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Apples Versionsnummer-Problem

Eine kleine Überraschung war es schon, dass Apple die Keynote am Dienstag ohne Software-Vorstellungen beendete, wo das neue iTunes doch für diesen Monat noch ansteht. Bei der nächsten iTunes-Version verzichtet Apple auf eine Versionsnummer, die Website und auch die Keynote bewarben das neue iTunes, nicht iTunes 11. Bekannt ist diese Prozedur bereits, auch die iPads erhalten keine Nummern mehr, sondern heißen „das neue iPad“ und werden teilweise noch mit den jeweiligen Generation (3. Generation, 4. Generation) genannt. Bei Hardware ist das kein Problem, die Aktualisierungen, die jedes Jahr erfolgen sind so groß, dass dann einfach neue Generationsnummer gewählt werden, Software ist anders. Software aus dem App Store, aber auch OS X und iOS zeigen immer wieder, dass es nicht nur große Updates geben kann, sondern auch kleine Versionsprünge nötig sind, in denen Fehler behoben und eventuell neue Funktionen integriert werden. Gelöst wird das mit Unterversionen wie iOS 5.0.1 oder OS X 10.8.2.

Genau darin sehe ich das Problem, wenn das nächste iTunes nicht als iTunes 11 sondern als neues iTunes kommuniziert wird. Die Unterversionen haben nämlich den Vorteil, dass man sie in Artikel eindeutig identifizieren kann. Telefoniert man mal mit dem iTunes Support und redet über ein Problem mit iTunes ist eine der ersten Fragen, welche Version man installiert hat. Aktuell dürften da fast alle mit iTunes 10.7 antworten, die aktuellste Version, die es von Apple gibt. Anhand der Nummer, iTunes 10.7, ist sie eindeutig zu identifizieren, sowohl man selbst wie auch der iTunes Support-Mitarbeiter weiß, welche Version man nutzt.

Die Frage ist jetzt: Wie will Apple dieses Problem mit einem iTunes lösen, das keine Nummer hat, sondern nur „neues iTunes“ heißt? Natürlich wird es auch in dieser Version Fehler geben und entsprechende Updates, die diese beheben. Doch wie werden sich diese Updates identifizieren? Das erste kleine Update dürfte wohl kaum „neues iTunes.0.1“ heißen, genauso wie die erste große Version mit Sicherheit nicht den Namen „neues iTunes.1“ tragen wird. Eher dürfte das neue iTunes im Hintergrund weiter als iTunes 11 geführt werden, Updates dann also iTunes 11.0.1 bzw. iTunes 11.1 heißen.

Das neu des neuen iTunes dürfte nach Release also Marketing bleiben, der Name klingt, als wäre alles komplett neu und nicht nur aktualisiert. Für Verwirrung beim Kunden könnte der Marketing-Name aber trotzdem sorgen. Wie reagiert ein unerfahrener Nutzer, der nur sein iPhone synchronisieren will, wenn sein „neues iTunes“ ihm plötzlich anzeigt, dass iTunes 11.0.1 verfügbar ist? Immerhin nutzt er, seiner Meinung nach, nicht iTunes 11 sondern das neue iTunes. Vielleicht werden es Apples Support Seiten sein, die in diesem Fall herhalten müssen, vielleicht sind es auch Verwandte oder Bekannte, die den Sachverhalt erklären müssen.

Einen genauen Release-Termin für das neue iTunes 11 gibt es noch nicht, lange dürfte es bis dahin jedoch nicht mehr dauern, Deadline ist Ende Oktober.

Kategorie: News
  • Tom sagt:

    Eine Versionsnummer ist nicht zwingend notwendig. Einige Programme funktionieren ohne sichtbare Versionsnummern (Natürlich gibt es im Hintergrund immer eine Versionsnummer – Sonst weiß das Programm ja selbst nicht, welche Version es ist).
    Man kann im Programm einfach die Information „Aktuelle Version“ oder „Updates verfügbar“ ausgeben – also eine einfache Einteilung in „up-to-date“ oder „veraltet“.

    • AppTestsss sagt:

      Korrekt, so dürfte es am Ende laufen. Updates werden einfach als neue Version kommuniziert, keine konkrete Nummer. Ich bin mir dabei nur nicht sicher, ob das für den normalen Kunden Ideal ist. Natürlich ist es eine Nummer weniger, aber bei konkreten Problemen kann er halt nicht mehr sagen, welche Version er genau hat, nur ob aktuell oder veraltet.

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