AppTestsss

News, Berichte und Videos rund um Apple, iPhone, iPad und Mac

AppTestsss -

Napkin: Die Mac-App für Bilder mit zusätzlichen Informationen

Napkin II

Für die Berichte auf dem hiesigen Blog sind Screenshots von iOS- und Mac-Applikationen ein essentieller Bestandteil. Um diese Screenshots jedoch mit mehr Informationen und zusätzlichen Details versehen zu können, nutze ich auf dem Mac seit ein paar Wochen Napkin. Alle Screenshots, die für Berichte Anmerkungen oder kleine Änderungen benötigen, wandern vor dem Upload einmal durch Napkin (App Store; 35,99€), werden dort mit Informationen angereichert und dann als PNG auf den Blog geladen.

Das Prinzip hinter Napkin ist genial: Statt einer Serviette (in Englisch: Napkin), auf der man herumschmiert um Notizen zu machen und Anmerkungen oder Ideen festzuhalten, bietet die App auf dem Mac eine „virtuelle Serviette“, die vom Nutzer mit Screenshots und Bildern aus Dateien oder von der Kamera gefüllt werden kann. Die App arbeitet damit sowohl mit lokalen Dateien als auch mit Dateien in der iCloud, was die bearbeiteten Screenshots auch auf anderen Macs zugänglich macht. Die fertigen Bilder können einmal als PNG exportiert werden, man kann sie aber auch direkt an Facebook oder Twitter bzw. per Mail und Airdrop weitergeben.

An Funktionen wurde bei der Entwicklung von Napkin nicht gespart, trotzdem ist es den Entwicklern gelungen, die Oberfläche verständlich und angenehm zu gestalten. Das Interface von Napkin besteht neben der Menubar aus zwei Reihen mit Bedienelementen, über die sich sämtliche Funktionen steuern und nutzen lassen. Über die obere Zeile lassen sich dem Bild verschiedene Elemente hinzufügen und die Elemente auf Ebenen verschieben, über die Zeile darunter können Eigenschaften der einzelnen Objekte bearbeitet werden.

Napkin I

Die Grundfunktion, und damit auch die, die am meisten benutzt wird, dürfte das Hinzufügen eines Bildes sein. Dazu klickt man den „Image“-Button und wählt im folgenden Fenster das Bild, das hinzugefügt werden soll. Alternativ können Bilder auch per Drag & Drop einfach in die App gezogen werden und dort dann weiterverwendet werden. Für Screenshots interessant ist, meiner Meinung nach, der Button daneben. Dieser erlaubt es, einen Ausschnitt aus einem Bild vergrößert darzustellen. Dazu zieht man die erscheinende Lupe auf ein Bild, das sich auf der aktuellen Arbeitsfläche befindet und wählt damit den entsprechenden Abschnitt aus. Die Lupe kann im Nachhinein noch vergrößert und verformt werden, um sie dem Einsatzzweck anzupassen. Außerdem kann man über die Toolbar dem aktuellen Arbeitsbereich noch Text hinzufügen. Dazu wählt man den „Text“-Button und tippt den gewünschten Inhalt in das Feld. Um sinnfreie Zeilenumbrüche zu vermeiden, wie Napkin sie ab und an hinzufügt, kann das Feld danach noch mit den Kreisen am Rand vergrößert werden. Diese Vergrößerung ist leider nur in die Breite möglich, ein Textfeld kann nicht höher/ tiefer gezogen werden. Eine schnellere Möglichkeit, Text zu Bildern hinzuzufügen ist es, einfach draufloszutippen, die App öffnet daraufhin automatisch ein neues Textfeld, das nur noch verschoben werden muss.

Napkin III

Zudem kann die Hauptbedienleiste noch eine Figur hinzufügen und diese mit einer eigenen Farbe und einer gewünschten Kantenrundung ausstatten. Pfeile können zwar auch über das Menü hinzugefügt werden, in der praktischen Arbeit mit dem Programm ist es aber deutlich einfacher, diese hinzuzufügen, indem man einen Strich auf dem Dokument zeichnet. Damit ist es auch möglich, den Pfeil mit einem bestimmten Element zu verbinden und ihn damit auch weiter auf das Element zeigen zu lassen, wenn selbiges auf dem Dokument verschoben wird.

Außerdem möglich ist es, Teile eines Bildes mit einem „Pinsel“ unkenntlich zu machen. Dafür klickt man doppelt auf das Bild. Daraufhin öffnet es sich in einer anderen Ansicht, in der mit Pinsel und Radiergummi darauf gearbeitet werden kann. So können zum Beispiel Zugangsdaten auf Webseiten oder Adressdaten in Bildern unkenntlich gemacht werden.

Napkin IV

Insgesamt fehlen mir bei der App nur zwei Sachen: Für die bessere Organisation von Elementen, die übereinander liegen oder sich teilweise überschneiden, hätte ich gerne ein Fenster, in dem ich mehrere Ebenen erstellen kann und Elemente dann auf diesen Ebenen hin- und herschieben kann. Außerdem fehlt mir eine Möglichkeit, Bilder, die ich in die App importiert habe, zuzuschneiden. So muss ich weiterhin den Weg über Photoshop gehen, nur weil ich einen quadratischen statt einem originalen iPhone-Screenshot benötige.

Fazit:

Napkin löst, in meinem Workflow, alle anderen Bilder-Annotations-Applikationen ab. Das Programm hat in manchen Punkten zwar noch ein Verbesserungpotential, macht jedoch in der Gesamtübersicht fast alles richtig und wird in Zukunft auch weiter für Screenshots auf dem Blog zu Einsatz kommen. Für den Preis von 35,99€, der mit Sicherheit einige Leute abschrecken wird, richtet sich Napkin aber vor allem am Nutzer, die die App häufig nutzen, zum „nur mal testen“ ist der Preis einfach zu hoch. Interessant dürfte es hier für einige Kunden werden, wenn die Entwickler eine kostenlose Demoersion auf der Webseite anbieten würde, das ist aktuell jedoch nicht der Fall.

Kategorie: Allgemein

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*