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Eine produktive Kombination: Working Copy und Textastic

iOS 8 hat mit Extensions und der Storage Provider-API die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit von Apps extrem erweitert, zunutze machen sich diese neue Möglichkeiten unter anderem Working Copy und Textastic, die erstmals eine sinnvolle Kombination aus Git-Client und Code-Editor auf iPhones und iPads bringen. Working Copy integriert dabei sämtliche Git-Funktionalität, die für einen geregelten Ablauf und eine sinnvolle Nutzung wichtig ist, Textastic stellt das Syntax-Highlighting und die erweiterte Tastatur für schnellere Bearbeitung.

Eine produktive Kombination - Textastic und Working Copy

In anderen Worten: Nachdem man in Working Copy entweder eine bestehende Git-Repo von GitHub, BitBucket oder einem eigenen Server geklont oder eine neue Repo erstellt und eingerichtet hat, kann Working Copy in Textastic als Dateilieferant gewählt werden. Im folgenden Fenster kann man sich durch die eingerichteten Repos und deren Ordner klicken und eine der Dateien in Textastic öffnen. Nach der Bearbeitung wechselt man zurück zu Working Copy, wirft einen letzten Blick auf die Änderungen, tippt die Commit-Nachricht ein und pusht den Commit – bei externen Repos – an den Server.

Working Copy funktioniert nicht nur mit Textastic, alle anderen Apps, die die iOS 8 Storage-API unterstützen, können auf Dateien aus Repos zugreifen, diese bearbeiten und in die Working Copy-Repo zurückführen. Unter anderem trifft das auf Microsoft Word zu, damit können Word-Dateien in Repos direkt unter iOS bearbeitet werden.

Dennoch bleibt die Arbeit unter iOS beschränkt, Code kann in Working Copy meist nur ohne Test bearbeitet und committet werden, für solch blinde Änderungen muss man sich seines Wirkens schon sehr bewusst sein. Außerdem beschränkt die iOS-Sandbox die Zugriffsmöglichkeiten auf andere Dateien aus dem Repository, die zum Beispiel in HTML-Dokumenten in Form von CSS- oder Javascript-Dateien eingebunden sind, weshalb man Änderungen an einer Webseite immer nur am aktuellen Dokument, nicht jedoch im Zusammenspiel aller Dateien und Skripte sehen kann.

Textastic ist als separate App für iPhone und iPad verfügbar, Working Copy ist universell, die Push-Funktionalität zu externen Repos lässt sich für 9,99€ per In-App-Kauf dauerhaft freischalten, eine Enterprise-Version mit allen Funktionen gibt es für 14,99€.

Tower 2 bringt Git-Flow in die grafische Oberfläche

Tower 2 - Conflict Wizard.png

Im Januar habe ich mich länger über Tower, einen Git-Client für den Mac, geäußert, im vergangenen Monat ist dann Version 2 der App erschienen. Das kostenpflichtige Update kümmert sich um viele kleine und mittelgroße Aspekte und erlaubt so zum Beispiel mehrere Fenster mit verschiedenen (oder gleichen) Repos, Änderungen an der Repo werden automatisch im Hintergrund vom Server geladen und einen visuellen Konflikt-Manager erlaubt eine bessere Übersicht bei Merge-Problemen, Version 2 bringt aber vor allem ein großes Feature mit: Git-Flow.

Tower 2 - Git Flow

Git-Flow bezeichnet das Konzept, dass die Entwicklung in verschiedenen Branches stattfindet und erst nach getaner Arbeit das Ergebnis in die master-Branch fließt. Tower integriert dieses Modell als hübsches Interface, was die Nutzung verglichen mit der Kommandozeile deutlich erleichtert. Zum Start müssen einmalig die Namen der verschiedenen Branches festgelegt werden, danach erstellt Tower über einen Klick neue Feature-, Release- oder Hotfix-Branches und führt diese ebenso schnell wieder dem master zu, wenn die Arbeit daran abgeschlossen ist.

Tower 2 ist ein bezahltes Upgrade, allein für Git-Flow lohnt sich die Investition aber bereits, weil die Arbeit an Git damit einfacher und produktiver wird. Wie auch für Version 1 gibt es online eine Testversion, mit der sich Tower 2 30 Tage lang im vollen Umfang testen lässt.

Tower – Die Git-UI für den Mac

Tower

Git ist eine tolle Möglichkeit, um mit verschiedenen Personen an einem Code-Projekt zu arbeiten. Die Arbeit mit Kommandos im Terminal ist bei einfachen Aufgaben wie neuen Commits oder dem Branchen eines Repos noch gut möglich, sobald man jedoch kompliziertere Aufgaben erfüllen möchte, ohne sich vorher stundenlang in Kommandos einzuarbeiten, muss man auf eine App mit grafischer Oberfläche setzen, die diese Aufgaben erledigt und die Kommandos unter der Haube zwar noch ausführt, für den Nutzer aber nur als Buttons und Menüs darstellt, und genau das macht Tower, eine Git-UI für den Mac, entwickelt von dem deutschen Entwickler-Studio fournova.

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