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Welchen Mac soll ich kaufen? Meine MacBook Pro-Entscheidung

Seit Samstag bin ich stolzer Besitzer eines MacBook Pro 13″. Natürlich habe ich nicht einfach so einen Computer gekauft, sondern vorher durch ein paar Fragen diese Entscheidung getroffen.

MacBook Pro I
Mobil oder Desktop?
Die erste Frage der Reihe, die der Entscheidung schon eine Grundrichtung verleiht und deren Antwort die Hälfte aller Macs direkt ausschließt. Nach langer Überlegung habe ich mich für einen mobilen Mac entschieden. Ich wollte einen Computer, den ich in die Schule mitnehmen kann um daran zu arbeiten und Vorträge damit zu halten, ich wollte einen Computer, den ich einfach überall nutzen kann. Natürlich kann man jetzt sagen, genau das wäre bei der iPhone-iPad-Kombination gegeben und genau das dachte ich auch, als ich mein iPad gekauft habe. Nach anderthalb Jahren ist mein iPad auch immer noch ein tolles Gerät, das ich gerne nutze, es stößt jedoch an vielen Stellen einfach an seine Grenzen. Es gibt zwei Gute HTML-Editoren (Textastic, 7,99€; Diet Coda, 17,99€), die jedoch beide auch Schwächen haben, ein gutes Programm, das Photoshop am Desktop nahekommt gibt es nicht, Photoshop Touch (8,99€) ist keine Alternative, um damit Webdesign oder UI-Elemente zu erstellen. Auch zur Organisation von Fotos gibt es keine ganz tolle Software. iPhoto ist nun zwar mobil verfügbar (4,49€), der Speicherplatz der iOS-Geräte ist jedoch so begrenzt, dass man sie in der kleinsten Version schon komplett leerräumen muss, um sämtliche Urlaubsfotos von der DSLR zu speichern. 

MacBook Pro III

Was mache ich an meinem Mac/ PC?
Damit geht es direkt weiter zur nächsten Frage: Was möchte man mit dem Mac machen? Sinnvoll ist es hier, sich eine Liste von Programmen zu machen, auf die man nur ungern verzichten würde und die aus dem aktuellen Worklflow nicht mehr wegzudenken sind. 
Bei mir waren das Folgende: 
  • Photoshop
  • Eine Foto-Organisationssoftware (vorher Lightroom)
  • Sublime Text 2
  • Videoschnittsoftware
Nachdem ich diese Liste für mich zusammengestellt hatte, waren die Anforderungen stark geschrumpft. Als Fotoverwaltungs-Software sollte für die Mac-Anfangszeit iPhoto zum Einsatz kommen, später dann Aperture oder wieder Lightroom. Photoshop könnte ich vielleicht sogar mit Pixelmator ersetzen, trotzdem wollte ich, dass die beiden Programme schnell und flüssig liefen. Sublime Text 2 brauche ich zum HTML- und CSS-Coden, an die Software hatte ich mich gewöhnt und sie war sowohl für Windows wie auch für Mac verfügbar, ich brauche mich also nicht umzustellen, die Hardware-Anforderungen liegen hier jedoch in einem ziemlich niedrigen Bereich. Für den Videoschnitt brauche ich (zurzeit) kein besonders professionelles Programm, bei mir besteht die Nachbearbeitung der Videos hauptsächlich aus dem Trimmen und Zusammenfügen der Clips. iMovie dürfte für meine Zwecke also ausreichen, ist kostenlos bei jedem neuen Mac dabei und dürfte auch von der Performance gut mit allen Mac-Modellen zusammenarbeiten. Fest stand für mich damit, dass ich keinen High-End Mac brauchte, da auch die günstigeren Modelle genug Power für die nötigen Aufgaben hatten. 

Festplattenspeicher:
Der nächste Punkt, der bedacht werden sollte ist die Frage nach der Festplatte. Nach den vorigen Fragen standen bei mir nur noch das 13″ MacBook Pro und das 13″ MacBook Air zur Auswahl. Vom Preis her sind beide Modelle identisch, dort würde die Wahl also keinen Unterschied machen. Das MacBook Pro kommt von Haus aus mit einer 500 GB Festplatte, das MacBook Air mit 128 GB. Auf meiner internen Festplatte lagern vor allem Fotos und Videos und ein bisschen Musik. Das Problem bei dem MacBook Air wäre also, dass ich nicht mal alle meine Fotos, die ich gerne auf der internen Platte habe, nicht draufbekommen würde, von Videos und Musik ganz zu schweigen. Da Apple für das 13″ MacBook Air auch keine Möglichkeit bietet, gegen Aufpreis die SSD zu vergrößern, ist das Modell aus der Auswahl ausgeschieden. Eine SSD wäre zwar eine tolle Sache gewesen, die sich in der Geschwindigkeit wahrscheinlich durchaus bemerkbar gemacht hätte, der Aufpreis für eine 512 GB SSD in meinem MacBook Pro hätte jedoch 1000€ betragen und ich hätte es bei Apple direkt kaufen müssen, was zusätzlich 150€ mehr gewesen wären, alles in allem also keine Alternative. Vielleicht schaue ich mir in den nächsten Jahren mal eine Hybrid-Lösung auf Basis des hardwrk-Kits an.

MacBook Pro IV


Preis:
Ist die Entscheidung bis hierhin nicht schon gefallen, spielt natürlich auch der Preis eine große Rolle. Wieviel ist man bereit zu bezahlen? Natürlich muss man sich bewusst sein, dass schnellere, bessere  Komponenten immer  Geld kosten, diese aber auch Platz brauchen. Es ist also nachvollziehbar, dass das MacBook Air nicht so schnell ist, wie das MacBook Pro. 

Abschluss:
Damit fiel die finale Entscheidung auf das MacBook Pro. Für rund 1100€ bei Amazon war die Entscheidung vertretbar und deutlich günstiger als das Retina-Modell. Das Geld war es mir aber auch durchaus wert, ich hoffe, den Computer die nächsten vier bis fünf Jahre, wenn möglich sogar noch mehr, verwenden zu können. 

Solltet ihr also demnächst, genauso wie ich, vor der Entscheidung stehen, welchen Mac ihr kaufen soll, könnten euch die Fragen oben weiterhelfen. Vor allem der Punkt mit der Software fiel mir anfangs schwer. Hier muss man ganz genau überlegen, auf welche Programme man locker verzichten kann, und welche aus dem alltäglichen Workflow nicht mehr wegzudenken sind. Hat man dabei Software, bei der man sich nicht sicher ist, wie dringend man sie wirklich braucht ist die beste Möglichkeit, deren Wert und Einsatzhäufigkeit zu testen, dass man versucht, sie eine Woche nicht zu öffnen, oder sie ganz installiert, bis man merkt, dass man sie doch braucht oder dann feststellt, dass sie aus dem Alltag wegzudenken ist.
Kategorie: News