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Mindnode erstellt Mindmaps auf iPhone und iPad

Mindnode I - AppTestsss.de

Mindmaps sind eine tolle Sache, wenn es um die Planung und Organisation verschiedener Projekte und Ideen geht, versucht man jedoch mit Papier und Stift sich dieser Möglichkeit der Ideenverwaltung anzunehmen, stößt man mehr als schnell an seine Grenzen. Man vergisst einen Ast, dann ist der Platz zu klein, um den Ast hinzuzufügen, man verlängert den Arm um ein Vielfaches, dadurch geht die Übersichtlichkeit und auch der Sinn einer Mindmap verloren. Seit jeher versuchen nun also Softwareanwendungen sich dem Problem anzunehmen und die Erstellung von Mindmaps in einer mehr oder weniger erträglichen Form zu ermöglichen. Auf iOS-Geräten nutze ich zu dem Zweck die Applikation Mindnode (7,99€; Universal).

Mindnode, übrigens auch für den Mac verfügbar, überzeugt schon beim ersten Start mit einem sehr schlichten, aber trotzdem schicken Userinterface. Ohne große Einstiegserklärung ist die App trotzdem leicht verständlich und gut zu erlernen. Zu Beginn landet man auf dem Startbildschirm, von dem aus über das Plus in der linken oberen Ecke eine neue Mindmap erstellt werden kann. Diese erhält dann einen Titel, der auch automatisch als Titel im Startbildschirm benutzt wird und schon kann das fröhliche Organisieren und Verwalten eigener Ideen losgehen. Tippt man auf das Plus neben dem Haupttitel, erscheint ein neuer Ast, dieser kann mit der gewünschten Information gefüllt werden. Praktisch hierbei ist, dass die App über der eigentlichen Tastatur zwei kleine Tastenkürzel anzeigt, die eine schneller Erstellung neuer Arme ermöglichen (Entweder als Unterkategorie oder als neuer Ast auf der gleichen Ebene).

An Exportoptionen hat der Entwickler bei der App nicht gespart. Neben einer Sync-Möglichkeit mit der Mac-Version kann die App in allen denkbaren Formaten in die Dropbox gesichert, per Mail versendet, in die Aufnahmen gespeichert und an eine andere App übergeben werden. Alle Optionen funktionieren reaktiv gut, der Dropbox-Export ist jedoch teilweise etwas kaputt. Versucht man so zum Beispiel eine Mindmap an den privaten Cloud-Speicher zu übergeben, funktioniert das im ersten Versucht einwandfrei und sehr schnell, sobald man dann jedoch eine Mindmap mit dem selben Titel zur Dropbox hochladen möchte, überschreibt die App, trotz vorheriger Nachfrage, nicht etwa die vorhandene Datei sondern erstellt eine neue mit einer 1 (bzw. 2;3;4 etc.) im Dateinamen, was eine vernünftige Synchronisation zwischen mehreren Geräten nur bedingt ermöglicht. Das ist auch einer der größte Kritikpunkte an der App: Ein Sync zwischen mehreren Geräten ist nicht gut möglich. iCloud fehlt komplett und die Dropbox ist nicht besonders gut integriert, d. h. Änderungen, die ich auf dem iPad an einer Datei vornehme kommen nicht automatisch auf mein iPhone, dazu muss ich erst die Datei auf dem iPad hochladen und auf dem iPad wieder runterladen. Hier muss der Entwickler dringend nachbessern, andere Apps zeigen, wie ein vernünftiger Sync geht.

Fazit: Trotz des kaputten Sync kann ich die App jedoch fast uneingeschränkt empfehlen. Seit einigen Wochen organisiere ich sämtliche Reviews bzw. deren Ideen als Mindmap. Bevor die Review dann endgültig geschrieben wird, notiere ich mir alle Einfälle und positive wie auch negative Punkte an einer App bzw. einem Zubehörprodukt. Auch wenn ihr Mindmaps gegenüber etwas skeptisch seid, kann ich euch nur raten, das ganze mal auszuprobieren, die Organisation der eigenen Ideen und Einfälle wird dadurch deutlich erleichtert.

Kategorie: Allgemein