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Meine iPad mini-Event-Erwartungen

Nach einem schönen Wochenende gilt es nach vorne zu schauen: Am Dienstag findet in San Jose das iPad mini-Event statt. Nachdem ich mit meinen Erwartungen für die iPhone 5-Keynote fast gänzlich daneben lag, wage ich heute trotzdem einen neuen Versuch, vielleicht ein bisschen weniger offensiv, immerhin aber mit ein paar gewagten Spekulationen.

Starten wird das Event wie gewohnt mit einer Begrüßung durch Tim Cook, der begeistert erzählt, wie toll es aktuell ist, bei Apple zu arbeiten und ein paar Bilder von neuen Apple Stores zeigt.

Hat Apple aus dem iPhone 5-Event gelernt, starten sie nach der kurzen Einleitung nicht direkt mit der Hauptattraktion sondern kämpfen sich langsam an den Höhepunkt heran. Statt also mit dem iPad mini zu beginnen, startet man mit Musik. Nachdem alle neuen Funktionen des „neuen iTunes“ nochmal heruntergebetet wurden, kommt man zum ersten überraschenden, neuen Punkt: Musik Streaming. Man redet ein bisschen über iTunes Match und zeigt dann Match 2.0 (oder so). Der neue Dienst kostet wie gewohnt 25$/ Jahr und behält alle seine alten Funktionalitäten, wird jedoch um einen großen Punkt ergänzt: Musik Streaming. Neben dem erneuten Download aller gekauften Lieder aus Apples Wolke können nun alle Lieder, die im iTunes Store vorhanden sind, für den normalen Beitrag, quasi im Abo enthalten, gestreamt werden. Um den Verkauf im iTunes Store anzukurbeln und Titel offline verfügbar zu machen, kann sowohl in iTunes wie auch auf den mobilen Geräten der aktuelle spielende Titel sowie das zugehörige Album direkt gekauft werden. Verfügbar ist das „neue Match“ im Laufe des Noevembers, das neue iTunes steht ab sofort zum Download bereit.

In einer nahezu perfekten Überleitung wechselt man zu iOS. Passend zum neuen Musik-Streaming enthält iOS 6.1 eine (App Store-)App, die genau das unterstützt. Durch die Loslösung von der Musik-App muss der Streamingdienst nicht immer mit dem System geliefert werden und kann unabhängig aktualisiert werden, wie man es bereits von Apples Podcast-App gewöhnt ist. Verfügbar ist die neue App und iOS 6.1 zusammen mit dem Streaming-Dienst im November.

Wenn man gerade bei Software ist, kann auch noch iBooks 3 erwähnt werden. Zu den neuen Funktionen zählt hier, das, in iBooks Author auf dem Mac erstellte Bücher, endlich auch auf dem iPhone angezeigt werden können, Schulbücher werden dadurch noch mobiler und Publikationen von unbekannten Autoren erreichen eine deutlich größere Zielgruppe.

Nachdem der Software-Teil abgeschlossen ist, hastet man weiter zur Hardware, schließlich ist die Liste der Neuerungen prall gefüllt. Passend zum 15″-Retina MacBook Pro gibt es jetzt auch eine 13″-Version, heute ist eben alles „little“. Mit einer Display-Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln macht es ordentlich Laune und steht dem großen Bruder in keiner Hinsicht nach. Ein Upgrade erhält auch der iMac, mit neuen Prozessoren, mehr RAM aber ohne Retina-Display, ist auch dieses Update lohnenswert. Über kleine Neuerungen darf sich der Mac mini freuen, etwas mehr Prozessor und RAM tun ihm sicher gut.

Weiter geht es mit iOS-Hardware, immer mit Blick auf das geplante Finale. Mit einem überarbeiteten iPad 3 hatte ich, zugegeben, bereits zusammen mit dem iPhone 5 gerechnet, aber was nicht ist kann ja noch werden. Die einzige kleine Neuerung dabei dürfte der Lightning-Anschluss sein, der den finalen Schritt weg von 30 Pins hin zum neuen Connector markiert, das „große“ iPad wäre sonst die einzige iOS-Hardware ohne Lightning. 

Und damit erreicht man das erwartete und bejubelte Ziel der Präsentation: Das iPad mini. Das kleine iPad trumpft mit einem 7,85″-Display mit 1024 x 768 Pixeln auf. Garantiert wird dadurch die Kompatibilität zu allen iPad-Anwendungen, die auf dem 9,7″-Display des iPad 2 laufen, um passende Anwendungen zu entwickeln, bleibt den Developern als noch etwas Zeit ohne den Druck, gar nicht vertreten zu sein. Im Inneren arbeitet ein A5 und 512 MB RAM,  die Specs des iPhone 4S und des iPod touch der fünften Generation. Fotos schießt es mit zwei Kameras, die Frontkamera macht Fotos mit VGA-Auflösung und schießt Videos in 720p, die rückseitige Kamera nimmt Fotos mit 5 Megapixeln auf und macht 1080p-Videos. Mit den Internet spricht es sowohl über Wifi wie auch über LTE, die Frequenzen dürften jedoch mit denen des iPhone 5 übereinstimmen, in Deutschland ist die neue Technik also wieder nur mit dem Netz der Telekom kompatibel. Strom bezieht der Akku, dessen Laufzeit dem iPad 2 nahe kommt, über einen Lightning-Anschluss. Der Formfaktor des neuen Tablets gleicht dem eines neuen iPads, die Rückseite läuft flach zu und endet in einer großen Fläche, auf der das iPad ideal auf dem Tisch platziert werden kann. Auch ein Smart Cover und ein Smart Case hat Apple für das kleinere iPad-Modell im Angebot, unterstützt werden, wie gewohnt, auch die Unlock-Magneten. Verfügbar ist das iPad mini mit 16, 32 und 64 GB und als Wifi und Wifi+Cellular Modell. Der Preis startet bei 299€, Aufpreis für die Speichererweiterung sind die gewohnten 100€. Marktstart dürfte zu Beginn des nächsten Monats stattfinden, 2. November klingt gut, finde ich.

Einen Live-Blog zu Event gibt es bei AppTestsss.de, Details dazu gibt es hier.

Kategorie: News

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