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Das iPhone 6s

Langsam legt sich die Aufregung des gestrigen Abends und es wird Zeit, einen Blick auf die neuen Geräte zu werfen, die Apple der Menge gestern Abend in San Francisco präsentiert hat. Im Mittelpunkt standen drei große Produkte, wir beginnen mit dem iPhone 6s.

Während die „s“-Versionen des iPhones in der Vergangenheit eher kleinere Updates im gleichen Gehäuse waren, macht das iPhone 6s einen großen Sprung. Das Gehäuse bleibt nahezu identisch (etwas schwerer, etwas dicker), im Inneren und der Bedienung ändern sich jedoch große Teile. Das iPhone verwendet nun einen A9-Prozessor, der den Motion-Koprozessor M9 erstmals direkt in den Chip integriert und damit etwas Platz im Gehäuse spart. Die Kameras erhalten ein Update auf 12 Megapixel für die Rückseite und 5 Megapixel für die Frontkamera, die sogenannte iSight-Kamera auf der Rückseite nimmt Videos wie erwartet nun in 4k auf. Neben einem (Software-)Blitz für die Frontkamera bekommt das 6s zudem die sogenannten „Live Photo“-Funktion, die, wenn aktiv, neben dem eigentlichen Foto noch eine Sekunde davor und eine Sekunde nach der Aufnahme als bewegtes Bild speichert und damit nicht nur das eigentliche Foto, sondern auch die Szene und Atmosphäre besser einfängt.

3D Touch Quick Actions

Neu ist bei dem iPhone jedoch vor allem 3D Touch. 3D Touch ist Apples Bezeichnung für eine Force Touch-ähnliche Technik im iPhone, sprich eine Möglichkeit, den Druck des Fingers auf dem Display zuverlässig zu bestimmen und je nach Druck verschiedene Aktionen auszulösen. Die Technik arbeitet in zwei verschiedenen Versionen: Tippt man zum Beispiel fester auf einen Link in einer Mail oder eine Adresse in einer Nachricht, öffnet sich ein kleines Vorschau-Fenster, dass den entsprechenden Kartenausschnitt oder die passende Webseite bereits lädt. Entwickler können diese Technik in ihre App integrieren, ein Beispiel auf der Bühne war der schnelle Blick auf Profile in Instagram. Über eine Wischgeste können auf der sogenannten „Peek“-Ansicht verschiedene Aktionen ausgeführt werden, Links können dann zum Beispiel direkt zur Leseliste in Safari hinzugefügt werden, alles ohne die eigentliche Anwendung zu verlassen. Tippt man noch etwas fester „poppt“ iOS in die entsprechende App und öffnet zum Beispiel die ausgewählte Seite in Safari.

Die zweite Einsatzmöglichkeit sind sogenannte Quick Actions. Tippt man stark auf ein App-Icon auf dem Homescreen oder zum Beispiel einen Kontakt in der Telefon-App, zeigt dieses Verknüpfungen zu den wichtigsten Teilen einer App beziehungsweise direkt zu Anrufoptionen für diesen Kontakt an, die damit ohne Umweg über Navigationsmenüs und Tabs aufgerufen werden können. Unterstützt werden diese beiden Einsatzmöglichkeiten von 3D Touch durch die Taptic Engine, bekannt aus der Apple Watch, die dem Nutzer bei jedem Force-Tap eine Rückmeldung gibt und als Zusatz zum visuellen Feedback dient. (Eine weniger komplizierter Erklärung der 3D Touch-Funktionen bietet das oben eingebettete Video von Apple.)

Das iPhone 6s kommt zudem in vier Farben, neu in der Reihe ist Rosé Gold. Auch preislich gibt es eine Änderung, die neue Generation kommt weiterhin mit 16, 64 und 128GB, startet nun für das iPhone 6s jedoch bei 739€, das 6s Plus ist ab 849€ verfügbar, der Aufpreis für die anderen beiden Speichergrößen beträgt jeweils 110€. Vorbestellen kann man das iPhone 6s ab dem 12. September, ausgeliefert wird ab dem 25. September.

Kategorie: iOS