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OmniFocus für iPhone im Test – Todo-Verwaltung mit Hindernissen

Aufgabenverwaltung ist seit Einführung des App Stores immer ein großes Thema gewesen. Während viele Leute auf die Gratis-Lösung Wunderlist schwören bin ich seit Beginn meiner iPhone Zeit vor gut zwei Jahren immer noch auf der Suche nach der perfekten Lösung. Zwischenzeitlich war ich immer wieder der Meinung diese gefunden zu haben, im Dauereinsatz konnten sich die getsteten Software-Lösungen jedoch nicht endgültig gegen alle Konkurrenten durchsetzen. Zum heutigen Test so viel vorweg: Ich glaube eine perfekte Todo-App gibt es nicht, zumindest habe ich sie auch in OmniFocus nicht gefunden. Für 15,99€ bei der iPhone-Version; 31,99€ bei der iPad-App und mehr als 50€ bei der Mac-App schlägt sich die Software aber trotzdem kräftig in der Finanzbuchhaltung nieder.
Die Sortierung der anstehenden Aufgaben findet in OmniFocus den Höhepunkt der Unübersichtlichkeit. Während des Startmenü noch angenehm und aufgeräumt wirkt beginnt das Problem schon darin, dass sich diesem Menü keine eigenen Listen hinzufügen lassen, Aufgaben lassen sich nur nach verschiedenen Kontexten sortieren, doch auch diese lassen sich nicht als Liste auf den Startbildschirm einbauen. Um sich die Aufgabe eines Bereiches anzeigen zu lassen muss man diesen im Menüunterpunkt Kontext auswählen. Den einzelnen Bereichen kann zwar ein Ort zugeteilt werden, man kann jedoch leider nicht bei Erreichen oder Verlassen dieses Ortes an eine fällig Aufgabe erinnert werden. Die Erinnerung erfolgt per Push, dieser wird jedoch nur am Fälligkeitsdatum zugestellt, es ist leider nicht möglich sich zu anderen Zeitpunkten erinnern zu lassen.

Nach ein bisschen meckern kommen wir nun aber zu den positiven Sachen: Die App ist toll, hat unglaublich viele Funktionen (teilweise ein paar zu viel) und verbirgt diese in einem angenehmen User-Interface. Das Anlegen von neuen Aufgaben ist einfach, neben wenigen Möglichkeiten für die Sortierung in einzelne Projekte oder zu einem Kontext kann noch ein passendes Bild oder ein Sprachmemo zu der Erinnerung aufgenommen werden. Zur möglichen Terminierung der Aufgabe kann ein Startdatum, ein Fälligkeitsdatum und einen Wiederholungstermin einstellen, einen gesonderten Zeitpunkt zur Erinnerung per Push kann man leider nicht wählen.

Statt jedoch den „normalen“ Weg mit Knöpfen zu wählen kann OmniFocus auch Erinnerungen durch Siri diktiert bekommen. Da es von Apples Seite noch keine API gibt, nutzt die App einen kleinen Umweg über den iCloud-Sync der Erinnerungen. Dazu legt man in der Erinnerungen-App eine Liste mit dem Namen Erinnerungen oder OmniFocus and und stellt diese in den Einstellungen als Standard-Liste für Erinnerungen ein. Siri erstellt neue Aufgaben nun direkt in diese Liste. Danach konfiguriert ihr in den Einstellungen von OmniFocus noch den iCloud-Sync, die App greift nun bei jedem Start alle Aufgaben aus der Liste ab und löscht sie dort (meistens) wieder, um eine Mehrfacherinnerung auf verschiedenen Geräten zu verhindern.

Fazit: Über OmniFocus bin ich geteilter Meinung: Einerseits funktioniert die App genial gut und auch die Siri-Integration macht einen guten Eindruck, es gibt jedoch auch einige Stellen, an denen ich mit mir zu kämpfen habe um nicht in Schreikämpfe auszubrechen: Ich bin es gewohnt, dass ich Listen für verschiedene Aufgabenbereiche erstellen kann, die schnell und einfach zu Erreichen sind, außerdem finde ich den Preis sehr hoch. Ich möchte die Funktionen nicht in den Schatten stellen, die App kann wirklich (fast) alles, 31,99€ für eine iPad-App sind jedoch nicht ganz der Zeit entsprechend. Hier kann ich euch nur empfehlen auf eine Rabatt-Aktion zu warten.

Kategorie: Allgemein

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