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The Early Edition 2 – Internetnews im Zeitungsformat

Als das iPad auf den Markt kam sagte der Chef des Springer-Verlags Mathias Döpfner, man müsse Steve Jobs für diese Erfindung danken und einmal am Tag auf die Knie fallen und zu ihm beten. Dieses Zitat zeigt sehr gut, was sich die Vertragsbranche zum Start des iPads 2010 von der neuen „Wunderflunder“ erwartet haben. Obwohl ich mich immer noch weigere „normale“ Printzeitungen auf dem iPad zu lesen finde ich das Layout dieser Zeitungen auf totem Baum sehr nett und gut aufbereitet. The Early Edition 2 will Inhalte aus dem Internet in genau das gewohnte Format bringen, das wir von unserer Zeitung so lieben.

The Early Edition kostet 3,99€ (App Store-Link; erfordert iOS 5) und liefert für diesen Preis ein sehr nettes User-Interface, das sich durchaus benutzen lässt, wenn man sich eingewöhnt hat. Beim ersten Start kann gewählt werden, ob man die App als Stand-Alone-Lösung betreiben möchte oder ob man sie in Synchronisation mit dem eigenen Google (Reader)-Konto nutzen möchte, was einen Abgleich der gelesenen Artikel und der abonnierten Feeds erlaubt. Wirft man direkt danach mal einen Blick in die Einstellungen findet man neben Möglichkeiten zur Anzeige von Bildern auch einige Sharing-Optionen und eine mögliche Verknüpfung zu Readability, verfügbar sind auch Twitter, Facebook, Instapaper etc. um Artikel zu teilen oder für später zu merken.

Die Artikel präsentiert die App in der gewünschten Zeitungsansicht, diese ist sowohl im Hochformat, wie auch im Lanscape-Modus zu nutzen. In der Lanschaftsausrichtung macht die App meiner Meinung jedoch deutlich mehr Sinn, da dort zwei Seiten nebeneinander dargestellt werden, was einer normalen Zeitung deutlich näher kommt. Das Blättern erfolgt, wie auch bei iBooks, durch Wischgesten oder eine Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand, in meinen Tests machte diese jedoch nicht immer genau das, was ich von ihr wollte. Artikel kann man sich in einer kleinen Vorschau in der Zeitung anzeigen lassen, per Tipp sieht man den gesamten Artikel. Da manche Blogs immer noch keine Volltext-Feeds anbieten kann man in den Einstellungen auch direkt die Webansicht einstellen, was mir sehr positiv aufgefallen ist, dafür ist jedoch verständlicherweise eine Internetverbindung erforderlich.

Das Interface der Early Edition gefällt mir sehr gut, es mag jedoch aufgrund des Zwangs, die Inhalte im Format einer “Zeitung” darzustellen auch auf Kritiker stoßen. Das gesamte Interface wurde von den Entwicklern mit viel Liebe zum Detail erstellt, auch der In-App-Browser erfüllt seinen Zweck und sieht dabei nicht so schlecht aus wie viele seiner Konkurrenten. Die App ist komplett an das Retina-Display des neuen iPad angepasst, was sie zusätzlich schöner macht.

Fazit: The Early Edition 2 sieht auf dem alten wie auch auf dem neuen iPad super aus. Die Bedienung erinnert sehr an eine “normale” Zeitung. Das mag einerseits auf dem Tablet unerwünscht sein, da man speziell optimierte Ansichten gewöhnt ist. Der Preis ist für die Funktionen vertretbar, was mir jedoch fehlt ist eine spezielle Zeitung für meine Readability-Inhalte, die ich sehr gerne in dem Layout konsumieren würde.

Kategorie: Allgemein

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