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Drei Ansichten für WatchKit-Apps

Nachdem das zweite Apple Watch-Event beendet und die erste Welle der Begeisterung gewichen ist – Daten und Preise haben wir genug besprochen – schauen wir uns heute mal Software an. Genauer: Die verschiedenen Arten von Darstellungen, die eine App auf der Apple Watch haben kann.

Um die folgenden Erläuterungen nachvollziehbarer zu gestalten und den einzelnen Ansichten einen Praxisbezug zu geben, stellen wir uns eine To Do-Applikation für iOS vor, für die wir eine Watch-App bauen wollen. Unsere App unterstützt für Aufgaben Fälligkeitstag und -zeit und kann Aufgaben in verschiedenen Projekten organisieren.

Die drei Ansichten für WatchKit-Apps

Eigene App

Dieser Typ ist zwangsläufig vorhanden, sobald Entwickler ihre App für die Apple Watch optimieren. Ausgewählt wird die entsprechende App über den Homescreen der Apple Watch, dort zeigt sie ein rundes Icon an, das zum Start der App angetippt wird. Die App kann verschiedene Ansichten haben, die zwar auf der Watch dargestellt werden, die eigentliche Berechnung hinter der Darstellung erfolgt jedoch auf dem iPhone, das zwangsläufig für die Nutzung eines Großteils der Watch-Funktionen benötigt wird.

Das Interface kann in Xcode aus verschiedenen Elementen zusammengestellt werden, es muss jedoch bereits in Xcode vollständig definiert sein, aktuell ist es nicht möglich – im Gegensatz zu iOS und OS X – einzelne Interface-Elemente oder gar die gesamte UI programmatisch zu erzeugen.

Eine richtige App ist für eine Präsentation der eigenen Anwendung auf Apples Uhr zwar zwangsläufig erforderlich, dennoch stellt sie nich unbedingt den Mittelpunkt der Interaktion von Nutzer und App dar. Immerhin erfordert der Start und damit das Anzeigen der App aktive Aktion des Nutzers, der den Homescreen öffnen und die App auswählen muss. Die beiden anderen Arten zur Präsentation des Interfaces dürften für schnelle Interaktion und den Alltagseinsatz der Watch deutlich eher im Mittelpunkt stehen.

Auch unsere fiktionale To Do-App müsste selbstverständlich eine richtige Watch-App haben, diese würde in einer etwas abgespeckten Version die verschiedenen Projekte und deren Aufgaben anzeigen. Außerdem wäre es möglich, Aufgaben auszuwählen und diese als erledigt zu markieren oder zu löschen. Eventuell könnte man noch Siri zur Eingabe eines neuen oder geänderten Fälligkeitsdatum nutzen. Tastaturen sind auf der Uhr überhaupt nicht vorhanden, sämtliche Eingaben erfolgen über Siri oder über vordefinierte Buttons. Alle anderen Funktionen hätten auf der Watch, wo es um schnelle Einsatzfähigkeit und einen schnellen Überblick geht, nichts verloren und würden den Rahmen der gewünschten Interaktion am Handgelenk sprengen.

Die drei Ansichten für WatchKit-Apps

Glance

Der zweite Typ von Ansicht zielt deutlich mehr auf den schnellen Überblick über relevante Informationen und nennt sich Glance 1 – Apples offizielle deutsche Bezeichnung lautet Kurzinfo. Glances lassen sich mit einem Wisch nach oben auf dem Zifferblatt einblenden und sollen auf einen Blick alle aktuell für den Nutzer relevanten Informationen darstellen. Die Kurzinfos von Drittanbieterapps dürfen keine Buttons oder andere interaktive Elemente enthalten, sie dienen lediglich zur Anzeige von Informationen. Durch Antippen kann jedoch die zugehörige App geöffnet werden, die dann weitere Informationen bereithält. Entwickler können beim Start der eigenen App über den Glance auch weitere Informationen über den angezeigten Kontext erhalten und diese dann direkt in der App verwenden, um eine spezielle Ansicht zu präsentieren.

Die gedachte Aufgabe von Glances wird deutlicher, wenn man einen Blick auf die Ansichten wirft, die Apple von Haus aus mit der Watch mitliefert. Dazu gehören Wetter, Aktien, Akku, Fitness und Herzschlag. Eine Ausnahme zu dem oben Gesagten bildet die Akku-Glance, die einen Button zum Aktivieren des Akkuspar-Modus bietet. Alle anderen Glances erfüllen genau einen Zweck: Sie geben dem Nutzer einen Blick auf das, was für ihn in diesem Moment wichtig sein kann. Egal ob es sich dabei um das Wetter am aktuellen Standort, den Fitness-Fortschritt des aktuellen Tages oder den Stand der Aktien handelt, mit nur einer Wischgeste sind diese Informationen direkt von der Uhr aus sichtbar. Die angezeigten Glances können vom Nutzer ausgewählt und nach eigenem Wunsch angeordnet werden, dadurch kann man die angezeigten Informationen noch besser dem eigenen Bedarf anpassen. Verwaltet werden die Kurzinfos über die Apple Watch-App unter iOS, die ab iOS 8.2 mitgeliefert wird.

Unsere To Do-App könnte einen Glance zum Beispiel verwenden, um alle heute fälligen und überfälligen Aufgaben oder die Aufgaben eines gewählten Projekts anzuzeigen und durch Antippen die App oder sogar die entsprechende Aufgabe anzeigen.

Die drei Ansichten für WatchKit-Apps

Benachrichtigung

Die dritte Möglichkeit der Darstellung von Informationen auf der Watch ist die Benachrichtigung. Das Prinzip eines solchen Hinweises dürfte allen iPhone- und iPad-Nutzern bekannt sein, von zu vielen Details sehe ich hier deshalb ab. Spannend bei der Watch ist vor allem, wie Benachrichtigungen präsentiert werden. Prinzipiell werden alle Notifications des iPhones auch auf der Watch angezeigt, Entwickler haben jedoch die Möglichkeit, diese über ein zusätzliches Interface an die Bedürfnisse der App anzupassen. Außerdem können alle Benachrichtigungen, unabhängig von den Einstellungen des iPhones, für jede App einzeln aktiviert und deaktiviert werden, auch hier werden die Einstellung über die entsprechende App auf der Apple Watch vorgenommen. Erhält der Nutzer eine Nachricht, tippt seine Uhr ihn auf dem Handgelenk an, um ihn darauf hinzuweisen. Hebt er daraufhin die Uhr hoch, zeigt diese auf dem Display einen Titel für die Nachricht und die entsprechende App an. Senkt der Nutzer den Arm daraufhin wieder, schaltet die Uhr das Display wieder aus und die eigentliche Nachricht bleibt für Außenstehende unsichtbar. Behält der Nutzer seinen Arm allerdings angehoben, zeigt die App nach wenigen Sekunden den Inhalt der Nachricht an und erlaubt es, über Buttons wie aus iOS 8 bekannt, auf die Nachricht zu reagieren.

Dieser Ansatz der privaten Benachrichtigung ist neu, Benachrichtigungen sind nur für den Träger der Uhr selber sichtbar und vor allem wahrnehmbar. Selbst wenn man sein iPhone lautlos in der Hosentasche hat, erzeugen die Vibrationen immer noch so viel Lärm, dass alle Personen in direkter Nähe darauf aufmerksam werden. Diese Taptic Engine der Watch funktioniert anders und absolut lautlos, wodurch der Träger einer Uhr ohne jegliche Aufmerksamkeit von anderen Personen im Raum zu bekommen, entscheiden kann, ob er die Nachricht überhaupt sehen will oder er sie einfach ignoriert.

Werfen wir nochmal einen Blick auf unsere Beispiel-App: Wir erhalten auf unserer Watch Benachrichtigungen dazu, wenn Aufgaben an einem bestimmten Tag oder an einer bestimmten Uhrzeit fällig sind. Diese Nachrichten können dann auf den ersten Blick nur den Titel der fälligen Aufgabe anzeigen und auf den zweiten Blick noch weitere Informationen wie das zugehörige Projekt oder zusätzliche Notizen anzeigen. Über die Buttons zu unserer Nachricht könnte diese direkt als erledigt markiert oder auf morgen verschoben werden.

Schlusswort

Dieser Artikel sollte einen theoretischen Überblick geben, die Anwendung in der Praxis ist aktuell, für mich, noch nicht absehbar. Das heißt nicht, dass ich nicht gespannt bin und mich die Uhr deswegen nicht interessieren würde, das Gegenteil ist der Fall. Die Uhr finde ich unglaublich spannend und in letzter Zeit komme ich immer wieder an Situationen, in denen ich mir eine Anwendung vorstellen könnte. Dennoch bleiben bis zu den ersten Tests und vor allem einer längeren Testperiode selbstverständlich viele Unbekannte. Ich wollte mit diesem Artikel lediglich einen Ausblick auf die App-Landschaft der Watch geben.

Zu Bedenken bleibt aktuell immer, dass die Uhr ohne iPhone in ihren Funktionen sehr eingeschränkt bleibt. Sämtliche Rechenarbeit findet auf dem Handy statt, im Prinzip sendet dieses nur ein berechnetes Bild oder für Animationen eine berechnete Bildfolge an die Uhr. Zu Bedenken ist jedoch auch, dass WatchKit sich heute in Version 1.0 befindet und wir möglicherweise bereits auf der WWDC im Sommer eine zweite Version mit mehr Funktionen und vielleicht sogar nativen Apps sehen werden. Die Watch ist für mich aktuell dennoch extrem spannend, der Zukunft der Uhr sehe ich jedoch fast noch mit mehr Spannung entgegen als der ersten Version, über die bereits viele Informationen bekannt sind.


  1. Ich bin mir zugegeben unsicher über den Artikel, den das englische Wort “Glance” im Deutschen bekommen sollte. In diesem Artikel verwende ich deshalb der, begründete Hinweise auf andere Schreibweisen nehme ich aber gerne an. 

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Gegen langweilige App-Screenshots

Lifestyle photography in app marketing is often overlooked and that's a real shame. Using great photography can help give a lot of context on how and where an app is supposed to be used, not to mention the aspirational aspect to it all. For example, a running app would be much more inspiring if it were seen in a joggers hand as opposed to a screenshot on a white background.

via Dan Counsell

Dan Counsell spricht einen wunden Punkt an: Vernünftige Marketing- und App Store-Screenshots, die nicht nur ein Bild auf weißem Hintergrund sind, sondern die App in Aktion zeigen. Mit seinem Plädoyer für buntere Screenshots veröffentlicht er auch einen Screencast, der die Entstehung eines solchen Fotos erklärt. Ich versuche nicht selten, diese Technik – oder zumindest Fotos des iPhones, die kein Screenshot sind und damit einen lebhafteren Eindruck vermitteln – hier im Blog zu verwenden, würde mir jedoch auch mehr Marketing-Bilder dieser Art wünschen.

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Dropbox 3.7 mit iOS 8-Extension für den schnellen Upload

Dropbox-Extension

Dropbox 3.7 bringt genau eine Neuerung mit: Eine iOS 8-Extension, mit der Dateien jeden Typs direkt über ein Share-Sheet in die eigene Wolke gesichert werden können. In der Extension kann dann noch der Speicherort gewählt werden, das Fenster wird danach bis zum Abschluss des Uploads von einem Fortschrittsbalken überdeckt. Die Erweiterung funktionierte in meinen Tests problemlos, einziger Minuspunkt ist die fehlende Touch ID-Integration, bei jedem Upload muss im Moment – falls aktiviert – der Dropbox-Code eingetippt werden, die Dropbox-App hingegen nimmt auch den Fingerabdruck.

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Reduziert im App Store: Produktivitätsapps

ProduktivitätAktuell reduziert Apple als App Store-Aktion – sowohl auf iOS als auch auf OS X – Produktivitätsapps, die beiden Listen sind durchweg sehenswert, die Auswahl wie gewohnt exzellent. Einige (meiner) Highlights:

iOS:

OS X:

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“The World of Indie App Developers”

The World of Indie App Developers

Here at MacStories we write about apps. A lot. Many of those we write about, perhaps even most, are created by individuals and small teams. And typically, those hard-working individuals remain unknown to the public who just know an app as something they use. Today we want to bring a bunch those indie developers to the forefront.

via Macstories.net

Graham Spencer veröffentlicht eine Liste einiger Indie-App-Developer, die Aufstellung finde ich sehr sehenswert. Seine Liste der mehr als 200 Entwickler, die sich auf seinen Aufruf gemeldet haben, ist beachtenswert, vor allem die Twitter-Liste und die Liste der ausgewählten Entwickler, deren Apps er und das Macstories-Team kennen und wertschätzen finde ich sogar noch informativer. Aufstellungen dieser Art sind meiner Meinung nach deutlich mehr wert als App Store-Charts oder die kaputte Store-Suche.

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Mein iPhone-Homescreen – 2014

iPhone-Homescreen 2014Den zweiten Teil des App-Rückblicks auf 2014 bestreitet in diesem Jahr mein iPhone, im Gegensatz zum Mac habe ich mobil meine App-Taktik nicht geändert, die alte Ordnung hat sich im letzten Jahr bewährt, die zwei zusätzlichen Reihen auf dem iPhone 6 haben mir bei der Gestaltung geholfen. Ich habe auf meiner ersten Homescreen-Seite weiterhin nur Icons. Alle Apps, die es nicht unter die wichtigsten 28 geschafft haben, finden sich auf der zweiten Seite in Ordnern und bleiben an dieser Stelle unerwähnt. Auf die wichtigsten Extensions, sowohl im Notification Center als auch im Action Sheet, gehe ich in einem separaten Artikel ein, dieser befasst sich dann sowohl mit dem iPhone als auch mit dem iPad.

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Mein OS X-Dock – 2014

OS X Dock 2014

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu, zum zweiten Mal schreibe ich über die wichtigen Apps auf meinem iPhone, iPad und Mac, in diesem Jahr beginne ich die Reihe mit dem Mac. Verglichen mit dem letzten Jahr habe ich meine Dock-Taktik etwas verändert: Während ich im letzten Jahr noch versucht habe, nur die wichtigsten Apps im Dock zu behalten, liegen mittlerweile 22 Icons in meiner Schnellstartleiste (2013: 16 Icons), die alle relativ häufig verwendet werden. Ich rede mir ein, mit dieser neuen Taktik im Alltag einige Sekunden zu sparen, weil ich die wichtigen Apps etwas schneller ohne den Umweg über Spotlight starten kann. Zu Apples Apps, die ich nicht aus dem Store geladen habe, verliere ich wie gewohnt nicht immer ein paar Worte, viele der System-Apps erklären sich selbst.

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Typed – Der angenehme Markdown-Editor für den Mac

Typed Mac

Alle Artikel dieses Blogs entstehen im ersten Schritt als Markdown-Datei und werden dann – nach einem unterschiedlich ausgeprägten Prozess der Überarbeitung – dem Blog zugeführt. Aus diesem Grund war ich sehr erfreut, als die Jungs von Realmac Software mich vor einigen Wochen zum Beta-Test ihrer Mac-App Typed einluden. Seit gut vier Wochen laufen nun alle Artikel, die vom Mac auf den Blog wandern, durch Typed, insgesamt habe ich in dem Editor inzwischen bereits über 5000 Wörter getippt. Nicht zuletzt deswegen notiere ich heute, zum offiziellen Launch der App, einige Gedanken.

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Der Triggertrap-Dongle und die iOS-App in Version 3

Triggertrap V3

Bereits vor fast zwei Jahren habe ich über den Triggertrap und die dazugehörige iOS-App geschrieben, vor einigen Wochen erreichte mich per Post die dritte Version des Dongles, die zusammen mit Version 3.0 der App wieder eine Erwähnung an dieser Stelle wert ist.

Der Dongle in dritten Version

Das entsprechende Paket mit dem neuen Dongle lag zuerst einige Wochen verpackt im Regal, weil die entsprechende Zeit von neuen iPhones und iPads bestimmt war und eine Berichterstattung aus diesen Gründen verschoben wurde. Neben der neuen Verpackung, die ich in dieser Zeit ausführlich studiert habe, hat jedoch auch der Dongle selber eine neue, etwas kompaktere Form erhalten. Andere Änderungen ließen sich in meinen Tests nicht feststellen, möglicherweise löst die neue Version etwas schneller aus, vielleicht habe ich mich bei dieser Feststellung auch einfach von dem neu und toll-Gefühl täuschen lassen.

iOS-App 3.0

Die größeren Neuerungen finden sich in der Triggertrap-App für iOS. Die App ist für sämtliche Display-Größen angepasst und läuft seit dem letzten Update auch nativ auf dem iPad. Dort lässt sich über die linke Spalte der Auslöse-Modus auswählen, im großen rechten Fenster können dann nötige Einstellungen vorgenommen und die Aufnahme gestartet werden. Außerdem rotiert die App in der neuen Version auch mit, wenn man das iPhone kopfüber nutzt, was für manch abenteuerliche Befestigungen am Stativ hilfreich sein kann. Weitere Funktionen wie den Sonnenrechner und Wifi-Auslösung versprechen die Entwickler für zukünftige Versionen, weil man damit für den aktuellen Release nicht mehr rechtzeitig fertig geworden sei.

Triggertrap Vergleich

Auch Version 3 des Triggertraps ist für viele Situationen eine tolle Ergänzung zu der Kamera, die Verbindung zwischen Kamera und iPhone funktioniert zuverlässig und bietet zusätzliche Funktionen, die das ein oder andere besondere Foto ermöglichen. Die Anpassung für das iPad-Interface ist interessant, weil der größere Bildschirm deutlich mehr Möglichkeiten zur Einstellung bietet, weitere tolle Funktionen in der kostenlosen iOS-App folgen.

Der neue Dongle ist kompakter, bietet abgesehen davon aber kaum neue Funktionen, ist also kein Zwangsupdate, da die neue iOS-App auch mit dem alten Dongle kompatibel ist. Hat man noch keinen Triggertrap, sollte man zur neuen Version greifen, ohne Kamera-Kabel bietet Amazon diese für 26,99€ an, die Kabel-Versionen kosten rund 33€ und finden sich über entsprechenden Suchanfragen, hierbei muss jedoch auf den passenden Anschluss für die eigene Kamera geachtet werden.

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