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iOS 7

IOS 7

iOS 7 ist neu. Ganz neu. Die Überraschung während der Keynote war groß und sorgte wohl bei den meisten Zuschauern für Skepsis. Nach knapp vier Beta-Monaten kann ich jedoch sagen: iOS 7 ist definitiv das beste Update, das iOS passieren konnte. In diesen Minuten landet die finale Version Over-The-Air auf allen iOS-Geräten ab dem iPhone 4, dem iPad 2 und dem iPod touch der fünften Generation. Dieser Artikel wird, gespickt mit meiner Meinung und meinen Erfahrungen, auf die großen Neuerungen des Systems eingehen.

Design

Wie bereits erwähnt: iOS 7 sieht anders besser aus als bisherige iOS-Versionen. In dem Update hat Apple das Design des gesamten Systems überarbeitet und dabei an den meisten Stellen die richtige Entscheidung getroffen. Vor allem in den ersten Tagen mit dem neuen System kann das neue Interface bisweilen fremd und zu bunt wirken, nach drei Beta-Monaten kann ich jedoch sagen, dass sich der Rückgriff auf mein iOS 6-Backup-Gerät deutlich seltsamer anfühlt als der Griff zu meinem iOS 7-iPhone, das mich seit Beta 1 täglich begleitet.

Design

Bereits nach dem Update dürften erste Neuerungen ins Auge springen: Statt leinenüberzogener Setup-Bildschirme präsentiert sich, je nach Gerätefarbe, ein schlichter “Willkommen”-Schriftzug auf dem Bildschirm und begrüßt den Nutzer. Nach einigen weiteren Update-Hinweisen ist das neue System dann einsatzbereit und darf benutzt werden.

Sehr nützlich ist auch die Geste, mit der durch verschiedene Ansichten navigiert werden kann: Mit einem Wisch vom linken Bildschirmrand nach rechts kommt man einen Bildschirm zurück und muss nicht die Bedienelemente am oberen Bildschirmrand verwenden. Ich freue mich auf erste Apps, die diese Geste umsetzen, bisher setzen nur Apples Apps auf die neue Art der Navigation.

Homescreen

Das Grundkonzept des Homescreens hat sich zwar nicht geändert, das Aussehen jedoch schon. Apple hat sämtlichen System-Apps ein neues Icon verpasst und auch erste Entwickler haben mit ihren iOS 7-Updates neues Icons eingereicht und präsentieren sich damit bereits auf dem Homebildschirm. Vor allem interessant für Entwickler dürfte die Änderung des Icon-Radiuses sein, Homescreen-Symbole sind mit iOS 7 keine abgerundeten Rechtecke mehr, sondern berechnen sich mit einer etwas komplizierteren Formel. Alle Apps, die in vorigen iOS-Versionen auf besondere Effekte, die die Kanten einbezogen, gesetzt haben, sollten dringend einen Blick auf ihre Icons werfen, um schwarze oder weiße Streifen am Rand zu vermeiden und den Effekt entsprechend an die neue Form anzupassen. Für Entwickler gibt es hier eine Vorlage zum Download, die für die eigenen Icons in Photoshop verwendet werden kann.

Für Nutzer mit Blick für Details ist noch zu Erwähnen, dass das Icon der Uhr unter iOS 7 die aktuelle Uhrzeit anzeigt und die Zeiger sich live mitbewegen. Solltet ihr die entsprechende App also nicht in einem Ordner versteckt haben, könnt ihr die aktuelle Uhrzeit direkt auf dem Homescreen von der (analogen) Uhr ablesen. An sich keine große Neuerung, im Prinzip macht Apple damit aber den Weg für weitere Live-Informationen auf und in Homescreen-Icons frei.

Spotlight

Durch die Neustrukturierung des Homescreens ist auch Spotlight an einen neuen Platz gewandert. Statt wie gewohnt der vordersten Homescreen-Seite ist die Suche jetzt über dem Homescreen angeordnet, geöffnet wird sie ganz einfach indem man auf dem Homescreen in einer der App-Reihen nach unten zieht. iOS öffnet dann eine Suchleiste, in der wie gewohnt getippt werden kann. Den Umzug der Suche begrüße ich sehr, da dadurch zwei Sachen besser werden: Es gibt keine Homescreen-Seite mehr vor der ersten, man kann also nicht durch versehentliches Tippen auf den Home-Button die Suche aktivieren. Außerdem ist Spotlight nun auf allen Homescreen-Seite verfügbar, bisher musste man immer zurück auf die Spotlight-Seite gehen.

Unter iOS 6 hatte Spotlight noch die Option, Google oder Wikipedia zu durchsuchen, beziehungsweise eine Suche bei den beiden Diensten mit dem ausgewählten Begriff in Safari zu starten, diese beiden Möglichkeiten fallen mit iOS 7 leider weg.

Parallax

Ein großer Teil von iOS 7 setzt auf den sogenannten Parallax-Effekt, der Icons, Hinweise und andere Systemelemente je nach Bewegung des Geräts mitbewegt und so einen räumlichen Effekt erzeugt, sehr gut zu beobachten ist das auf dem Homescreen. Kippt man das Gerät ein wenig, verändern Icons ihren Abstand zueinander und zur Bildschirmbegrenzung.

In den ersten paar Tagen und zum Zeigen ist der Effekt ganz nett, mich persönlich konnte er bisher nicht sonderlich begeistern, er hat aber auch nicht gestört. Sollte man ihn deaktivieren wollen, ist das in den Einstellungen unter Allgemein > Bedienungshilfen > Bewegung reduzieren möglich.

Notification Center

Notification Center

Auch das Notification Center wird transparent, Leinen-frei und unterteilt sich nun in drei Kategorien:

Heute

Von der Idee her ähnlich wie Google Now zeigt auch das Notification Center in der “Heute”-Ansicht den heutigen Kalender, Erinnerungen, das Wetter am aktuellen Ort und Informationen zu Aktien an.

Mit iOS 7 analysieren iPhone und iPad jedoch auch die aktuelle Position des Geräts und fasst diese dann unter “Häufige Orte” zusammen. Stellt das iPhone nach einigen Wochen dann fest, dass man jeden Morgen an die Arbeit fährt, oder jeden Mittwoch in die Nachbarstadt zum Fußball fährt, zeigt es an den entsprechenden Tagen in der “Heute”-Ansicht einen Hinweis zur aktuellen Fahrzeit an den entsprechenden Ort an, durch Antippen landet man dann direkt in der Karten-App, die die entsprechende Route anzeigt und startbereit für die Navigation ist.

Häufige Orte

Insgesamt funktionierten diese ortsgebundenen Vorschläge bereits in der Beta sehr zuverlässig, was mir jedoch noch fehlt ist, dass auch Kalender-Einträge analysiert und in diese Ansicht einbezogen werden. Sollte ich also für den aktuellen Tag ein Ereignis in Dortmund, vielleicht sogar mit konkreter Adresse und nicht nur der Stadt, in meinem Kalender eingetragen haben, könnte das iPhone ohne Probleme auch die aktuelle Fahrzeit und Route bis zu diesem Ort anzeigen, die neue Ansicht käme dem perfekten Tagesplaner damit noch ein Stück näher.

Alle

In dieser Ansicht werden alle eingehenden Benachrichtigungen gesammelt, von der Ansicht gleicht sie dem Notification Center unter iOS 6. Nach Apps sortiert ist hier eine Übersicht der letzten Nachrichten einzusehen.

Verpasst

Ähnlich wie “Alle” sind auch in dieser Ansicht Benachrichtigungen einsehbar. Angezeigt werden hier jedoch nicht alle Pushs, sondern nur diese, die auf dem Lockscreen nicht aktiv ausgewählt wurden. Diese landen dann auch nicht nach App sortiert sondern in einer chronologischen Reihenfolge dort. Ein Tipp öffnet wie gewohnt und wie in “Alle” die entsprechende App und lässt alle Benachrichtigungen der App aus “Verpasst” verschwinden.

Siri

Ein großes Update erhält die digitale Assistentin Siri. Passend zum neuen Interface hat Siri nun einen transparenten Hintergrund, durch den die benutzte App oder der Homescreen noch durchscheinen. Außerdem erhält Siri neue Stimmen, in den meisten Sprachen gibt es jetzt sowohl eine weibliche als auch eine männliche Stimme, die durch eine neue Technik anders als bisher und deutlich realistischer klingt.

Siri  Wikipedia

Wikipedia

Außerdem kann Siri jetzt direkt die Wikipedia nach einem Thema durchsuchen. Nach Kommandos wie “Wikipedia Artikel zu Berlin” oder “Durchsuche Wikipedia nach Berlin” präsentiert das iPhone direkt einen Ausschnitt aus dem entsprechenden Wikipedia-Artikel, per Tipp kann der gesamte Artikel in Safari geöffnet werden.

Verwenden kann man dabei leider nur die Wikipedia in der jeweils für Siri verwendeten Sprache. Ich persönlich nutze Siri sehr gerne auf Deutsch, würde aber sehr gerne die englische Wikipedia durchsuchen, weil dortige Artikel häufig ausführlicher und, vor allem im technischen Bereich, mit mehr und besseren Erklärungen sind.

Bing

Einen kleinen Wechsel gab es im verwendeten Suchanbieter. Unabhängig von der Standard-Einstellung verwendet Siri für sämtliche Suchen nun Bing. Nach Karten und Youtube ein weiterer kleiner Schritt weg von Google.

Bilder

Siri durchsucht ab sofort das Internet mithilfe von Bing auch nach Bildern und zeigt diese direkt im Interface an. Anfragen wie “Bilder zu Paris” oder “Fotos aus München” führen direkt zu einigen entsprechenden Bildern, mehr können per Tipp im Safari geöffnet und angezeigt werden.

Einstellungen

Neben einigen neuen Suchfunktionen kann Siri unter iOS 7 auch Einstellungen ändern. Mit Kommandos wie “Flugmodus aktivieren” kümmert Siri sich um die entsprechenden Einstellungen, für den alltäglichen Gebrauch ein deutlicher Zugewinn.

Control Center

Control Center

Womit wir gleich beim nächsten Punkt wären: Neben Siri bringt iOS 7 einen weiteren Weg mit sich, über den Einstellungen schnell und unkompliziert angepasst werden können. Das Control Center lässt sich per Wisch vom unteren Bildschirmrand aufrufen, ist transparent und im Alltag eine der besten Neuerungen, die iOS 7 an Bord hat. Es beinhaltet Buttons, mit denen WLAN, Bluetooth, Flugmodus etc. schnell aktiviert und deaktiviert werden können. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Helligkeit und Lautstärke anzupassen und die Musikwiedergabe zu kontrollieren.

Control Center Apps

Das Control Center bietet auch die Möglichkeit, ausgewählte Apps zu starten. Die Auswahl trifft das System selber, eine Anpassung durch den Nutzer ist nicht möglich. Auf dem iPhone gehört zu diesen Apps die Kamera, der Taschenrechner und die Uhr, auf dem iPad sind es, mangels Rechner, nur Kamera und Uhr. Auf dem iPhone bietet sich zusätzlich die Möglichkeit, die Leuchte auf der Rückseite über das Control Center dauerhaft zu aktivieren. Während meiner Tests bin ich mehrfach in Situationen gekommen, in denen es sich als extrem praktisch herausstellte, mit dem iPhone den Weg leuchten zu können, ohne auf Taschenlampen-Apps angewiesen zu sein und dabei sogar nur relativ wenig Akku zu verbrauchen.

Nach meiner Beta-Zeit fühlt es sich immer wieder seltsam an, auf meinem iOS 6-iPhone keine Reaktion auf die Wischgeste zu erhalten, erst nach einigen Sekunden stelle ich dann immer fest, dass diese Funktion früher einfach gefehlt hat, nach wenigen Wochen aber in Fleisch und Blut übergegangen ist und auf älteren Systemen schmerzlich vermisst wird.

Der Zugriff auf das Control Center ist überall möglich. Sowohl auf dem Lockscreen, als auch auf dem Homescreen und in Apps kann das Menü mit der erwähnten Geste geöffnet werden. Um zu verhindern, dass das Control Center versehentlich beim Scrollen geöffnet wird, zeigt iOS in scrollenden Ansichten zuerst nur eine kleine Lasche an, über die nochmals gewischt werden muss, um das Control Center einzublenden. Möchte man den Zugriff in Apps oder auf dem Lockscreen komplett verhindern, kann man in den Einstellungen im Punkt Kontrollzentrum entsprechende Änderungen vornehmen.

Lockscreen

Lockscreen

Auch der Lockscreen sieht anders aus. Klobige Leisten, die den Inhalt nach oben und unten begrenzt haben, weichen in iOS 7 einem großen Hintergrund, um den herum sich in leichter Schriftart die aktuelle Uhrzeit, das aktuelle Datum und der Unlock-Schriftzug anordnen. Benachrichtigungen landen weiterhin in der Mitte des Bildschirms und können mit einem Wischen geöffnet werden. Eine kleine Neuerung verbirgt sich in dem Textfeld, das das aktuelle Datum beinhaltet. Wird das Gerät aufgeladen, wird dort beim Entriegeln die aktuelle Ladung angezeigt. Ähnlich funktioniert das Ganze, wenn auf dem Gerät ein Timer läuft. Statt des Datums wird unter der Uhrzeit dann die Restzeit des Countdowns angezeigt.

Lockscreen Countdown

Läuft auf dem Gerät gerade eine Wiedergabe wird der Lockscreen natürlich wie gewohnt mit einem großen Cover und Informationen zu dem Lied dargestellt. Weiterhin ist es außerdem möglich, die Kamera über einen Wisch aus der rechten unteren Ecke nach oben aufzurufen und so ohne Eingabe des Sperrcodes ein Foto aufzunehmen.

Neu ist, dass Notification Center und Control Center direkt über den Lockscreen geöffnet werden können. Mit den gewohnten Gesten (Wisch von oben oder unten) öffnet sich das entsprechende Center direkt im Sperrbildschirm und ohne Eingabe des Codes, so kann schnell der Kalender des aktuellen Tages kontrolliert oder die Taschenlampe aktiviert werden. Außerdem ist es über das Control Center möglich, ohne Eingabe eines Codes die Apps, die dort hinterlegt sind, zu starten und so schnell einen Wecker zu stellen oder eine Rechnung zu machen.

Sozial

iOS 7 wird eine ganze Ecke sozialer, in dem es Anbindung an einige neue soziale Netzwerke erhält und auch FaceTime eine Erweiterung bekommt.

Flickr

Wie bereits vor der WWDC spekuliert ist es unter iOS 7 möglich, Bilder direkt zu Flickr hochzuladen und Apps Zugriff auf den eigenen Account zu gewähren, nachdem man diesen hinterlegt hat. Eine entsprechende Möglichkeit findet sich in den Einstellung, bisher ist die einzige App, die diesen Login wirklich nutzt die Fotos-App, auf Beispiele aus dem App Store warte ich noch.

Vimeo

Ähnlich ist es bei Vimeo. Auch dort gab es vor der WWDC bereits Gerüchte, dass der Dienst Einzug in iOS 7 finden wird und so ist es geschehen. Nach dem Login in den Einstellungen teilt aktuell nur die Fotos-App auf Wunsch ein Video mit dem dortigen Account, ein zwischengeschalteter Rechner wird nicht mehr benötigt. Auch hier fehlt noch eine App Store-Umsetzung, die beide Dienste für Nutzer erst richtig interessant machen sollte.

FaceTime Audio

FaceTime-Audio

Mit iOS 7 verliert FaceTime sein Gesicht und macht plötzlich auch nur-Ton-Anrufe möglich. Ähnlich wie der bebilderte Bruder funktioniert FaceTime-Audio sowohl über WLAN als auch über Mobilfunk, für Personen mit iOS-Freundeskreis fällt die teure Telefonflat jetzt also im besten Fall komplett flach. Ein Anruf über FaceTime-Audio erfolgt im Prinzip ähnlich wie ein Telefonat, man wählt in der FaceTime-App – die mit iOS 7 auch auf dem iPhone verfügbar ist – einen Kontakt aus und tippt das Telefon-Symbol an. Über die gewählte Anrufer-ID erfolgt dann ein kostenloser Audio-Anruf bei dem entsprechenden Kontakt.

Zur Qualität der Gespräche kann ich mich aktuell noch nicht äußern, mit ersten Tests musste ich auf das finale Update für alle warten, einen detaillierteren Artikel zu dem Thema reiche ich nach.

Multitasking

Multitasking

Richtiges Multitasking wie am Mac? Braucht unter iOS niemand, Apples aktuelle Lösung verträgt sich sehr gut mit dem Akku und macht unter iOS 7 nochmal einige Sachen besser.

Der erste Punkt, der nach dem Doppelklicken des Homebuttons auffallen dürfte ist die neue Ansicht. iOS 7 macht die Multitasking-Ansicht erstmals richtig und zeigt statt nichts sagenden Icons einen Screenshot der App an, den das System beim Verlassen automatisch aufnimmt. Die Navigation durch diese Ansicht erfolgt intuitiv mit Wischen, Apps werden durch einen Wisch nach oben abgeschossen. Möchte man mehrere Apps gleichzeitig beenden kann man einfach mit mehreren Fingern wischen, das System setzt diese Geste dann ganz selbstverständlich um.

Hintergrundaktualisierungen

Vor allem für Entwickler dürfte die neue Multitasking-API spannend werden. Diese erlaubt es einer App, im Hintergrund in unregelmäßigen Abständen aufzuwachen und neue Inhalte zu laden. So ist eine App bereits mit neuen Inhalten gefüllt, wenn der Nutzer diese öffnet und muss nicht dann erst neue Sachen laden. Anwendungsbeispiele sehe ich zum Beispiel in Twitter-Apps, die – bei einem Weckruf des Systems – alle neuen Tweets laden und die dem Nutzer direkt präsentieren können, wenn dieser die App öffnet.

Auch neu ist die Möglichkeit, als Entwickler eine App über einen stillen Push aufwecken zu lassen und dann mit einem Download im Hintergrund zu beginnen, ohne das der Nutzer informiert wird, und dem Nutzer erst dann einen sichtbaren Push zu senden, wenn der Download wirklich abgeschlossen und der neue Inhalt auf dem Gerät verfügbar ist. Davon profitiert als ganz neues Beispiel die neue Instacast-Version, die in diesen Minuten im Store landen sollte und diese Technik vorbildlich integriert.

Kamera

Kamera und Fotos

Auch für Hobby-Fotografen, zu denen wahrscheinlich die meisten iPhone-Besitzer gehören, hat iOS 7 einige nette Neuerungen an Bord:

Quadrat

Zusammen mit dem neuen Kamera-Interface bietet iOS 7 erstmals auch die Möglichkeit, direkt quadratische Bilder aufzunehmen und diese dann als Quadrat zu speichern, damit spart man sich das nachträgliche Beschneiden in der Foto-App.

Filter

In einer weiteren Anlehnung an Instagram und Analog Camera können iPhone und iPad mit iOS 7 auch Filter über Fotos legen. Zur Auswahl stehen acht Retro-Filter, die entweder im Nachhinein, oder – ab dem iPhone 4S aufwärts – live über ein Bild gelegt werden können.

Foto-App

Eine der Apps, die am meisten vom iOS 7-Interface profitiert, ist die Foto-App. Diese erstrahlt ab sofort in weiß-blauem Glanz und mit einer ganz neuen “Momente”-Ansicht. Diese Ansicht bündelt alle Fotos, die mit dem Gerät gemacht wurden oder über den Fotostream auf dem Gerät gelandet sind und zeigt diese Bilder, untergliedert in Daten und Orte, in einer Raster-Übersicht. Durch Auswählen eines Fotos kommt man in der Ansicht eine virtuelle Ebene tiefer und die Untergliederung der Fotos wird genauer

Fotostreams

Geteilte Fotostreams gibt es seit iOS 6, mit iOS 7 ist es endlich möglich, das alle Mitglieder eines Fotostreams Bilder in diese Sammlung hochladen können, bisher war das dem Besitzer des Streams vorbehalten.

Auto Updates

App Store

Neben einem neuen Interface erhält der App Store in iOS 7 eine tolle neue Funktionalität: Automatische Updates. Das heißt: Ist ein Update verfügbar, merkt der App Store das und teilt dem System mit, dass ein Update verfügbar ist. Daraufhin entscheidet das System, wann das Update durchgeführt wird. Kriterien für die Auswahl dieser Situation ist die Art der Internetverbindung, die Nutzung des Geräts und die Nutzung der App. Ist das iPhone also mit einem WLAN-Netz verbunden, im Standby und weiß, dass die App, für die ein Update verfügbar ist, häufig benutzt wird, wird ein entsprechendes Update sehr schnell geladen, bei weniger häufig benutzten Apps wird ein Update entsprechend in die Zukunft verschoben und zum Beispiel bei vorhandener Stromversorgung geladen.

In den Einstellungen kann noch gewählt werden, ob Updates nur über WLAN oder auch über Mobilfunk geladen werden sollen.

AirDrop

AirDrop

Seit OS X 10.7 Lion ist es möglich, mit einem temporären Peer-to-Peer-Netzwerk, Dateien zwischen verschiedenen Macs zu verschieben und so sogar ohne Internetzugang Bilder oder Präsentationen auszutauschen. Mit iOS 7 kommt diese Funktion auch auf iPhones ab dem iPhone 5 und iPads ab der vierten Generation. Integriert ist AirDrop-Sharing bereits in die Foto-App und die Kontakte, für Entwickler gibt es eine Schnittstelle, über die Dateien aus den Apps geteilt werden können, Integration in Dritt-Anbieter-Apps wird es in Zukunft also auf jeden Fall geben.

Der Transfer kann dabei sowohl zwischen einem Mac und einem iOS-Gerät als auch zwischen zwischen zwei iOS-Geräten stattfinden. In den Systemeinstellungen kann dabei gewählt werden, wer berechtigt ist, einen Dateitransfer mit dem eigenen iPhone zu starten. Entweder sind das alle Personen, die in Reichweite sind, oder man beschränkt die Übertragung auf Personen aus den eigenen Kontakten, die Authentifizierung erfolgt dabei über die Apple-ID des entsprechenden iPhones.

Auto Updates

Kompatibilität und Verfügbarkeit

iOS 7 ist ab sofort verfügbar und kann direkt auf dem Gerät oder über iTunes geladen werden. Kompatibel ist es mit allen iPhones ab dem iPhone 4, allen iPads ab dem iPad 2 und allen iPods ab dem iPod touch der fünften Generation.

Kategorie: News
  • kruale sagt:

    Taschenlampe lässt sich nicht über Siri starten

    • AppTestsss sagt:

      Mein Fehler, ist korrigiert, danke!

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