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Real Racing 3 schlägt im App Store auf

Real Racing 3 I

Wie kann man den App Store-Start eines groß-angekündigten Spiels, das sogar auf Keynote-Bühnen gezerrt wurde, total versauen? Genau, man veröffentlicht es in ausgewählten App Stores einfach zwei Wochen vor dem eigentlichen Start. Der Glückwunsch dafür geht an die Jungs von Firemint mit Real Racing 3. Das Spielerlebnis und die Freude soll das jedoch nicht lindern, in meinem Test machte die App eine tolle Figur.

Real Racing 3 II

Überwältigend war direkt nach dem ersten Start die Grafik. Ich kann von mir nicht behaupten, besonders hohe Ansprüche an Spielgrafiken zu stellen, schon gar nicht, wenn sie auf dem iPhone laufen, aber Real Racing 3 hat mich wirklich umgehauen. Das Spiel hat unglaublich viele tolle Effekte, rendert Schatten und Spiegelungen in den Autos in Echtzeit mit einer tollen Engine, die auf iPhone und iPad bisher unerreicht sein dürfte. Spannend daran ist vor allem, dass das Spiel trotz beeindruckender Bilder und tollen Effekten auf dem iPhone 4S und dem iPad 2 mit iOS 6.1.2 extrem flüssig und ohne Ruckler läuft.

Am Spielprinzip hat sich zum Vorgänger nicht viel getan. Noch immer fährt man Rennen und versucht dort als Erster die Ziellinie zu überqueren oder, und dieser Modus ist neu, die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke zu erreichen.
Geändert hat sich in Real Racing 3 vor allem eines: Statt gegen Computer fährt man jetzt zeitversetzt gegen andere Spieler. Hier dürfte sich auch der Grund für den teils verfrühten Start verbergen, die Entwickler mussten testen, was die Server aushalten.
Vor allem dieser Modus entpuppt sich nach zwei Wochen Testzeit als extrem genial. Noch nie zuvor war es so einfach möglich, gegen andere Spieler zu fahren und dabei nicht auf gemeinsame Treffen oder eine Online-Verbindung angewiesen zu sein. Besonders interessant ist dabei, dass dieser Modus nicht extrem auffällig ist, das heißt, dass der Nutzer zwar darauf hingewiesen wird, dass seine Gegner echte Spieler sind, diese aber so gut und intelligent ausgewählt zu sein scheinen, dass sie nicht mit zwei Minuten Vorsprung gewinnen, sondern immer ungefähr auf dem gleichen Niveau wie der Spieler fahren.

Real Raciing 3 III

Aber genug des Lobs, Real Racing 3 macht einen Fehler: Das Spiel ist kostenlos. Klingt erstmal toll und lockt mit Sicherheit auch den ein oder anderen zusätzlichen Spieler an, ätzt dann aber mit dem üblichen Freemium-Gedöns an. Dazu gehört der ständige Wille, dem Spieler die In-App-Währungen zu verkaufen, mit der das Auto dann sofort statt nach fünf Minuten repariert ist und mit dem Tuning-Teile noch schneller gekauft werden können, ohne dafür Münzen durch Rennerfolge sammeln zu müssen. Ich habe kein Problem damit, für gute Apps Geld zu bezahlen. Kostenlose Apps, die mit Werbung gepflastert sind, verstehe ich hingegen nicht, vor allem, wenn ich keine Möglichkeit habe, die Werbung durch eine einmalige Zahlung loszuwerden. Die künstliche Verlängerung von In-App-Aktionen, nur um dem Nutzer Geld aus der Tasche zu ziehen, finde ich nervig. Und damit nicht genug: Statt einmal 5€ zu verlangen, wollen die Entwickler regelmäßig – nämlich immer dann, wenn Reparaturen anstehen und der Nutzer nicht warten will – einen kleinen Betrag haben, der zwar im Einzelnen relativ gering und bezahlbar wirkt, in der Gesamtsumme aber deutlich mehr als die einmaligen 5€ sind.

Real Racing 3 IV

Trotz allem, Real Racing 3 setzt Maßstäbe und beeindruckt mich. Die Fülle an Rennen, die tolle Grafik und der innovative Spielmodus sind großartig. Gebremst wird das Vergnügen aber leider durch das Bezahlmodell, das sich aber leider in immer mehr iOS-Spielen als Modell der Wahl einbürgert, das ich in absehbarer Zeit jedoch nicht verstehen werde.

Kategorie: News
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