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ASUS Zenbook: Ein Ultrabook mit Windows im Test

Seit dem großen Erfolgs des Macbook Air aus dem Hause Apple sind Ultrabooks der Renner auf dem PC-Markt. Diese neue Generation der mobilen PCs überzeugt mit einem sehr schlanken Gehäuse, an Rechenpower mangelt es trotzdem nicht. Obwohl ich kein Macbook Air besitze und deswegen keinen Vergleich mit Apples Rechner machen kann, schauen wir uns in einem Test mal das ASUS Zenbook an, ein Ultrabook der gehobenen Klasse.

Design:
Neben guter Funktionalität und Geschwindigkeit sollte ein Ultrabook natürlich auch (sehr) gut aussehen. ASUS setzt hier auf ein sehr dünnes Design, das von hinten nach vorne tropfenförmig zuläuft. An der dicksten Stelle ist es dabei 9 mm hoch, an der dünnsten Stelle kommt es auf nur 3 mm. Der Körper besteht komplett aus gebürstetem Aluminium. Die Rückseite des Monitors ist dabei in einem schlichten Dunkelgrau mit einem kreisförmigen Muster gehalten, der Rest des Bodys ist mit einem hellen Grau sehr schlicht verziert. Das Design macht einen edlen und sehr schönen Eindruck.

Als ich das Zenbook aus der Verpackung nahm, war ich sehr begeistert vom Aussehen sowie dem schlanken Gehäuse des Ultrabooks. Beim ersten Aufklappen tat die Tastatur dem keinen Abbruch: Die Tasten sind, wie das Gehäuse, komplett aus gebürstetem Aluminium mit einer schicken schwarzen Beschriftung. Dieses tolle Design hat jedoch auch seine Tücken: Dadurch, dass alle Oberflächen geriffelt sind, bieten sie eine große Angriffsfläche für Schmutz, den man dort häufig ab- bzw. rauswischen muss.

Lieferumfang:
Neben dem Zenbook enthält der Karton, in dem alles geliefert wurde, noch eine braune Stoff- und Ledertasche, die sich zum Transport eignet, deren Aussehen jedoch nicht besonders hübsch ist. Außerdem dabei gab es natürlich das Ladekabel, einen USB- auf Ethernet-Adapter und einen Mini-VGA-auf-VGA-Adapter. Beide schwarz und relativ klein, um diese gut transportieren zu können gab es noch eine Tasche dazu, diese ist jedoch so klein gehalten, das man nur einen der Adapter hineinbekommt, die Auswahl muss also gut überlegt sein, vom Design gleicht sie der Zenbook-Tasche.

Geschwindigkeit:
Im Inneren meines Testexemplars arbeitet ein Intel Core i7 mit zwei Rechenkernen und 1,8 GHz Leistung, diese kann jedoch bei Bedarf mit Intels automatischem Turbo auf bis zu 2,9 GHz erhöht werden. Arbeitsspeicher hat mein Modell 4 GB, für „normale“ Aufgaben, die man unterwegs erfüllen möchte, reicht das vollkommen aus. Die Grafikkarte kann jedoch nicht viel sagen, sie ist eher mau, weswegen ich auf den Versuch, ein Video auf dem Zenbook zu schneiden, verzichtet habe. Statt einer “normalen” HDD-Festplatte kommt das Zenbook standardmäßig mit einer SSD. Diese sorgt bei Plattenzugriffen für einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs und verbessert das mobile Arbeiten enorm. Um auch externe Festplatten gut und schnell anschließen zu können bietet das Zenbook einen USB 3.0-Anschlüsse mit einer Übertragungsrate von bis zu 500 MB/s. In meinen Tests mit normalen Websurfen lief des Ultrabook in einer sehr angenehmen Geschwindigkeit, es waren kaum Ruckler festzustellen. In aufwändigeren Aufgaben wie zum Beispiel Bildbearbeitung mit Photoshop (In den Tests habe ich die Beta von Photoshop CS6 in ihrer 64-Bit-Version benutzt) stieß das System jedoch teilweise leicht an seine Grenzen, das Laden und Anwenden mancher Werkzeuge nahm eine ganze Zeit in Anspruch. Trotzdem war die Geschwindigkeit weder schlecht noch nervig, sie reicht für mobiles Arbeiten voll aus.

Anschlüsse:
Eben hatte ich es bereits kurz erwähnt: Das Zenbook hat einen USB 3.0-Anschluss, der hohe Geschwindigkeit beim Zugriff auf externe Festplatten garantiert. Die Geschwindigkeit konnte ich mangels passender Hardware leider nicht testen. Außerdem kommt das Ultrabook mit einem weiteren USB-Anschluss, dieser unterstützt jedoch “nur” USB 2.0. Neben der USB-Buchse befindet sich auf der rechten Seite noch der Anschluss für das Ladekabel und ein micro HDMI-Ausgang, für die Verwendung ist jedoch noch ein Adater nötig, der nicht mitgeliefert wurde. Auf der linken Seite befindet sich neben dem USB-Anschluss noch ein Mini-VGA-Port und ein Kopfhöreranschluss im gewohnten 3,5mm-Klinke-Format. Mehr Anschlüsse gibt es leider nicht, Firewire oder Thunderbolt sucht man vergebens. Was mir besonders negativ aufgefallen ist, ist der fehlende SD-Kartenslot. Dieser wird zwar auf der Website beworben, ich kann ihn jedoch nirgends finden… Zur Verbindung mit einem Netzwerk muss man auf die eingebauten WLAN-Antenne setzen, deren Verbindungskraft nicht besonders gut ist, an Stellen, an denen alle anderen Geräte guten Empfang haben, scheitert diese Antenne beim Verbindungsaufbau. Alternativ kann natürlich der Ethernetadapter eingesetzt werden, da dieser jedoch über USB verbunden wird kommt er leider nicht auf die Geschwindigkeit eines Gigabit-Ethernet-Anschlusses.

Akku:
Offiziell soll der Akku des Zenbooks im Standby bis zu zwei Wochen im Ruhezustand aushalten, diese Erfahrung konnte ich nicht ganz bestätigen, mein Gerät hielt im Standby gut eine Woche, im „Dauergebrauch“ (heißt: Bildschirm quasi immer an, Verbindung mit WLAN, Bildschirmhelligkeit an Gegenlicht angepasst, also fast hellste Stufe, Arbeit war surfen, bisschen Photoshop, bisschen Artikel schreiben). Aufladen dauert von ganz leer bis ganz voll ungefähr 4 – 5 Stunden, was sehr angenehm ist.

Display:
Das Zenbook gibt es mit einem 11- und einem 13-Zoll-Display, leider jedoch nicht entspiegelt sondern nur in glänzend. Die Maximalauflösung meines 13”-Modells beträgt 1366 x 768 Pixeln, für HD-Videos reicht das aus, Full-HD kann nicht in voller Auflösung auf dem integrierten Display wiedergegeben werden, ein Output über den mini HDMI-Ausgang ist aber möglich. Die Kontrastwiedergabe ist gut, auch die Farben werden gut wiedergegeben, teilweise fehlt es jedoch an der Stärke und der Farbe, die man vom iPhone bzw. iPad mit Retina-Display gewohnt ist.

Tastatur:
Die Tastatur habe ich bereits im Teil des Designs beschrieben, ich möchte jedoch nochmal genauer drauf eingehen: Vom Aussehen her ist sie top, und auch die Haptik der Tasten beim „Fingerauflegen“ beeindruckt mich. Der Anschlag ist jedoch grässlich. Ich bin es von meinem Apple Wireless Keyboard und auch meiner normalen PC-Tastatur gewohnt, einen relativ leichten Anschlag zu haben. Dadurch, dass die Tasten beim Zenbook jedoch sehr flach sind, passiert es mir häufig, dass ich einzelne Tasten einfach nicht treffen bzw. denke, sie getroffen zu haben, beim Lesen meines Textes jedoch besserem belehrt zu werden. Das geht meiner Meinung nach gar nicht, der Anschlag müsste hier deutlich leichter sein und auch minimal höhere Tasten könnten nicht schaden.

Trackpad:
Das Trackpad des Zenbook ist eigentlich nicht besonders. Es ist eine eingelassene graue Fläche im Körper des Ultrabooks unterhalb der Tastatur. Um unteren Rand sieht man zwei Maustasten, der obere Teil ist zum Bewegen der Maus gedacht. Die Tasten lassen sich auch durch Tipps auf das Trackpad nutzen, hierbei ist der Tipp mit einem Finger die linke und der Tipp mit zwei Fingern gleichzeitig die rechte Maustaste. Das Trackpad unterstützt aber auch einige Mehr-Fingergesten: Wischt man mit drei Fingern gleichzeitig von unten nach oben kommt man in eine Übersicht der aktuell geöffneten Fenster, wischt man oben nach unten kommt man auf den Desktop. Auch im Web kann man mit zwei Fingern scrollen und zoomen, was das ganze Erlebnis abrundet.

Mikrofon, Kamera und Lautsprecher:
Zum internen Mikrofon und der Kamera kann man nicht viel sagen, die Qualität ist in Ordnung, für professionelle Aufnahmen sollte man beides jedoch nicht verwenden, dazu reicht die Qualität nicht aus. Die Lautsprecher sind jedoch alles andere als sparsam, ASUS wird hier von Bang & Olufsen und das merkt man. Die Qualität ist gut, man kann damit durchaus das ein oder andere Lied damit hören ohne das der blecherne Klang schlimme Ohrenschmerzen bereitet, für die Beschallung einer Party ist das System jedoch ungeeignet, da sollte man dringend externe Boxen oder besser einen Stereoanlage anschließen.

Wärmeentwicklung und Geräuschpegel:
Während des normalen Arbeitens erreicht das Ultrabook zwar Betriebslautstärke, diese ist jedoch mit Tippen oder anderen Nebengeräuschen gut zu übertönen und kaum hörbar. Sobald der Raum jedoch sehr leise ist und das Zenbook arbeitet, zum Beispiel beim Fernsehschauen, sind die Geräusche doch deutlich hörbar und etwas störend. Die Wärmeentwicklung hält sich in Grenzen, beim Arbeiten mit Photoshop oder anderen aufwändigeren Sachen stelle ich es jedoch schon sehr gerne auf den Schreibtisch, da die Beine sonst relativ warm werden. Das dürfte unter anderem an dem Prozessor liegen, der nur knapp ausreichend belüftet werden kann, die Lüftungsöffnung ist relativ klein, den Lüfter kann man jedoch bei der Nutzung von Photoshop oder ähnlichem gut hören.

Fazit:
Alles in allem bin ich sehr begeistert vom ASUS Zenbook. Es arbeitet schnell und sehr leise, dabei sieht es auch noch sehr gut aus. Der Preis erscheint im ersten Moment relativ hoch, dafür bekommt man jedoch auch einiges geboten. Verfügbar ist die hier beschriebene Konfiguration für rund 1.100€ bei Amazon, alle anderen Modelle findet ihr hier. Auch die schnelle SSD rundet das Angebot gut ab, diese ist mit 128GB jedoch leider sehr klein, als Hauptrechner ist das Zenbook demnach nicht zu empfehlen. Trotzdem ist es für dem mobilen Einsatz auch mit gehobeneren Ansprüche sehr zu empfehlen, Design und Gewicht sorgen dafür, dass es immer dabei ist.

Kategorie: Allgemein

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