rest des Artikels) einsehen und bearbeiten. So könnte dann App 1 ihren Filter über ein Foto legen und App 2 dieses Foto beschneiden oder mit Twitter/ Facebook/ Flickr teilen, dabei würde jedoch nur ein Foto existieren, keine drei (Original, gefiltert, beschnitten). Auch bei Texten wäre es ähnlich. Meine .md-Datei liegt im „Hub“, in App 1 schreibe ich den ersten Entwurf, in App 2 füge ich Bilder hinzu und in App 1 überarbeite ich den Text nochmal, dabei existiert eine Datei, in die alle Apps schreiben.

Ähnlich ist es bereits bei Kontakten und Kalender. Über die entsprechende API kann eine App auf meine Kontakte zugreifen und diese auch ändern, die Änderungen werden jedoch auch automatisch in den Haupt-Kontakt geschrieben und bleiben nicht nur der App vorbehalten (Das ist der allgemeine Fall, Ausnahmen bestätigen die Regel). Unter iOS 7 könnte es also eine File-API geben, mit der Dateien aus dem öffentlichen Storage gelesen und bearbeitet werden können, danach jedoch auch dort wieder gespeichert und so von anderen Apps verwendet werden können.

Sync mit OS X und mehreren Geräten

Mit iCloud hat Apple bereits eine Technologie, die, theoretisch, Dateien magisch zwischen mehreren Geräten synchronisieren kann. Genutzt wird diese Technik bereits vom Finder unter OS X, der ausgewählte Dateien in ein schwarzes Loch schickt, da sie nur auf anderen Macs im Finder auftauchen, ein Sync mit iOS-Geräten jedoch unmöglich ist. Genau hier greift die „Hub“-Idee. Der OS X Finder synct ab iOS 7 und OS X 10.9 direkt mit dem iOS „Hub“. Meine Markdown-Datei landet dann nicht nur auf meinem iPad und kann dort von mehreren Apps bearbeitet werden, sie kann auch auf dem Mac und dem iPhone angezeigt und bearbeitet werden. Trotzdem liegt sie immer nur in einer Version vor, die auf allen Plattformen mit allen Apps gleich ist und immer synchronisiert wird. Ein Traum für alle Blogger und Personen, die auf mehreren Geräten eine Datei benötigen, Dropbox hätte für mich in den meisten Fällen ausgedient.

Braucht iOS dazu einen Finder in App-Form?

Ein klares Jain. Einerseits funktionieren sämtliche API-Zugriff natürlich unter der Haube und, im Idealfall, so, dass der Nutzer nichts davon mitbekommt. Trotzdem ist die Frage, welche Rechte man einer App gibt, wenn man ihr den File-Zugriff erteilt. Darf die App auch Dateien löschen? Wahrscheinlich schon, aber damit wäre die Datei dann ja wirklich weg und nicht in einer älteren Version in einer anderen App gesichert, es gibt ja nur noch eine Version. Eine App zur Verwaltung der Dateien im „Hub“ wäre also nicht schlecht, dadurch könnten auch Ordner erstellt und Dateien besser organisiert werden. Eine App und damit die Einführung von Dateiverwaltung, die iOS seit Start gekonnt umgeht, birgt jedoch auch Risiken. Dateisysteme am Computer sind kompliziert und bringen Nutzer zum verzweifeln, ähnliches würde unter iOS wohl auch passieren. Hier müsste Apple also abwägen. Will man dem Nutzer möglichst große Kontrolle und damit verbunden das Organisieren und Verschieben von Dateien ermöglichen, oder will man iOS weiterhin einfach halten und die Dateien damit ohne Nutzeroberfläche und separate App und damit alle auf einer Ebene im „Hub“ organisieren? Lange würde es nicht dauern, bis ein findiger Entwickler eine App baut, die alle Dateien anzeigen und löschen kann und damit diese „Pro-User“-Funktionalität nachrüstet, dem normalen Nutzer aber das Kämpfen mit Dateien erspart.

Instashare für iOS

Passed wäre eine Lösung in Art des Finders auch für AirDrop, das von 9to5mac in Spiel gebracht wird. In diesem Fall sehe ich dafür zwei Möglichkeiten, je nach dem, wie Apple die Umsetzung vorsieht. Entweder tritt AirDrop im iOS-Finder anstelle von iCloud und stellt damit den einzigen Weg Dateien zwischen Mac und iOS-Geräten zu teilen oder AirDrop ist der bevorzugte Weg Dateien mit Freunden zu teilen, eigene Dateien sollen jedoch über iCloud synchronisiert werden. Das einzige Problem mit AirDrop wäre jedoch, dass dann auf unterschiedlichen Geräten unterschiedliche Versionen einer Datei existieren würden, ein Problem, das ich versucht habe zu lösen. Eine Hybrid-Lösung aus iCloud für kleine, eigene Dateien, die synchroniert werden sollen und AirDrop für große Dateien, auch von anderen Personen, die nur selten in unterschiedlichen Versionen vorliegen.

So viel zu meinen Ideen und Wünschen für bessere Dateiverwaltung unter iOS. Für konstruktive Kritik und andere Meinungen bin ich immer offen, am besten nutzt ihr dazu die Kommentare oder meldet euch bei Twitter oder Tent bei mir, dann können wir gerne darüber diskutieren.

Kostenlose Test-Versionen braucht der App Store

App Store Trials

Apples App Store verzichtet aktuell auf zwei Sachen: Kostenlose Testversionen und bezahlte Upgrades. Das Problem bezahlter Upgrades umgehen Entwickler aktuell mit dem Einstellen komplett neuer Apps und dem Support-Ende für die ältere Version, die Problematik fehlender Test-Versionen umgehen sie mit „Lite„-Versionen, die entweder in ihrer Funktion beschränkt sind oder den Nutzer mit Werbebannern bombardieren. Die Lösungen sind alle nicht ideal, dessen dürfte Apple sich hoffentlich bewusst sein. Spätestens mit dem nächsten großen Update von iLife und iWork (beides dürfte im Sommer anstehen) steht Apple selber vor dem Problem.

Developers can choose whether to allow a trial of 1, 7 or 30 days, or to disallow trials all together, on a per-app basis. For those apps that allow trials, the App Store would show a “Try for 7 days” button alongside “Buy app”.

Die mögliche Lösung der britischen App-Entwicklerin Amy Worrall klingt durchaus interessant und dürfte nicht besonders praxisfremd sein. Vor allem die Platzierung eines Balkens, der auf die Test-Version hinweist, dürfte für Entwickler wichtig sein und gibt dem Nutzer einen dezenten Hinweis darauf, wie lange er noch Zeit hat, bis er sich für oder gegen den Kauf entscheiden muss.

Wichtig dürfte für Entwickler vor allem werden, den Zeitraum der Testphase festzulegen. Eine Twitter-App muss ich deutlich kürzer ausprobieren, um über Gefallen/ Missfallen entscheiden zu können (vielleicht 1 bis 7 Tage) als eine Aufgabenverwaltungsapp, bei der ich erst schauen muss, ob sie in meinem Workflow und meinen Alltag passt, bevor ich sie endgültig kaufen würde (30 Tage).

Once a trial is used up, you can’t get a trial of that app again on the same Apple ID. When the trial is used up, the app icon still remains on your device, but the flag says “Expired” and tapping on it takes you to the App Store rather than opening the app.

Auch wichtig: Der Nutzer könnte Test-Versionen nicht erneut aus dem Store laden und sich dadurch nach Ablauf der Testphase aus der (Entscheidungs-) Pflicht ziehen.

Wenn Sie Ihre Bestellung innerhalb von 15 Minuten stornieren, wird keine Abbuchung von Ihrer Kredit- bzw. Debitkarte vorgenommen.

Eine erste, aber eher weniger praktikable Lösung bietet aktuell bereits der Google Play Store an. Dort können Applikationen innerhalb der ersten 15 Minuten nach dem Kauf im Store zurückgegeben werden. Diese 15 Minuten reichen vielleicht um den gröbsten Fehlkauf auszubügeln und falsch-beworbene Apps „umzutauschen“, für einen ausführlichen und praxisorientierten Test reichen sie jedoch keinesfalls.

Sowohl iOS 7 als auch OS X 10.9 stehen bevor, ich von gespannt, ob bereits die ersten Beta-Versionen der beiden Systeme Entwicklern die Möglichkeit geben, Testversionen zu veröffentlichen oder die Funktion zumindest vorzeitig ankündigen, damit die Mac- und iOS-Entwickler genug Zeit haben, über einen passenden Testzeitraum zu entscheiden. Voraussetzung für ein solches Test-System wäre natürlich, dass die Testsoftware aus dem App Stores komplett ohne Limitierung in den Funktionen oder störende Werbebanner ausgeliefert wird, damit der Nutzer sich einen richtigen Eindruck der App verschaffen kann und nicht durch Demo-Limits geblendet wird und sich letztendlich deswegen gegen den Kauf entscheidet.

via Amy Worrall

Der ARD Apple-Check im Check

ARD Apple Check

Vorgestern Abend zur Primetime zeigte das erste deutsche Fernsehen „den Apple-Check“. Mit dem Ziel, den kalifornischen Konzern genauer unter die Lupe zu nehmen machten sich mutige Reporter des WDR (denn aus diesem Lokalsender stammte der Filmbeitrag ursprünglich) auf den Weg in Fußgängerzonen um Passanten nach Preisen für das iPhone-Innenleben zu fragen und in vor chinesische Werkstüren, um Arbeiter nach ihrem Befinden und den Arbeitsbedingungen zu interviewen. Der Beitrag ist in der Mediathek verfügbar und kann von dort , auch mit iPhone und iPad, angesehen werden, einen Download gibt es trotz neuer Rundfunkgebühren natürlich nicht, eine ARD-App scheint jedoch im März veröffentlicht zu werden und die Mediathek endlich mobil verfügbar zu machen. Im Folgenden werde ich ein paar meiner Gedanken zu dem Beitrag äußern.

Weiterlesen