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Printopia: AirPrint für alle

Als Apple Ende 2010 AirPrint vorstellte, hoffte ich auf einen großen Durchbruch und viele neue Drucker, die diese Technik unterstützen würden. Auf diese Geräte warte ich leider immer noch, in einer Preisklasse von rund 100€ sind zwar ein paar Geräte von HP verfügbar, aber warum sollte man Geld für einen neuen Drucker ausgeben, wenn es auch viel einfacher geht? Genau diesen Schritt zur Einfachheit zu günstigerem Preis geht Printopia für den Mac. Zum Preis von 19,95 Dollar steht die Software auf der Website des Entwicklers zum Download bereit.

Einstellungen Übersicht

Im Mac App store ist sie aus einem ganz einfachen Grund nicht verfügbar: Um das AirPrint-Protokoll zu emulieren und die verschiedenen Dienste für alle AirPrint-Geräte zur Verfügung zu stellen, passiert nach der Installation ein bisschen Tuning, außerdem nutzt die App Apples Protokoll, das offiziell nicht komplett zur Verfügung steht.

Nach der Installation findet sich Printopia ausschließlich in den Systemeinstellungen des Macs wieder, weder im Programm-Ordern, noch im Launchpad ist ein entsprechender Eintrag vorhanden. Öffnet man die Systemeinstellungen von Printopia, sieht man, dass dort bereits drei Einträge vorhanden sind. Mitgeliefert wird die Möglichkeit, die gedruckte Datei als PDF auf der Macintosh HD zu speichern, sie als PDF in die Dropbox abzulegen oder sie direkt an Evernote zu senden. Ein Klick auf das Plus in der linken Ecke gibt die Möglichkeit, eine neue Aktion zu erstellen, die dann als AirPrint-Drucker im lokalen Netzwerk freigegeben wird. Diese neue Aktion kann daraus bestehen, dass ein PDF auf der lokalen Platte gespeichert wird oder direkt an eine Applikation bzw. per Mail gesendet werden kann. Klickt man doppelt auf eine vorhandene Aktion, können der Name und der Speicherort geändert werden, außerdem kann man ein Passwort vergeben.

IPhone AirPrint

Neben den Standard-Aktionen können in Printopia in Zusammenarbeit mit dem Automator aber auch komplexere Arbeitsabläufe realisiert werden. So legt man die PDFs zum Beispiel in einen speziellen Ordner ab, aus dem sie dann per Automator direkt an einen Server gesendet werden. Denkbar wäre auch der Ablauf, PDFs in einem vorgegebenen Ordner zu speichern, aus diesen PDFs dann mit dem Automator Bilder der einzelnen Seiten generieren zu lassen und diese dann zu iPhoto zu importieren. Der Fantasie sind bei der Gestaltung der Arbeitsabläufe keine Grenzen gesetzt, solange die eigenen Fähigkeiten eine Umsetzung der Ideen mit Printopia und Automator erlauben. Kompatibel sind diese Rezepte einmal mit allen AirPrint-Geräten, wie iPhones, iPads und Macs, die sich im gleichen Netzwerk befinden, aber auch der Mac, auf dem der Printopia-Server läuft, kann Dateien ab sofort aus allen Apps mit den vorhandenen Tasks drucken und so als PDF speichern oder direkt in Evernote öffnen.

Safari Mac II

Kompatibel ist Printopia jedoch nicht nur mit dateibasierten Workflows, auch vorhandene Drucker lassen sich über den Mac als AirPrint-Drucker in das Netzwerk einbinden. Solange der Mac also angeschaltet und nicht gesperrt mit dem lokalen Netzwerk und dem Drucker verbunden ist, kann man von jedem anderen Mac und iOS-Gerät per AirPrint direkt mit dem Drucker drucken.

PDF Print

Für 19,95 Dollar ist Printopia mit Sicherheit nicht die günstigste Mac-Applikation, mit den vielen Funktionen gehört sie aber zu den Apps, die ich in meinem Alltag nicht mehr missen möchte. Der einfache Weg, PDFs direkt vom iPhone oder iPad an den Mac zu senden, fehlt in iOS und OS X weiterhin komplett und die vielen möglichen Arbeitsabläufe ergänzen die tägliche Arbeit nahezu perfekt. Ideal für alle Anwender ist dabei vor allem, dass man sich nicht auf Standard-Rezepte beschränken muss, sondern, auch mit Hilfe des Automators, eigene Rezepte erstellen kann, die bei den eigenen Aufgaben benötigt werden.

Kategorie: Allgemein

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