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Swift 1.2 und die Xcode 6.3 Beta

Swift 1.2

Zusammen mit der ersten iOS 8.3-Beta hat Apple gestern Abend Xcode 6.3 veröffentlicht, mit dabei war auch ein großes Update für Swift.

Swift, true to its name, is moving fast. This week marks the beta release of Swift 1.2, a major update to the language. The Swift team has responded to so many of the community’s requests in one fell swoop, we’re overflowing with new and exciting features.

via NSHipster

Nate Cook sammelt die großen syntaktischen Neuerungen mit gewohnt guten Beispielen, auch Apples Swift Blog bietet eine gute Übersicht über die Änderungen. Beeindruckend an der Vorab-Veröffentlichung ist auch, dass Apple über 80% der auf GitHub gesammelten Compiler-Crashes beheben konnte.

Wann startet HomeKit?

HomeKit-Features.png

One of the things I was most interested in for CES 2015 was seeing how far home automation vendors had come in integrating Apple’s HomeKit frameworks. […] For all the announcements, however, there were no shipping products. So, what’s taking so long?

via iMore.com

Über HomeKit hatte ich bereits vor dem Start von iOS 8 geschrieben; ein Produkt, das Apples Protokoll implementiert und jetzt in den Läden steht, konnte ich bisher nicht finden. Vor einigen Wochen habe ich mich über Apples Qualitätsproblem geäußert, die Verzögerung von HomeKit-Zubehör überrascht mich genau deswegen. Einerseits musste HomeKit in iOS 8.0 implementiert sein, andererseits gibt es bis heute kein Zubehör, das diese Technologie nutzt. Warum konnte HomeKit dann nicht auf der WWDC angekündigt, letztendlich aber erst mit einem zukünftigen Update ausgerollt werden?

What if there is going to be an event? […] And what if that launch includes a new Apple TV that has „hub“ functionality? A launch event would be a great way to re-introduce Apple TV, especially since we’re coming up on three years since the last update. Not only would this event draw attention back to the Apple TV, but it would also plant Apple’s flag pretty firmly in the home automation market.

via The Mac Observer

Kelly Guimont kommentiert ein Presse-Statement von Philips bezüglich der HomeKit-Integration in die Hue-Glühbirnen und liest aus der Antwort, dass Apple einen Launch vorbereitet, der aus mehr als einem Knopfdruck besteht und eventuell sogar Hardware seitens Apple beinhaltet, Gründe für einen HomeKit-Apple TV nennt sie hier.

Bereits 2012 lud Apple im Januar zu einem Event mit lediglich einem Thema ein: Bildung. In diesem Jahr könnte das Frühjahr-Event jedoch noch deutlich mehr abdecken: Für Early 2015 steht die Apple Watch an, eine Verbindung von HomeKit und Watch auf einem Event im Februar oder März erscheint also möglich und sinnvoll.

Dünnere iPhones durch konstante Akkulaufzeit

Battery Life

Over the years I’ve said numerous times that when it comes to battery life on iOS devices, Apple appears to have a target battery life in mind and builds its hardware—a balance of power-saving software, hardware efficiency, and battery capacity—to hit that number.

via Jason Snell

Apples Geräte gehen in ihrem Design immer an ein Limit, reduziertes Gewicht und dünnere Geräte können nur auf Kosten von Akkulaufzeit hergestellt werden. Trotzdem versucht Apple mit jedem Gerät, ein bestimmtes Niveau an Laufzeit zu erreichen, kein Gerät ist dünner als x Stunden Akkulaufzeit, Jason Snell belegt diese These mit Zahlen. Deutlich wird dadurch auch, dass die iPhones der nächsten Jahre kaum mehr Akkulaufzeit haben werden, Apple ist mit dem erreichten Niveau – das seit der ersten iPhone-Generation nahezu stabil ist – zufrieden und ändert anstelle der Laufzeit eher das Design der Geräte.

The one outlier to this model is the iPhone 6 Plus. Why? Because they weren’t driven by the need to make the phone as small as humanly possible. They had the luxury of design space, of battery headroom.

via Dave Mark

Auch der Punkt von Dave Mark ist gut; das iPhone 6 Plus ist zwar eine Weiterentwicklung der iPhone-Reihe, die Ansprüche der Ingenieure waren jedoch zweifellos andere. Das iPhone 6 Plus musste nicht klein werden, die Größe des Displays war gegeben1, darauf konnte die restliche Arbeit aufbauen. Das größere Display gab der Hardware neue Freiheiten: Man hatte Platz für einen größeren Akku.


  1. Ziemlich sicher hat Apple bereits an einem frühen Punkt in der Arbeit an den beiden Geräten die Größe des Displays festgelegt, basierend darauf fand der restliche Prozess in der Hardware-Entwicklung statt. 

Erste Renderings eines 12″ Retina MacBook Air

12 Retina Air

9to5mac veröffentlicht erste Renderings und vor allem einen Menge Details zu einem möglichen 12″ MacBook Air mit Retina-Display. Die Renderings zeigen ein Gerät, das fast nur noch aus Tastatur, Trackpad und Display besteht und damit, trotz größerem Display, nahezu die Größe des aktuellen 11″-Modells erreicht. Mark Gurmans Quellen sprechen von nur einem USB-Port vom Typ C, keinem MagSafe-Anschluss und keinem SD-Slot. Änderungen halte ich vor allem an dieser Stelle noch für möglich, Thunderbolt scheint Apple über die letzten Jahre sehr wichtig geworden zu sein, außerdem ist MagSafe 2 erst 2 Jahre alt. Als Markstart werfen die Quellen Mitte 2015 in den Ring, die WWDC erscheint als Datum wahrscheinlich.

Ein Air mit diesem Design (und möglicherweise derart reduzierten Anschlüssen) wäre ein Spagat zwischen Mobilität und Power. Gurman sagt, dass das neue Gerät deutlich dünner als das aktuelle 11″ Air sei, ein viel portableren Computer könnte man dann nicht bekommen. Genau dieses MacBook hätte ich im vergangenen Herbst kaufen wollen. 1

via 9to5mac


  1. Inzwischen bin ich jedoch mit meinem MacBook Pro mit Retina-Display sehr glücklich 

Apple hat ein Qualitätsproblem

Marco Arment

“It just works” was never completely true, but I don’t think the list of qualifiers and asterisks has ever been longer. We now need to treat Apple’s OS and application releases with the same extreme skepticism and trepidation that conservative Windows IT departments employ.

via Marco Arment

Die Kritik, die Entwickler Marco Arment (zuletzt bekannt durch Overcast) in der vergangenen Nacht ausgesprochen hat, ist notwendig, Gründe dafür sammelt – gewohnt zielsicher – Kollege Olma. Arment kritisiert keine einzelne Entscheidung der letzten Wochen oder Monate, er kritisiert den Zustand.

We don’t need major OS releases every year. We don’t need each OS release to have a huge list of new features.

Die Schuldfrage ist an dieser Stelle nicht angebracht, weil sie schlichtweg nicht zielführend ist. Trotzdem hat Marco recht: Nicht jede neue iOS-Version muss 100 neue Features haben, viel sinnvoller erscheint eine Aufteilung wie zu Zeiten von iOS 4: Die ganz großen Dinge in Version 4.0 und dann, gestaffelt über ein Jahr, weitere 4.1, 4.2, 4.3-Releases, die weitere Funktionen mitbringen. Diesen Weg geht Apple aktuell nur sehr eingeschränkt: iOS 7 war riesig, die folgenden 7.x-Veröffentlichungen änderten jedoch nur noch Kleinigkeiten. iOS 8 ist definitiv nicht fehlerlos, versucht jedoch ein wenig, den Trend zurückzudrehen – mit iOS 8.1 kam unter anderem Apple Pay, iOS 8.2 bringt Unterstützung für die Apple Watch mit. Dennoch war auch iOS 8.0 mit Funktionen vollgepackt, die bereits einzeln sehr umfangreich sind, zusammen jedoch einen wahnsinnigen Haufen an Funktionen bilden, der verteilt über mehrere Monate und Veröffentlichungen eventuell deutlich weniger fehlerbehaftet gewesen wäre.

Trotzdem muss Apple sich in der Zukunft um Fehler kümmern, die zweifelsohne vorhanden sind. Aktuell fühlt die Politik der Updates sich eher nach Quantität an, was nicht toll funktioniert – iOS 8.0.1 ist nur eins der Beispiele.

(Nicht nur) ich sehe in dem Zustand, den Marco anprangert, ein sehr großes Problem für die Entwicklung von Apple. Kritik aus den eigenen Reihen kann sehr wertvoll sein, wenn sie sinnvoll für Verbesserungen verwendet wird – die richtigen Schlüsse aus der Kritik und den Problemen muss nun Apple ziehen. In der Vergangenheit ist das bereits gelungen, ich bin optimistisch, dass Apple auch in diesem Fall die Lösungen findet, die nötig ist, um die Krise zu bewältigen.