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Xtrail und Lightroom 4 für Fotos mit Geotag

Xtrail + Lightroom = Geotag

Mein Januarurlaub auf Lanzarote endete in vielen Fotos von der Spiegelreflex und ein paar Fotos vom iPhone. Während die iPhone-Fotos sich durch die mitgelieferten Geotags im Nachhinein noch sehr gut auf Karten anzeigen lassen, kommen die Bilder von der Spiegelreflex komplett ohne Geodaten von der Speicherkarte, für die spätere Auf- und Überarbeitung der Fotos etwas hinderlich. Dieses Problem löste ich in besagtem Urlaub mit zwei Geräten: Der Kamera, die die Fotos aufnimmt und dem iPhone, das meinen Weg durch Städte, Nationalparks und an Stränden aufzeichnete. Ergebnis dieses Experiments waren neben mehreren hundert Fotos ein paar MB gpx-Dateien, die sämtliche Bewegungen über die Insel enthalten.

Xtrail Geotags

Neben der Hardware besteht die Lösung zum großen Teil auch aus Software. Auf dem iPhone kam zum Tracking der Bewegung und zur Erstellung der gpx-Files Xtrail (Universal, 4,49€) zum Einsatz, ein Video und ein paar mehr Sätze meinerseits zu der App findet ihr in einem separaten Artikel. Nachdem die App meine Tracks aufgezeichnet hatte, wurden dies von dort als gpx-Datei exportiert und über eine spezielle Mail-Adresse bei Send-to-Dropbox in meine Dropbox verfrachtet.

Lightroom 4 Geotags

Dort erfolgte dann der nächste und letzte Schritt der Arbeit: Die Verknüpfung der Fotos mit ihren Aufnahmepositionen. Dazu erforderlich ist Adobes Lightroom 4 (weil Geotags erst seit Version 4 unterstützt werden) und eben die gpx-Dateien aus der Dropbox. Hat man Lightroom geöffnet und ist in das Karten-Modul gewechselt wählt man um unteren Bildschirmrand das Pfadsymbol und klickt dort auf „Tracklog laden…“. Im erscheinenden Finder-Fenster wählt man dann die erste gpx-Datei aus der Dropbox und klickt im gleichen Fenster „xy ausgewählte Fotos automatisch taggen“, wobei xy die Zahl der ausgewählten Fotos ist. Damit vergleicht Lightroom die Aufnahmezeit aus den Metadaten der Fotos mit den Wegpunkten der gpx-Datei und fügt den Fotos die Koordinaten des nächsten Wegpunkts hinzu. Dabei sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass die Kamera und das iPhone ungefähr die gleiche Zeit eingestellt haben, da die Synchronisation von Zeit und Ort sonst natürlich nicht funktionieren kann. Bei Ausflügen in andere Zeitzonen arbeitet man natürlich mit erschwerten Bedingungen. Das iPhone stellt die Zeit automatisch um, die Kamera jedoch nicht, weswegen die Zeit nicht mehr übereinstimmt. Sobald man™ vergessen hat, die Zeit der Kamera umzustellen. Doch auch dafür hat Lightroom eine Lösung, per Klick auf „Zeitzonenversatz“ lässt sich die Zeit der gpx-Dateien um bestimmte Stunden oder Minuten verschieben und mit der Kamera synchronisieren. Achte sollte man nur darauf, diesen Versatz wieder zurückzustellen, falls man™ während des Trips irgendwann bemerkt haben sollte, dass die Zeit der Kamera nicht angepasst war und man™ sie dann umgestellt haben sollte. Exportiert man die getaggten Fotos aus Lightroom beinhalten sie alle auch einen Geotag, der auf Plattformen wie Flickr oder 500px direkt in die Metadaten des neuen Uploads eingepflegt wird, auch die Foto-App und iPhoto auf iPhone und iPad unterstützen die exportierte Zeit der Kamera und zeigen die Fotos mit Geotag an.

Während dieser Artikel nur vom Mac spricht ist der gesamte Worklflow natürlich auch unter Windows umsetzbar und ohne Probleme aus diesem Post zu übernehmen.

Kategorie: Allgemein
  • StDt sagt:

    Frage an die Nicht-Lightroom-Nutzer: Gibt’s diesen Workflow auch für Aperture?

    • Yannik sagt:

      Dürfte ganz ähnlich gehen. Wie in meinem Workflow auch benötigst du einen Tracklog im GPX-Format auf dem Mac. In diesem Video zeigt Apple einen Bericht eines anderen Fotografen, der seine Fotos mit Aperture trackt. Wenn du dort in dem Kartenmodul bist, kannst du unten links in der Ecke den Track laden und dann die Bilder auf den Track in der Karte ziehen.
      Habe ich nicht probiert, scheint aber das gleiche Ergebnis zu haben wie mein Lightroom-Workflow.

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