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Actions schiebt Mac-Aktionen auf das iPad

Actions

Regelmäßig sitze ich am Schreibtisch und arbeite mit meinem MacBook, mein iPad steht dabei dann häufig daneben und erfüllt keine wirklich sinnvolle Aufgabe. Um genau das zu Ändern und das iPad auch während der Arbeiten am Mac produktiv einsetzen zu können, bin ich nach einiger Recherche auf Actions gestoßen. Die iPad-App und der dazugehörige Mac-Client erweitert die Eingabemöglichkeiten auf dem Mac mit Buttons, die auf dem iPad angezeigt werden.

Für die Nutzung von Actions müssen iPad und Mac sich im selben Netzwerk befinden, auf dem iPad kann dann der gewünschte Mac – wenn dort der Server-Client installiert und gestartet ist – ausgewählt werden. Eine iPad-Instanz von Actions verbindet sich mit beliebig vielen Mac-Servern1 und baut eine entsprechende Verbindung direkt beim Start der App wieder auf, wenn ein bekannter Mac im selben Netz gefunden wird. Das genutzte Netzwerk muss nicht unbedingt mit dem Internet verbunden sein, unterwegs kann auch ein Personal Hotspot problemlos genutzt werden. Meine Tests mit verschiedenen Router-Kombinationen überstand die App ohne Zwischenfälle, eine Latenz zwischen Antippen eines Buttons am Mac und dem Ausführen der entsprechenden Aktion am Mac war nicht bemerkbar.

Auf dem iPad gliedern sich die Aktionen in Gruppen, die meist einer App zugeordnet sind. Bindet man eine Gruppe an eine App – die Auswahl erfolgt aus einer Liste der installierten Programme, die der Mac dem iPad mitteilt – wechselt der Mac bei der Auswahl der entsprechenden Gruppe auf dem iPad direkt in das zuständige Programm, andersrum öffnet sich auf dem iPad – falls vorhanden – direkt die entsprechende Gruppe, wenn man auf dem Mac zwischen Programmen hin- und herwechselt.

Actions

Die einzelnen Gruppen beinhalten immer eine Sammlung von Aktionen. Diese Aktionen sind Tastenkombinationen, die zur besseren Erkennung mit einem Namen, einer Farbe und einem Icon versehen werden können. Die Aktionen einer Gruppe können in einem Gitter angeordnet werden, wobei dieses Gitter jedoch keine freien Plätze beinhalten darf. Aktionen können deswegen immer nur in einem gewissen Rahmen platziert werden, obwohl es an der ein oder anderen Stelle durchaus Sinn ergeben würde, eine Aktion auch in einer leeren Gruppe zum Beispiel in der linken unteren Ecke platzieren zu können. Für das Gitter der Aktionen gibt es zwei Darstellungsmöglichkeiten, die entweder 15 oder 20 Aktionen fassen und diese entsprechend größer oder kleiner darstellen.

Hat man mehrere Aktionen, die unter eine Kategorie fallen, kann man diese, indem man sie aufeinander zieht, zu einem sogenannte Subset kombinieren und damit zusammenfassen, was vor allem dazu führt, dass mehr als 15 beziehungsweise 20 Aktionen in einer Gruppe gespeichert werden können, was die einzelnen Aktionen andererseits aber wieder schwerer und weniger schnell aufrufbar macht.

Actions

Seit einiger Zeit bietet Actions nun auch Flows an, hinter dem Begriff verstecken sich festgelegte Abfolgen von Tastenkombinationen, die das iPad mit einem Button anstoßen kann. Das Finanzierungsmodell hinter dieser Erweiterung wird mir persönlich nicht ganz klar, zusätzlich zum eigentlich Preis der App, 3,59€, verlangen die Entwickler für Flows zusätzliche 2,69€ per In-App-Kauf. Die Begründung dafür dürfte der fehlende Upgrade-Preis und die Kompensation der zusätzlichen Entwicklungsarbeit sind, ich persönlich habe diesen In-App-Kauf jedoch nicht getätigt und Flows deswegen nicht getestet.

Mir persönlich fehlt am iPad in Actions immer wieder die Möglichkeit, Text einzugeben und diesen an den Mac zu senden. Einige der Aktionen, die ich auf dem iPad nutze, öffnen ein neues Fenster mit einem oder mehreren Eingabefeldern, die ich gerne direkt am iPad ausfüllen würde, da sich das für einen schnellen Arbeitsablauf anbieten würde.

Fazit

Actions (3,59€; App Store) ist keinesfalls eine Möglichkeit, den Mac mit dem iPad komplett fernzusteuern, viel mehr ist die App eine gelungene Möglichkeit, einige Aktionen am Mac mit dem iPad auszuführen und die Möglichkeiten des iPads und des Macs zu erweitern. Die App funktioniert zuverlässig und problemlos, lediglich der zusätzliche In-App-Kauf für die Flows sowie die fehlende Möglichkeit, Text an den Mac zu senden, schmälern das Erlebnis die Möglichkeiten ein wenig, nichtsdestotrotz möchte ich die App in meinem Arbeitsablauf aber nicht mehr missen.


  1. Zur selben Zeit ist nur eine Verbindung möglich, pendelt man aber täglich zwischen mehreren Macs, kann das iPad sich nacheinander mit allen Geräten verbinden.
Kategorie: iOS

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